31. Dezember 2017

Einen guten Rutsch...

...ins neue Jahr 2018


Das Zurufen „Guten Rutsch!“ hat nichts damit zu tun, jemanden aufs
Glatteis zu führen. Vielmehr rührt dieser Gruß „Guten Rutsch!
nach Ansicht der Sprachforscher vom hebräischen Wort für Neujahr ab:
Rosch Haschana (Kopf beziehungsweise dem Anfang des Jahres).
Auf Jiddisch wird aus dem Wort „Rosch“ der „Rutsch“ - und das ist eines
von vielen Wörtern, die wie „malochen“, „meschugge“
oder „Zoff“ aus dem Jiddischen ins Deutsche eingeflochten worden sind.
Mit einem „guten Rutsch“ wünscht man also einen „guten Anfang“.

...alternativ weisen manche Wissenschaftler den Gruß auch auf die
Ableitung des Wortes „Rutsch“ für „Reise“ hin...







Zum Jahreswechsel:

Das Jahr beginnt mit dem Neujahrstage
laut war's in der Nacht, da ich mich frage:
Das Rutschen und das Gleiten
könnten wir doch auch ruhig bereiten...

Wie war mir zumute, dann elend bangst:
Alle Tiere leiden mit, zitternd vor Angst!
01.01.2017_______ Heidrun Stallwanger 


Sind die ersten Sekunden des neuen Jahres angebrochen, so stößt man allgemein mit
einem Glas Sekt oder Champagner an und sagt "Prosit Neujahr" oder kurz "Prost Neujahr".
Wer Latein in der Schule gelernt hat, weiß, dass das Wort "Prosit" lateinisch ist und
übersetzt "Es möge gelingen" bedeutet. Alle diese Neujahrswünsche, ob frei
formuliert oder in Reime gefasst, drücken die Hoffnung aus, dass das
neue Jahr dem Mitmenschen Glück bringen werde.

In diesem Sinne wünsche ich Dir noch schnell ein gutes neues Jahr 2018

Heidrun 

30. Dezember 2017

Zwischen den Jahren...

...mit zwei Rezensionen

Enthält Werbung -

Poesias

Romanische Gedichte und deren Annäherungen

Neugier bestimmte den Entscheid für dieses Büchlein aus dem btb-Verlag. Es liegt zart in der Hand, es hat mit seinem textilen Einband, der an Stickerei anmutenden Gestaltung etwas biederes und bodenständiges. Doch die Texte schaffen den Spagat zwischen dem Ort, der gewöhnlichen Küche - dem chadafö = was übertragen "das Haus des Feuers" bedeutet  - bis zum Mauersegler, dem randurel. 
Fremde, absolut unverständliche Laute beim lauten Vorlesen der Lyrik!
Zur Erläuterung: Wie das Schweizerdeutsche ist auch die vierte Landessprache keine Einheitssprache. Die Leute sprechen verschiedene Dialekte, verstehen sich jedoch trotzdem  untereinander. Die meisten Linguisten unterteilen das Romanische in fünf hauptsächlich gesprochene Dialekte: Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Putér und Vallader. Diese Vielfalt beruht auf der starken Aufsplitterung der Gemeinschaften in einer Region, die für ihre 150 Täler bekannt ist. Es bildete sich kein kulturelles Zentrum heraus, und die fünf offiziellen Dialekte gelten als gleichwertig.

Und ich erkenne mitunter etwas französisches in der Schreibweise, beziehungsweise auch italienische Anklänge. Neugierde, die mich beflügelte und nun begeistert, neben den originalen Verstexten zur deutschen Angleichung in der Übersetzung den Werdegang zu verfolgen. Denn, die Autorin erzählt davon! Ihre eigene Findung dieser Sprache, dem Vallader Dialekt. Ihre spröde Annäherung mit umschlagender Euphorie, die Angelika Overath zu eigenen Lyrik in romanischen Worten hinriss, nebst der Herausforderung die Verse einem breiten Publikum zuzuführen in der deutschsprachigen Ausführung. Es sind bewusst keine 1:1 Übersetzungen, die dabei passierten, sondern jeweils gefühlte Worte und Sätze in zwei Sprachen, die sich auf den Buchseiten zunicken. Das Romanische ist eine Sprache, die mehr und mehr zu verschwinden scheint, doch hier wird liebevoll damit gelebt - Zeile für Zeile.
Das Büchlein ist in meinen Augen eine kleine Kostbarkeit. Das es verdient, öfter in die Hand genommen zu werden.


In üna
lingua estra
tout es da stà...


In einer
fremden Sprache
ist immer Sommer

In der anderen Sprache
lacht alles
Die fremde Zunge
spricht dich
frei



Musikmomente

Eine Anthologie im Geschenkformat

Eher durch Zufall entdeckt, sehe ich - nachdem ich das Buch nun gelesen habe - , dass es eine angenehme Fügung ist. Die autobiographische Erzählung führt die Leser nämlich in eine längst vergessene, vergangene Nachkriegszeit. Ließ mich persönlich kurz in meinen eigenen Erinnerungen in die Kindheit sinken, da ich noch Bilder des zerbombten Münchens vor dem geistigen Auge habe, die ich damals bei diversen Spaziergängen kennengelernt und wahrgenommen hatte, die mir als Kind schier utopisch anmutenden. Und so muss es wohl seelisch dem Autor als Bub ergangen sein. Es ist eine anrührende Geschichte in wohl geformten Worten. Leichtfüßig zu lesen. Gerade recht zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel.

Der Autor.

Ein interessantes Leben offenbart sich mir: Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln als einziges Kind einer Bibliothekarin und eines Vermessungsingenieurs geboren. Vor seiner Geburt hatten die Eltern jedoch schrecklicherweise vier Söhne im Krieg und in der Nachkriegszeit verloren. Im Alter von drei Jahren folgte Ortheil seiner wegen dieser traumatischen Ereignisse verstummten Mutter und sprach ebenfalls nicht mehr. Ich erzähle davon, da es Bestandteil im Buch ist. Erst von seinem achten Lebensjahr an wurden diese schweren Störungen durch einen täglichen, unkonventionellen Schreibunterricht der Eltern allmählich behoben (davon erzählt der Autor übrigens auch in „Der Stift und das Papier“). Kurze Zeit später wurde seine besondere Begabung für das Erzählen bereits deutlich, und er veröffentlichte erste Erzählungen in Tageszeitungen.

Das Schreiben wurde mit der Zeit immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzte seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudio Arrau fort. In Köln, Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur, danach ging er für längere Zeit nach Rom. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium am römischen Conservatorio als Organist an einer deutschen Kirche. Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn arbeitete er als Film- und Musikkritiker und begann später ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloss. Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, 1990 übernahm er eine Dozentur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er "Writer in residence" an der Washington-University in St. Louis/Missouri und 1991 und 1993 "Villa Massimo-Stipendiat" in Rom. 2003 erhielt er an der Universität Hildesheim die erste Professur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Deutschland. Hanns-Josef Ortheil ist Honorarprofessor der Universität Heidelberg und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.





Von guter Laune kann man 

sagen, dass sie eines der besten Kleidungsstücke ist,

die man in Gesellschaft tragen kann.


(1811 - 1863), englischer literarischer Vertreter des Realismus und Zeitkritiker








Weihnacht, wunderbares Land,
wo die grünen Tannen,
sternenflimmernd rings entbrannt,
jeden Pilger bannen!

Glücklich kindlicher Gesang
schwebt um heilige Hügel,
schwebt der Heimat Welt entlang,
Sehnsucht seine Flügel.

Friedenstarken Geistes Macht
sehnt sich, zu verbünden,
über aller Niedertracht
muss ein Licht sich zünden.

Lebens immergrüner Baum
trägt der Liebe Krone –
und ein milder Sternentraum
küsst die starrste Zone.

Karl Friedrich Henckell
(1864 - 1929), deutscher Lyriker und Schriftsteller,
Sozialrevolutionär und Vorkämpfer des Naturalismus



29. Dezember 2017

Der Dunkelgang...

...in Altomünster, eine Noch-Weihnachtsgeschichte

Wie im Monatsrückblick erwähnt, besuchten wir zu den Weihnachtsfeiertagen einmal Altomünster.

Ich hatte  - so meine ich mich zu erinnern - im BR-Fernsehen eine Reportage über den Ort
gesehen und wollte unbedingt dort das Kloster, den Markt und vor allem den
sogenannten Dunkelgang finden und kennenlernen.

Dessen Bewandtnis jedoch weiterhin im Dunklen liegen blieb!

Gesagt - getan...




Hier gegenüber der Gastwirtschaft parkten wir unser Fahrzeug
und starteten eine Exkursion rund um das Kloster, um den Dunkelgang
zu finden



Existenz ist Wandel,
Wandel Reifung, Reifung ewige Selbsterneuerung.
Henri Bergson

Henri-Louis Bergson wurde am 18. Oktober 1859 in Paris geboren und starb am 4. Januar 1941
Er war ein französischer Philosoph und gilt neben Friedrich Nietzsche und Wilhelm Dilthey
als bedeutendster Vertreter der Lebensphilosophie. 1927 erhielt er den Nobelpreis für Literatur



Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
:

Das Leben ist sich wandeln, sich wandeln ist reifen,
reifen ist ohne
Ende schöpferisch an sich arbeiten.

Henri Bergson










Zurück zum Dunkelgang nach Altomünster und
Wikipedia gibt Auskunft

Um 750 ließ sich ein Wandermönch namens Alto im heutigen Ortsgebiet nieder und gründete ein kleines Kloster. Als Beleg seiner Existenz gilt eine undatierte Schenkungsurkunde, auf der die Unterschrift „Signum Altoni reclausi“ (lateinisch in etwa für ‚Unterschrift des Reklusen Alto‘) zu finden ist. In einem Freisinger Missale aus dem 10. Jahrhundert wird sein Fest zum ersten Mal erwähnt. Aus dem 11. Jahrhundert ist eine Vita des Heiligen überliefert, die Vita Sancti Altonis des St. Emmeramer Mönches Otloh, die dieser im Auftrag der neu gegründeten Benediktinerinnenabtei Altomünster verfasste. Otloh betont darin, dass ihm keine schriftlichen Dokumente zur Verfügung standen.
Nach dieser Vita war Alto ein Ire, der in einer Vision den Auftrag erhielt, seine Heimat zu verlassen und sich in einer peregrinatio propter Christum (lateinisch für ‚Pilgerschaft um Christi willen‘) auf Missionsreise zu begeben. Auf diese Weise kam Alto nach Bayern, wo ihm König Pippin der Jüngere einen Wald schenkte (heute noch Altowald genannt) und Alto ein Kloster, das monasterium altonis, gründete, das durch den heiligen Bonifatius geweiht wurde. Hier führte Alto ein heiligmäßiges Leben, was Othlo durch drei Wundererzählungen ausführt.
Für die Tradition, dass Alto das Kloster gegründet habe, gibt es keine Belege. Sie scheint aus einer späteren Zeit zu stammen. Eine Klostergründung lässt sich in Altomünster erst für das 10. Jahrhundert nachweisen.
Gegen 1000 errichteten dort die Welfen ein Benediktinerkloster. Herzog Welf IV. bestimmte 1056 die Mönche zur Besiedlung des neu gegründeten Klosters Weingarten in Altdorf, während die vorher in Altdorf ansässigen Nonnen nach Altomünster kamen. Dort lebten sie bis zur Auflösung des Klosters 1488 durch Papst Innozenz VIII.

Etwa um 1310 verliehen die Wittelsbacher Herzöge den Bewohnern das Bürgerrecht. Am 4. Oktober 1391 erfolgte die Bestätigung der Markt- und Stadtrechte durch Herzog Stephan III. Um 1420 legten die Ingolstädter Herzöge den Marktplatz an.

Im Jahre 1496 übergab Herzog Georg der Reiche den Birgitten von Maihingen eine Stiftungsurkunde für Altomünster, um dort ein Birgittenkloster zu gründen. Am 18. März 1803 wurde das Kloster schließlich aufgelöst, später jedoch neu belebt. Es war bis zum Januar 2017 neben einer Niederlassung in Bremen das letzte Kloster des Ordens der heiligen Birgitta von Schweden in Deutschland.

Drei Legenden umranken die Klostergründung:

1. Rodungswunder

Alto bezeichnete die Bäume, die gerodet werden mussten, mit seinem Messer (das zu seinem Attribut wurde und noch heute als Reliquie im Kloster aufbewahrt wird).
Durch ein Wunder sind die bezeichneten Bäume von selbst umgefallen.
Die erste Erwähnung des Rodungswunders ist im Jahr 1489 zu finden.

2. Vogelwunder

Die selbst umgefallenen Bäume mussten entastet werden. Vögel haben die Äste und Zweige weggetragen und so beim Kirchenbau geholfen. Erste Erwähnung des Vogelwunders in der Gründungsgeschichte von 1534. Im Fresko des Kirchenschiffs erinnern kreisende Vögel über der Gründungszene daran.

3. Quellwunder

Als es beim Klosterbau an Wasser mangelte, ließ Alto mit seinem Stab eine Quelle entspringen, die bald als Heilquelle besucht wurde.

Sie entspringt noch heute unter dem rechten Seitenaltar im Kirchenschiff der Klosterkirche. Das Quellwunder wurde in der Bavaria Sancta von 1615 beschrieben.




Ein Gottesdienst hatte stattgefunden, den wir
natürlich nicht stören durften







Verlinkt mit Nova`s Glockentürme

Glocken
Hinter den Schalllöchern hängen sechs große Glocken, die die Gläubigen zum Gottesdienst rufen.
Nach der Glockenbeschreibung von Prof. Dr. Klaus Peter Zeyer 
stammen sie alle aus der Zeit nach dem 2.Weltkrieg:

1. Altoglocke: Die dem Patron St.Alto geweihte Glocke ist mit 2600 kg und einem Durchmesser von 165 cm die größte Glocke.     

Sie wurde 1950 von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen und erklingt auf den Schlagton b.
Die Inschrift lautet: "Heiliger Vater Alto bitt für uns".

Wer die Altoglocke auf Youtube als Einzelglocke läuten hören möchten, bitte hier klicken zum Link...`
2. Christkönigsglocke, 1300 kg, Durchmesser 135 cm, Karl Czudnochowsky in Erding 1950, Schlagton d´

3. Marienglocke, 900 kg, Durchmesser 115 cm, Karl Czudnochowsky 1950, Schlagton f´


4. Josefsglocke, 600 kg, Durchmesser 103 cm, gegossen von Rudolf Perner in Passau 1990, Schlagton g´
 

                        Die Glocke besitzt eine interessante Inschrift. 


Dr.Walter Kick hat sie übersetzt und ihre Herkunft erforscht:


"NOBIS SUMMA TRIAS PARCE PREGANTIBUS DA JOSEPH MERITIS SIDERA SCANDERE: UT TANDEM LICEAT NOS TIBI PERPETIM GRATUM PROMERE CANTICUM.".
Übersetzung:
"Höchste Dreifaltigkeit, verschone uns, die wir zu dir flehen und lass uns durch das verdienstvolle Zutun des (heiligen) Josef zu den (himmlischen) Sternen aufsteigen, damit wir letztendlich dir immerwährenden Wohlklang hervorbringen dürfen"
Provenienz:
Die für Zeit von 1990 (Glockenguss) ungewöhnliche Inschrift ist einem um 1710 entstandenen Hymnus für den hl.Josef, den Namenspatron von Kardinal Josepho Sacripanti (1642 bzw. 1727), entnommen

5. Birgittaglocke, 350 kg, Durchmesser 95 cm, Karl Czudnochowsky 1949, Schlagton a´

6. Michaelsglocke, 300 kg, Durchmesser 76 cm, Karl Czudnochowsky 1949, Schlagton c´´ Inschrift: "St.Michael bitte für uns"

Für fünf Glocken gibt es ein elektrisches Geläute; die Birgittaglocke muss noch mit der Hand geläutet werden. Die Uhr schlägt an die Christkönigsglocke (Viertelstunde) und an die Altoglocke (volle Stunde). 


Auch von ihnen allen gibt es eine Audioaufnahme im Internet
Bitte hier klicken zum Link...







...und so landeten wir schließlich wieder vor der Gastwirtschaft,
um unser Mittagessen einzunehmen - wir waren hungrig geworden!




 - Einige Impressionen vom Rundgang -



Habt es alle fein und möglichst reibungslos guten Rutsch ins neue Jahr,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

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28. Dezember 2017

Die Rauhnächte...

– (m)eine Anleitung für eine besondere Zeit


Die feierlichen Weihnachtstage sind vorüber.
Ruhig, festlich schön war es: Wir waren gemeinsam gemütlich zu Hause und einmal zum
Festessen in Altomünster - wo wir den sogenannten Dunkelgang beschritten haben.

Wovon ich in den nächsten Tagen posten möchte...




Doch der Alltag erwischt uns längst wieder wie gewohnt am Rockzipfel, denn mein lieber
Mann musste bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag nachmittags wieder ins Büro.
Das versteht sich so im Verlagswesen und natürlich in vielen anderen
Branchen - ich denke speziell an Ärzte und Krankenschwestern,
die in Bereitschaft im Dienst sind, wie eine gute alte Freundin von mir.

Von meinen Bekannten erhielt ich im übrigen folgenden Link, der gerade in diese Zeit
gut passt, mich inspiriert hat. Die Raunächte, die wir momentan erleben, kennenzulernen
und hinzuspüren, was die Natur beziehungsweise uns Menschen früher
beschäftigt hat. In der modernen, schnelllebigen Welt ihnen Raum zu geben:

Es ist die Zeit der Geister, Toten, Dämonen, Orakel, der wilden Jagd…

Laut der uralten Erzählungen sprechen die Tiere in der Heiligen Nacht.
Ebenfalls besteht der Aberglaube, dass man in diesen Nächten keine Wäsche aufhängen soll, somit kann man Unglück vom Haus und dessen Bewohner fernhalten. Ein Ritual, das mir von der Großmutter mütterlicherseits übertragen worden war - so überlege ich dieser Tage, wohin soll ich bloß mit meiner frischgewaschenen Wäsche gehen!?
Weiterhin praktiziert man das Räuchern: In diesen Nächten, die auch als Rauchnächte bezeichnet sind, versucht man zukünftiges Unheil von Haus und Hof mit Räuchermännchen & Co. abzuwehren. Dann schließlich etwaige Spenden z.B. an die Sternsinger und auch an die Müllabfuhr, den Schornsteinfeger - der uns unlängst unvermittelt heimgesucht hatte - um das Glück bewahren.
Anderenorts findet man u.a. im Allgäu noch den Ursprung der Perchten im Zusammenhang mit den Rauhnächten. Was wir auch von unseren gleichaltrigen Bikerfreunden in Ischenhausen wissen. Denn im hochdeutschen bedeutet Rau oder Rauch nämlich „Tierfell“. In diesen Nächten laufen also die mit Tierfellen verkleideten Perchten enorm lärmend herum durch den Ort, um das Böse und den Winter zu vertreiben. Somit wurde die „Wilde Jagd“ symbolisiert.
Das bedeutet, das Geisterreich stand offen und die Verstorbenen hatten „Ausgang“. Die Türen und Fenster wurden in diesen Nächten geschlossen gehalten und den Geistern wurden Opfergaben vor die Tür gestellt, um sie milde zu stimmen. Im Inneren des Hauses wurde, wie erwähnt  geräuchert, um das Böse abzuwenden.



Altes Jahr vergeht.

Wange in die Hand gestützt,
blicke ich ihm nach.


Chji

(Anf. 19.Jh.), eigentlich Chô-i, japanischer Dichter





Monatsrückblick...

Gedanken, Gefühle in Bildern und Text

Was [emp]fand ich im Dezember?

Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,
zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick bei Birgitt.

Ein prall gefüllter Monat war das, dieser Dezember 2017 mit Höhen und
natürlich Tiefen - mit glücklichen und traurigen Momenten:
Erlebnisreich, lustig auch reichlich hektisch
und unterhaltsam durch die Adventszeit und Weihnachten.




So, nun bin ich schon neugierig gespannt auf die Bilder, die Collagen

der anderen Mitblogger zum Monatsrückblick.


Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun


Verlinkt mit dem Monatsrückblick

22. Dezember 2017

Merry Christmas!

Endspurt in Richtung Weihnachtsfest.

Mit heiligem Klang.

Nun ist's demnächst soweit: Weihnachten!

Reicht die Freude noch oder schlägt der Stress auf der letzten Etappe durch?!

Wir, mein geliebter Mann und ich zogen beizeiten die Bremse.
Das bedeutet u.a., dass wir uns
keine Geschenke machen und über diese Entscheidung glücklich sind.

Was wir brauchen, erwerben wir ohnehin im Laufe des Jahres.
Ebenso verhält es sich mit unseren Wünschen.
So hatte ich nach meiner Reha in Höhenried ein wunderbares e-Bike bekommen
und umgekehrt, schenkte ich zeitnah dem Schatz ein ersehntes Teil für seine alte
BMW-Maschine. Damit sind wir zufrieden.





Dagegen versandt ich einige kleine Präsente an Freunde und Bekannte.
Natürlich auch diverse Weihnachtskarten, die glücklich trotz der verschiedenen
Handicaps auf den Weg gekommen waren.
Dazwischen willkommene Pausen, zum Beispiel bei einer schönen Tasse
Kaffee, die mit Schokoladensirup wärmend für Körper und Seele wohl tat.
Aber auch Radiosendungen, die mir gefallen hatten, schöne Musik und auf
dem Bayrischen Fernsehkanal, unserem dritten Programm eine Sendung
beziehungsweise eine Reportage bei SCHWABEN & ALTBAYERN über einen
Glockenexperten, die mich verzauberte: Mit heiligem Klang!

Was hier im Titel für Interessierte in der Mediathek zum Ansehen vorliegt.




Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
:







Keine Spaziergänge, weil es mir weniger gut ging - dafür etliche
Pflichten und Arzt- und Behandlungstermine.
Meine Bilder erzählen von kurzen Momenten, da ich vor einer
Praxis in Augsburg parkte.

Ja, nebenbei auch der Weihnachtseinkauf, der getätigt werden muss wollte.
So traf ich unlängst in dieser Woche auf einem Mann, der ebenfalls
einkaufen war an der Kasse. Dort im Supermarkt erfreuen sich die 
Kunden bei einer Aktion: Sie bekommen ein Comic-Buch bei einer
bestimmten Höhe des Einkaufs. Ich hörte, wie sich der Mann freute für
seine Kindern und bot ihm spontan mein Exemplar infolge an. Er war
dermaßen überrascht und bedankte sich im Namen der Kinder.
Wäre doch blöd gewesen, wenn er nur ein Comic-Buch mit heim
gebracht hätte...

Ich war guter Dinge!


Danke für die reizenden Worte in den Kommentaren zu
meinem Geburtstag: Ich habe mich gefreut und versuche
demnächst noch jedem einzelnen zu antworten.



Nun wünsche ich ein marzipanseliges Wochenende
und sende besinnliche Grüßle zu Weihnachten: Habt es fein!

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.


Verlinkt mit Nova`s ZiB,