27. Januar 2018

Tröpfchenweise...

...lese ich gerade im übertragenen Sinne.

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -

Mahbuba Maqsoodi
"Der Tropfen weiß nichts vom Meer"

Ein hinreißendes Buch, das mich in eine mir fremde Welt entführt, sie entdecken, bestaunen und bewundern lässt. Afghanistan ist der Ort, den Mahbuba Maqsoodi in ihrem Buch schildert.

Die Autorin 

In ihrer eigenen Biografie *Link, die ich auf deren Website fand, ist chronologisch der Werdegang zu lesen. Mich interessiert jedoch mehr das Leben, das zwischen den Zeilen zu erfühlen ist.

Diese fröhlich ansteckend lachende Frau in meinem Alter, das Bild auf dem Cover.

Und ich versichere, es gibt Parallelen - was mich freut - und etliches Anderes über diese Künstlerin und Autorin zu finden. Beispielsweise, wie sie über sich hinausgewachsen ist von Miniaturbildern zu monumentalen Schöpfungen.

Der Inhalt 

Zunächst erfahre ich im Vorwort sensibel über ihre Herangehensweise, wie es zu diesem Buch eigentlich kam, mehr zu dieser provokanten Überschrift:
Der Tropfen weiß nichts von der Welle,
die Welle weiß nichts vom Meer!
____ ein afghanisches Sprichwort 

Allein der Titel hatte mich sofort in seinen Bann gezogen, so wie es die einzelnen Geschichten infolge beim Lesen taten. Nach dem Vorwort lese ich  - natürlich - die erste Geschichte und bin bezaubert. Schlage dann die letzte Geschichte auf und bin erschüttert, wie diese starke Persönlichkeit mit dem Abschied eines geliebten Menschen umzugehen versteht, aus ihren Ängsten herauswächst.

Im Beginn: Wie zerbrechlich das afghanische Mädchen mit einer Lüge umgeht, wie stark sie dennoch im Willen und im Wollen ihr Leben bestreitet. Der Vater, der dabei eine tragende Rolle spielt, mit seiner Liebe, die wie ein Fels in der Brandung das Schiffchen dieses Kindes sicher immer wieder in den heimatlichen Hafen segeln lässt. Die Geschichten gehen unter die Haut, öffnen mir die Augen.

Ein Leseerlebnis!

Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen 

26. Januar 2018

Rosinen hören...

...und nicht nur im Kopf haben!


Es mutet an, als wäre es gestern gewesen - nein, es ist bereits eine ganze Woche her, dass ich (m)eine Gesundungskarriere in der Windach Klinik startete. Die ersten Hürden waren zügig überstanden mit all' den Formalien, dem Kennenlernen der Räumlichkeiten, der Ärzte und der Mitpatienten, mit denen ich beispielsweise den Tisch teile, die mir in den Gruppe begegnen  - den Untersuchungen, der Eingliederung in unterschiedliche Therapieprogramme. So bin ich u.a. im KBT (davon separat) gestrandet und eben auch in einer speziellen Schmerzgruppe.

_________

Das Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.

1871 - 1914, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

__________


Ein Thema der Schmerzgruppe war dieser Tage der Genuss.

Wie definiert sich Genuss?

Wie entsteht das Genießen und was bewirkt es bei uns Schmerzpatienten?!

Wir begannen mit einem kleinen Experiment. Jede/r von unserer Gruppe erhielt eine Rosine. Nichts spektakuläres, eine bernsteinfarbene kleine Rosine, die klebrig zwischen den Fingern gedreht, beäugt ob der tiefen Riefen und Kurven, schließlich beschnuppert und ans Ohr gehalten wurde.

Ja, mit allen Sinnen wahrnehmen - bewusst fühlen mit einem sich Zeit nehmen und sich Zeit lassen: Genießen. Und tatsächlich das Rosinchen knisterte leise am Ohr, wollte etwas erzählen... wie überraschend für mich.

Ergo: Auch ein sonst übliches Ding im Alltag kann frau neu erkunden und erforschen.
Gilt das nicht für andere Sachen um mich rundherum?! Ich finde Ja.

Mehr demnächst.

___________

Wir können aus dem Lebenskuchen uns nicht nur die Rosinen suchen.


1478 - 1535 (enthauptet), auch Sir Thomas More, englischer Staatskanzler und Humanist,
verweigerte den Gehorsamseid gegenüber der Kirchenpolitik Heinrichs VIII. aus Treue zum Papst.
Er verfasste u.a. Utopia




Ein Rosinenkuchen - für das ZiB...
...den ich einmal buk



Zu erfahren war weiterhin, dass die Glückshormone, die beim Genuss entstehen entsprechend stärker wirken als unsere Schmerztabletten. Drei mal täglich 30 Minuten Genuss heißt ab sofort die Medikation. Was sich gar nicht einfach einnehmen lässt. Den die Schmerzschwelle will zunächst überwunden sein, damit echter Genuss entsprechend entstehen kann.

Wie ward ich oft gebrochen, brach mich selbst,
Und dennoch leb ich, unverwüstlich stark;
Was alles liegt in mir geknickt, verdorrt,
Doch unaufhaltsam wächst es drüber hin.


Habt es alle fein und ein wunderschönes Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.


Verlinkt mit Nova`s Zitate



20. Januar 2018

Babbitt...

...neu übersetzt passt der Roman in diese Zeit

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -

Der Autor

Harry Sinclair Lewis (* 1885 in Sauk Centre, Minnesota; † 1951 in Rom) war ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, der sich durch seine gesellschaftskritischen satirischen Romane einen Namen machte. Ihm wurde 1930 als erstem Amerikaner der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Und ich lese dieses Büchlein - da im handlichen Kleinformat -, da es mir hochaktuell in die jetzige Zeit zu passen scheint. Und nicht zuletzt weil ich selbst von jeher rebellisch war und geblieben bin.


Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist,
und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen
und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen,
indem er sie sich aneignet.

Ödön von Horváth (1901 - 1938), eigentlich Edmund von Horváth,
deutsch schreibender österreichisch-ungarischer Schriftsteller und Dramatiker
Quelle: Horváth, Der ewige Spießer, Propyläen, Berlin 1930

Inhalt

Wir verfolgen quasi durch ein Schlüsselloch die Person, um die es sich dreht im Buch - Babbitt! Sein langweiliges spießiges Leben, seinen minutiös aufgedröselten Alltag. Der Immobilienhändler George Babbitt, der leibhaftig als angepasster Duckmäusers gezeichnet wurde, ist so deutlich beschrieben, dass er lebendig wird. In seinem Umfeld dreht sich alles um sein gequältes Angepasstsein, das Geschäft, die biedere Ehe und Babbitt passt sich beflissen der Philosophie seiner Mitmenschen an. Obwohl ihm zwischendurch bewusst ist, dass er unzufrieden und unglücklich dabei wird.

Nebenbei erwähnt sei, dass Lewis mit dem Babbitt eine Begrifflichkeit schuf.
Als Babbitt werden nämlich heute noch Spießbürger in Amerika bezeichnet.
Vielleicht sogar auch als Beschimpfung benutzt und eingesetzt?!


Der Roman Babbitt deutet zur Erscheinung des Romans auf die amerikanische Gesellschaft hin, zu einem wichtigen Moment der damaligen Modernisierung. Klar, inzwischen haben wir längst eine enorme industrielle und ebenfalls gesellschaftliche Revolution erlebt, wir sind in einer hochtechnisierten Welt - dennoch sind die dargestellten gesellschaftlichen Strukturen und psychologischen Mechanismen nach wie vor präsent.

Ein toller Roman, ein Buch das man mögen muss und ich werde es öfter
in die Hand nehmen.
Dieses Buch sollte in keinem Bücherregal fehlen!

Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen



18. Januar 2018

Freunde...

...sind etwas besonderes
Geteilt u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea

Wir besuchten unlängst eine Freundin, die umgezogen war und nun im Süden von Augsburg
im Stadtteil Göggingen lebt. In deren neuen Wohnung fand ich entsprechend ein Schild...

...das ich für das ZIB zeigen möchte.

Es handelt sich heute im Übrigen um einen vorgebloggten Post. Inzwischen bin ich nämlich in Windach in der Nähe vom Ammersee in einer Klinik zur Schmerztherapie aufgeschlagen, wie es neudeutsch heißt.

Nun stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich Zeit und Lust zum Betreiben des Blogs erübrigen lassen neben dem Programm, das mich hier erwartet. Frau wird sehen und berichten!
Um Verständnis bitte ich bereits jetzt bezüglich der gegenseitigen Kommentare zum ZIB, da die WLAN-Verbindung nicht immer ausreichend gut funktioniert.
Es war eine aufreibende Woche zwischen einem letzten Arztbesuch - davon der Post unter Aged and Engaged - einigen Besorgungen, einem umfangreicheren Kofferpacken und der Fahrt im Schneesturm hierher nach Windach in die Klinik.

 Neue Räume - neue Gesichter!


Werden während des Aufenthalts neue Freundschaften entstehen?
Doch, es lässt sich in der Klinik wohlfühlen. Das Essen ist fantastisch, die Mitpatienten nett, mein Arzt einfühlsam und innovativ. Dann kann es nächste Woche beginnen: Die Schmerztherapie...

...und ich bin gespannt neugierig!




Habt es alle fein und ein wunderschönes Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit Nova`s Zitate

15. Januar 2018

Miau...

...heißt es weiterhin!

Eine Katzen-Storydiesmal nicht aus unserem Haus


Eine bildhafte Ergänzung zum Post vom letzten Samstag
Ja, das läuft vielleicht gerade ein wenig durcheinander!
Und daher ist der Post nicht nur für die Katz` sondern auch für die

 Einfach schnelle eine fremde Katze retten, wie samstags gepostet, unter Glück gehabt.

Und mich weiterhin mit einem Blick nach oben freuen...
...zum Beispiel über die kurvig-schwungvollen Kratzer am Himmel!




Auf dem Weg zum Fahrzeug, das seitlich parkte fotografisch Eindrücke einsammeln.
Überlegend, ob und inwieweit sich das Bild künstlerisch verarbeiten ließe.




...und hier der Protoganist der Story






Komm, schöne Katze, und schmiege dich
an mein Herz, halt zurück deine Kralle.

Lass` den Blick in dein Auge tauchen mich,
in dein Aug' von Achat und Metalle.

So oft dich mein Finger gemächlich streift,
deinen Kopf und Rücken zu schmeicheln,
und träumende Lust meine Hand ergreift,
die magnetischen Glieder zu streicheln,
schau ich im Geist meine Frau. Der Strahl
ihres Blicks, mein Tier, gleicht dem deinen,
ist tief und kalt wie ein schneidender Stahl.

In schmiegsamem Spiel haucht den feinen,
gefährlichen Duft, wie Schmeichelgruß,
ihr brauner Leib von Kopf zu Fuß.

1821 - 1867, französischer Dichter und Ästhetiker








Alles für die Katz.

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte,
kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.
Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken:
Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.


__________


Ich wünsche allen einen angenehmen Start in die Woche






Heidrun

12. Januar 2018

Glück gehabt...

...dieser Tage, für mich persönlich und auch für eine Katze!

Einfach nochmals hingefühlt...
...u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea

Bleigießen, ein Glücksschweinchen aus Marzipan oder der Schornsteinfeger sind alles
Symbole, denen wir uns zum jeweiligen Jahreswechsel besonders widmen:
Den Blick, um etwas in der Zukunft stehendens zu erhaschen, das Ahnen
was uns die noch jungfräulich vorliegenden zwölf Monate bringen werden.

Eventuell mutet der Post naiv an, was die kleinen Dinge anbelangt.
Es sind jedoch gerade die vermeintlich unschuldig, unscheinbaren
Begebenheiten, die uns zuzwinkern, eine Güte des Geschicks darstellen...

...Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens teilweise Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.
_________________
🍀 Glück? Gleich in der ersten Januarwoche beim Einkaufen fand ich auf dem entsprechenden Parkplatz vor meinem Supermarkt auf dem Weg zu den Einkaufswägen einen zusammengefalteten 10 €-Schein - der meinem aufmerksamen Blick nicht entgangen war. Und gleich daneben noch eine einzelne Centmünze! 
Da soll keiner behaupten, dass das Geld nicht auf der Straße liegt. Frau braucht sich bloß zu bücken. Vermutlich war's jemanden aus der Hosentasche gefallen?! Der Parkplatz vor der Hütte der Einkaufswägen war jedenfalls leer und ich hatte daher keine Probleme den Schein einzustecken, da ich niemanden ausmachen konnte, dem dieses Malheur zuvor passiert gewesen wäre...
🍀 Von den persönlichen gesundheitlichen Themen berichtete ich, um das alte Jahr abzuschließen bereits zum Jahresauftakt. Unpräntentiös angelegt, da es einfach zum 31. Dezember weg sein sollte. Was nicht erwähnt war, dass seit geraumer Wartezeit ein Antrag auf eine Schmerztherapie lief. Und ich rechnete frühestens im Februar oder später mit einem Bescheid. Die Plätze sind heiß begehrt und stark umworben. 
Tadaaa... ich erhielt in dieser Woche telefonisch Nachricht, zwei Tage darauf schriftlich per Post Bescheid und darf nun unverhofft schnell antreten. Welch' ein Glück
🍀 Natürlich rinnt - oder eher rennt  - das Leben dazwischen weiter. Und so hatte ich ein abschließendes Gespräch bei meinem Orthopäden nahe dem Vincentinum, das sich ziemlich in der Mitte von Augsburg befindet. Parkplatz finden ist trotz dem vorhandenen Areal für Besucher nicht unbedingt selbstverständlich gegeben. So parkte ich seitwärts in der Straße und begegnete einem mir freundlich zunickenden Paar, das gerade mit einem Katzentier sprach. Es handelte sich allen Anschein nach um einen Kater. 
Der löste sich nach einigen Streicheleinheiten von den Leuten und spazierte gemächlich über die Straße, legte sich dort angekommen mitten in den Weg. Derweil fuhr ein Wagen von links kommend näher und kurz darauf von rechts, ohne dass es den lebensmüden Mietzkater tangierte. Also sprang ich hinzu, hob ihn auf und trug ihn kurzerhand auf den sicheren Gehweg gegenüber. Ein Blick fiel dabei zu dem rechten Fahrzeug und ich sah wie der Fahrer applaudierte.  
Glück für den Kater!



Möglichst viel Glück sagt man.
Aber wie, wenn die höchste Glücksempfindung eines Menschen voraussetzte,
der auch allertiefstes gelitten haben muß?

Wenn Glücksgefühl überhaupt erst möglich wäre in einem durch
Lust und Unlust gereiften Herzen?

1871 - 1914, deutscher Schriftsteller



Ausnahmsweise ist das Zitat einmal zwischen den Bildern angesiedelt!

Es bedeutet nämlich Glück für mich künstlerisch tätig sein zu können.




Habt es alle fein und ein wunderschönes Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit Nova`s Zitate

11. Januar 2018

Meine Oma ... und ich!

Think Pink - ganz meine Farbe

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -



Wir wilden weisen Frauen - von der Kunst des Älterwerdens

Wild im Sinne unserer frühgeschichtlichen weiblichen Urnatur - aber
umgemünzt für heutige Verhältnisse

Die Autorin.

Sie wuchs geboren in Bregenz auf, ist ein Nachkriegskind mit dem Jahrgang 1949.

Sie ist demnach sieben Jahre älter als ich... Aha!

Und Renate Daimler erzählt stichpunktartig ihren beruflichen Werdegang
im Internet, in der eigenen Biographie auf

Journalistin, Autorin, Radiomoderatorin, Systemische Beraterin,
zertifizierte Strukturaufstellerin, Trainerin für erlebnisorientierte
Persönlichkeitsentwicklung, Gründerin des eigenen
Beratungsunternehmens EAST, Entwicklerin der beiden Marken
Veränderungstheater® und Weightsoulbalance®, Universitätslektorin

Damit nicht genug, sie weist eine Vielzahl an Fortbildungen auf,
die verdeutlichen, dass sie an sich und ihrem Leben gearbeitet hat
und weiter sehr aktiv ist.

Alle Achtung!



Eine Frau begegnet zweifellos großen
Schwierigkeiten auf ihrem Weg,
doch sie muss noch viel mehr überwunden.

Zuerst sollte keine Frau sage:
"Ich bin aber nur eine Frau!"

Aber eine Frau!

Was willst Du mehr?




1818 - 1889, US-amerikanische Astronomin und Philosophin



Königin im eigenen Land.

...derart bezeichnet Renate Daimler  den Umstand im Vorwort, widmet diesem Spruch gar einen Abschnitt im Buch. Nämlich genussvoll altern zu dürfen.

Ein mir äußerlich wohltuendes Buch im chicen pinkfarbenen "Mantel" inklusive
dem glänzenden schwarzen Hut auf dem Cover, der schemenhaft pro
Kapitel immer wieder erneut auftaucht.

Nein, Spaß beiseite - ich fühle mich zunächst aufgehoben und verstanden.

Erfreulich erfrischend hebt sich das Werk für mich von vielen anderen ähnlichen
Ratgebern ab. Also ohne erhobenen Zeigefinger. Ich bin nämlich alt genug mit Lebenserfahrung gebeutelt, um das Eine oder Andere selbst zu wissen.

Nein, es dreht sich hier um eine hinspürende Lektüre, die von intensiver eigener
Erfahrung erzählt und nicht theoretisch irgendwie das Altwerden abhandelt.
Hier porträtiert die Autorin etliche unterschiedliche Frauen aus ihrer näheren
und auch fernen Umgebung und bringt damit einen scheinbar guten
Durchschnitt zustande.
Meine Gedanken schwirren durch den Kopf, triften ab - es tauchen unwillkürlich Bilder auf: Wie verhielt / verhält sich das Altwerden in meiner eigenen Familie?! Wie empfand ich es beim Heranwachsen?
Die Großmutter (1907 geboren) mütterlicherseits ist dabei mein unverhohlen gezeigtes Idol. Sie, die zwei Weltkriege erleben musste, war äußerst modern. Sie lebte ihr schweres Leben in Würde, ohne Klage, ob des offenen Beines und anderer Erkrankungen - mit Stolz und unnachahmlichen Selbstbewusstsein. Sie konnte unnervös alles meistern, was der Alltag ihr abverlangte. Dabei gab es natürlich auch in ihrer Ehe keine typische Rollenverteilung, im Gegenteil: Sie managte die Finanzen (und das zu der damaligen Zeit) der ganzen Familie und der Großvater ging jovial damit um, deckte selbstverständlich den Tisch. 
Der Opa hatte augenscheinlich seinen eigenen Schwerpunkt, ohne Verlust der Männlichkeit! Daher verstehe ich bis heute noch nicht was eigentlich weiblicherseits von mir erwartet wird. Es sollte doch bitte jeder Mensch - egal ob Männlein oder Weiblein - das machen, was er oder sie möchte und am besten kann. Meine Großmutter alterte ohne alt zu werden, sie blieb im Kopf nämlich jung. In meiner Teenagerzeit hörten wir beispielsweise gemeinsam die Beatles, Bob Marley und sie unterstützte meine modischen Tendenzen mit Hot Pants und Minirock ohne dies zu verteufeln, wie es andere taten...
Ich lese weiter im Buch Kapitel für Kapitel u.a. über das öffentliche
Verhalten "Wir im Fernsehen und im Kino", die beklagende Weise,
die fehlende Präsenz von alten Weibern in der Medienlandschaft.
Klar, die Autorin formuliert es eleganter

Und ich denke parallel an das, was mir auffällt, nämlich das vorsichtige
Umschalten in mancher europäischen Modeillustrierten, da verschiedentlich
ältere und richtig alte Models abgelichtet und dies auch mit behinderten Frauen,
die sich stolz zeigen und gezeigt werden. Und dies auch nicht erst seit gestern.
Also nur aufmerksam hingeguckt!

Insgesamt.

Abschließend wohl doch - trotz allem wohlfühlen - ein Appell an das weibliche Mutpotenzial alt zu werden, es zu dürfen und zwar so, wie es uns die Natur eben
individuell beschert; sich selbstredend attraktiv zu spüren und sich nichts,
absolut nichts anderes einreden zu lassen. 

Ich gebe fünf von sieben Lesezeichen




7. Januar 2018

Sternstunden...

...meine Aktion für 2018

Keine Vorsätze sondern Taten!


Traditionell backe ich ein Brot zu Beginn eines neuen Jahre
in Form der Jahreszahl. Angefangen habe ich vor einigen Jahren
damit und freue mich jedes Mal aufs neue die Form der Zahlen
hinzubekommen...


Sternstunden.

Anstoß war die jährliche Benefizaktion des BR, was ich in 2017 besonders
intensiv verfolgt hatte. Ein Vers war daraufhin entstanden und bald danach
der Gedanke jeden Tag einen Stern in der Papierwerkstatt zu erstellen und
gegen eine Spende abzugeben...

...hier die ersten Ergebnisse.


STERNENPaket No. 1


Es kommen fünf Sterne zum Angebot, die wie eine
kleine Tasche eine Praline von Fe...Küsschen oder
Mo...Cherie aufnehmen können.




STERNENPaket No. 2


...ein Stern aus Zweigen von unserem Garten




STERNENPaket No. 3


Meine alternativen Sterne  - elf Stück an der Zahl -  die auf
Geschenke geklebt werden können und die ich aus Plastikfolie
gefertigt habe.




Und nach wie vor die Aufforderung, eventuell mitzumachen...

...wer jedoch Interesse an den STERNPaketen hat kann über die
nachstehende eMail-Adresse Kontakt mit mir aufnehmen.

ericasta [ at ] icloud.com


Rezension

Neues Wohnen im Vintage Style

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -

Kein Roman, keine Lyrik: Diesmal dreht es sich um unsere Wohnkultur
beziehungsweise, die von einigen privilegierteren Mitmenschen.
Neugierig war ich alleine schon deswegen weil ich in jungen
Jahren gerne Innenarchitektin geworden wäre...

...einige Möbel habe ich zwischendurch auf jedem Fall entworfen,
die von verschiedenen Schreinereien tatsächlich umgesetzt worden waren.
Ein spezielles Bücherregal hatte beispielsweise mein Mann für
sein Zimmer gebraucht.



Industrial Living

Die Autorin.

Sophie Bush ist bekannt als die Herausgeberin von Warehouse Home (was inzwischen in über 60 Ländern der Welt erhältlich ist), einem Printmagazin und einer Onlineplattform, die sich dem Thema "Wohnen in Industriebauten" in allen Facetten widmen. Ansonsten konnte ich leider nichts weiteres über die Autorin, Sophie Bush in Erfahrung bringen.

Und so heißt auch das Buch im Original Warehouse Home.

Und hier  - das Warehouse im Internet parallel zum Buch.


Allgemein.

Auf Deutsch erschien das Buch im Oktober 2017 und es lag eine Weile unbeachtet bei mir herum. Die Feiertage gaben Zeit mich diesem schweren Lesewerk zu widmen.

Anstoß zum Buch war, dass die Autorin im Jahr 2011 selbst gemeinsam mit ihrem Mann ein umgebautes Lagerhaus in London gekauft hatte. Dessen Neugestaltung im Vintage Style unter Berücksichtigung der zeitgemäßen Industrieästhetik damals zu Beginn ihrer Recherchen im Vordergrund stand und sie zu den interessantesten und kreativsten Umbauprojekten alter Industriegebäude weltweit führte, wie etliche Beispiele - etwa ein ehemaliges Kaviarlager, eine Spielzeugfabrik oder eine Getreidemühle es im Buch belegen!

Das Buch.

Dabei führt Sophie Bush Interessierte durch ungeahnte Wohnstätten. Was sofort besticht, sind die fantastisch gut fotografiert Szenen der einzelnen Hallen, die äußerst nah und lebendig erfolgreich ins Licht gerückt sind. Maßgefertigte Möbel vermitteln akzentuiert die jeweils vorgesehene Atmosphäre, die der Eigentümer dafür bestimmend festlegt. Freilich ein Normalverdiener kann sich ein derartiges Loft kaum leisten. Trotzdem ist es in meinem Dafürhalten kurzweilig, inspirierend im Buch zu blättern und den einen oder anderen Tipp zur Gestaltung der eigenen vier Wände mitzunehmen.


Wir haben uns immer ein riesiges Studio,
so groß wie eine Halle gewünscht:
Einen leeren Raum
in dem wir Hunderte von Büchern
auf den
Boden legen können.

So gesehen ein eher magerer Grund für das Leben in einer früheren Fabrikhalle.

So spannend wie das Buch auch ist, ganz billig ist's natürlich nicht.

Nein, ich habe selbst schon von solchen Hallen geträumt, zumal hier in Augsburg und Umgebung einige wundervolle Gebäude prädestiniert dafür wären.

Ich gebe 6 von 7 Lesezeichen!




5. Januar 2018

Es nadelt!

Und damit wird es höchste Zeit endlich die Weihnachtsdekoration 
abzuräumen - oder auch nicht...

...einige Gedanken u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea

Ankommen... im neuen Jahr 2018



Das Ankommen im Hier heißt bei mir zunächst das alte Jahr 2017 abzustreifen.

Kein Bedauern, kein Blick zurück im Zorn!

Die letzten Tage vor dem Jahreswechsel verlebten wir gemütlich ruhig
und genossen es ungemein bei der Lektüre von Zeitschriften -
meine Landlust war eingetroffen - von Büchern und Filmen.

Daneben Genuss von feinem Essen und schönen unbeschwerten Gesprächen.
Kleine Spaziergängen, sofern das Unwetter es zuließ das Haus zu verlassen.

Voller Dankbarkeit für die lieben Menschen, die uns mögen und das ganze Jahr
über treu und unermüdlich unterstützen, uns zur Seite stehen.






Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
:





Einerseits liegen die zwei jungfräulichen Kalender (für den Schreibtisch und die Handtasche) direkt vor mir, um Daten
zu übertragen - nicht alles muss elektronisch sein, gelt. Meine Gedanken
wandern dabei unwillkürlich zurück in den Januar letzten Jahres, da ich
mit den Vorbereitungen zu meiner großen Vernissage für die drei Etagen
der vhs Augsburg gut beschäftigt und ausgelastet war, mir unvermittelt
den Vorderfuß brach - die sogenannten Sesamknöchelchen.

Was sich zeitlich und therapiemässig bis weit in den März erstreckt hat.




Dann passierte an einem Samstagvormittag der
Motorradunfall meines geliebten Mannes, der
vollkommen unschuldig angefahren worden war.

Trotz den Verletzungen, einer Gehirnerschütterung, einem Tinnitus, diversen
Prellungen - und jeder weiß, wie langwierig schmerzvoll sie sind - half
der geliebte Schatz so tapfer beim Aufhängen meiner Kunst.

Leben heißt Sehnsucht verehren __ Max Dauthendey

Ein dickes Busserl, mein Herzallerliebster...

Kaum waren diese Hürden des Unfalls hinsichtlich Versicherung etc.
einigermaßen überwunden, meldete sich erneut der Fuß:
Ein Morton Neurom rumorte bissig.

Was auch erst nach strapaziösen Untersuchungen - einem CT,
Röntgenbild und MRT zutage trat, diagnostiziert worden war.


Augenscheinlich schienen es schlechte Voraussetzungen für die vorgesehene
Reha im Mai in Höhenried, doch ich ließ mich nicht entmutigen oder auch
nicht hinreißen die Reha abzusagen, schließlich hatte ich doch viel zu lange
darum gekämpft. Es funktionierte erfreulich gut zunächst, freilich nur bis
zum Zeitpunkt da ich mich von Mitpatienten mit einer ungewöhnlichen
Grippe ansteckte, was natürlich alles zum Stillstand brachte.

Und nachhaltig insgesamt für etwa drei Monate von Taubheit sorgte:
Das Trommelfell wurde nach Abschluss der Reha zuhause in der HNO-Praxis
punktiert. Bis heute ist das Hörvermögen jedoch geschädigt, ein Hörgerät muss her.






Dazwischen umfangreiche Planungen und Organisation mit Besprechungen,
Treffen, Telefonaten und Korrespondenz für die nächsten Kunstkurse, meine
Einreichung eines neuen Friedenslogos bei der SCHIRN, ja es gab genug zu tun.

Mit der Einsicht steigt die Zuversicht __ Max Dauthendey 

...so ging es weiter. Mit einem Kapselriss in der rechten Hand am Ringfinger,
einer atrophischen Gastritis und anderen kleinen Unpässlichkeiten, wie Schwindel!

Wir haben trotz allem das Lachen nicht verlernt!


Leben heißt Sehnsucht verehren

Über den leeren mächtigen Bäumen
hängen die schmächtigen Sterne,
umdrängen den Mond im Kreise.

Sehnsüchte leben auch in den prächtigen Himmelsräumen,
und auch Gestirne kommen aus ihrem Geleise.

Keine Sonne, kein Stern kann sich der Sehnsucht erwehren,
Alle Leben leiden und lachen auf gleiche Weise.

Leben heißt Sehnsucht verehren;
niemals der Tod, die Geliebte allein kann dir Ruhe bescheren.


(1867 - 1918), deutscher Dichter und Maler






Habt es alle fein und ein wunderschönes erstes Wochenende im neuen Jahr,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit Nova`s Zitate