30. November 2017

Monatsrückblick...

...Gedanken, Gefühle in Bildern und Text

Was [emp]fand ich im November?


Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,
zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick bei Birgitt.

Ein wiederum voller, prall gefüllter Monat war das, dieser November 2017 mit Höhen und natürlich Tiefen - mit glücklichen und traurigen Momenten: Erlebnisreich, lustig und unterhaltsam waren wir mit Freunden  zu verschiedenen Zusammenkünften gemeinsam aktiv, nach dem Sonntagsbrunch beispielsweise in St. Anna und der Augsburger Innenstadt unterwegs — dazu stehen die Bilder beziehungsweise der Post noch aus oder auch von meiner kleinen Entdeckung an der Kahnfahrt: Die Erdnüsse in der Baumhöhle.


Arbeitsreich forderte weiterhin der Garten mit dem herabgefallenen Laub im Spätherbst öfter den Eingriff in den Beeten und dem Rasen unsererseits und daneben auch zu erwähnen, die Handwerkertätigkeit, da ein ein neuer Fußboden verlegt worden war - mit Vorbereitung und Nachsorge. Natürlich mein Jöbchen, Arzt- und Behandlungstermine, Briefe  - also echte Post - an eine liebe Freundin, die fern von Augsburg auf Reha weilt und sich einsam fühlte...

... und ein Spaziergang der in einem heftigen Graupelschauer endete, mich zu dem nachfolgenden Gedicht veranlasst hat.



Ja, die ersten Schnee- beziehungsweise Graupelschauer erwischten
unsere Region, jagten mit eisigem Wind durch die Straßen.






Geschenke.

Das Stichwort für zusätzliche tägliche Tätigkeit: Kleine Nettigkeiten liebevoll zu verpacken für den Mädelstreff vor dem ersten Advent, für die vielen Arzthelferinnen, die mich nett und freundlich das ganze Jahr über durch die diversen Krankheiten begleitenden und unterstützten und die künstlerischen Kontakte, etwa der Freundeskreis der Thierhauptener Klostermühle. Natürlich sind  Freunde, Verwandte und nicht zuletzt der geliebte Mann zu bedenken - das steht jedoch noch bevor.
Papier ausschneiden, falten kleben, tackern und verzieren...

...eine Besonderheit, die ich mir einfallen ließ: Das Mühlen-Lesezeichen. Es wird mittels zweier Magneten zwischen die Buchseiten geklemmt. Das Motiv habe ich aquarelliert, es ist stilistisch die alte Mühle mit dem Wasserrad.



...liebe Post von Claudia, die mich sehr freute...




So, nun bin ich schon neugierig gespannt auf die Bilder, die Collagen

deranderen Mitblogger zum Monatsrückblick.


Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun


Verlinkt mit dem Monatsrückblick

23. November 2017

Aus der Papierwerkstatt...

...gezeigt, geplaudert und erklärt!

Wie bereits im vorherigen Post erwähnt, fand ein Kurs rund um die
Kunst der Erstellung von Papierschmuck statt. Die Münchner Künstlerin,
Ines Seidel, führte uns durch die verschiedenen Praktiken.
Papierschmuck ist nicht für die Ewigkeit gedacht, es ist individuell und
mit Sicherheit für extravagante Menschen.
Mir gefiel es, obwohl gehandicapt durch einen Kapselriß - ließ ich diesen Kurs
nicht fallen, die Handhabung gestaltete sich äußerst mühsam, Geduld und Hilfe
war gefordert. 

Ein Verfahren zeige beziehungsweise  erkläre ich hier kurz!

Zu meiner Brosche wurde ein altes Buch im wahrsten Sinne des
Wortes zersäbelt: Nämlich grob mit dem Brotmesser geteilt.
Dadurch ergab sich die spezielle Form!

Dann nähte ich an der Unterseite der Brosche eine entsprechende
Sicherheitsnadel fest, damit man das Schmuckstück an der Kleidung
befestigen kann.

Weiterhin verzierte ich mit spiralförmig gedrehtem Messingdraht die
linke und rechte Seite. Ein aufgeklebter Kreis aus Goldfolie kompletiert
das ganze und macht es fein.





Paul Klee, den ich sehr bewundere und verehre ist einer der bedeutendsten
Vertreter der Modernen Kunst.

Er schuf Universales und blieb äußerst individuelle in seinen Werken,
die zwischen allen Strömungen und Ismen seiner Zeit seine Kunst
so einmalig machen. Er gibt Anlass seine Worte zu meinen Papierkunststücken
zu fügen - weil er mich immer wieder aufs neue beflügelt.





- ohne Titel -

I. Was jagen die Menschen dahin,
wie die Wellen vor dem Sturm?
Wer bläst sie an, welcher Wind?
Der Wind ihrer Wünsche bläst sie an.
Aber ihre Wünsche sind eitel.

Ich bin ein Schiffer über ihnen.
Mein Schiff ist stark
und bringt mich ans Ziel.
Es rudert die leuchtende Hoffnung
der schönsten Insel zu.

Ach, wie gewaltig brandet es da,
fast sinkt mein Mut.
Sollte hier zerschellen mein Bestes,
sag an Du leuchtende Hoffnung?

Nein, ich bin jung
und mein Arm ist gut.
Ich muß die Insel gewinnen,
und wären dort die größten Berge,
und hieße ihr höchster Einsamkeit.

Wohlan du freier Hauch dort oben.
Wohlan du Gischt der Brandung.

II.
Noch viel weiter weiß ich zu schauen.
Ich habe erreicht die Insel,
ich siegte über die Brandung,
ohne sie zu löschen.
Sie lebt und frißt.
Mein höchster Berg wird wanken.

Der Schlachtgesang der Wogen ist verstummt.
Die Welt ist ein nasses Grab,
eine weite Öde.

Das Licht erlischt,
dunkel muß sein das Ende.
Im Tag erneut sich das Leben.

Nacht uns allen!
Wir wollen männlich kämpfen
vor dieser Nacht.
Das Leben voran!

Weniger bekannt sind seine Gedichte, die er
so gänzlich ohne Titel schuf...




Mein Armreif der besonderen Art!



Im Dämmer des Frührots bin ich Erwartung.
Werde ich sie ertragen, wenn sie heraufsteigt
    über den Kamm der Berge?


O Bangen des Morgens, wie damals in meinem Leben.

                       Wie damals? 
                                                                Steh' ich im leuchtenden Tag?
                                              Vom Lager auf! 
                                               Viel Arbeit ist da aufzunehmen!



...Ringe für die Finger...


...ein Halsschmuck mit Holzelement.











Hier dagegen ein Anhänger...






Habt es alle fein und einen angenehmen Donnerstag, wünscht

Heidrun

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17. November 2017

ZIB

...heißt es jeden Samstag!

Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
:

Ein Spruch, den ich heute in aller Demut genüsslich beherzigen werde:
Diesmal bin ich als Teilnehmerin in einem Kurs.
Wir erlernen die Kunst Papierschmuck zu kreieren.
Ines Seidel aus München wird uns begleiten.
Derweil der Göttergatte das Haus hütet und die Katze.






Habt es alle fein und einen guten Ausklang der Woche,
wünscht

Heidrun

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16. November 2017

Gyo so bar deh!

Herbst ist Märchenzeit - eine Rezension

- Enthält Werbung -

Gyo so bar deh  -  Guten Tag

Märchen und Fabeln, die das Herz berühren, gesammelt von
einem Burmakenner, dem Autor Jan-Philipp Sendker, der hier
ebenfalls erstmals als Sprecher fungiert.
Ich liebe Märchen und ich liebe Fabeln.


Unlängst las ich einen Aphorismus

"Eines Tages wirst Du alt genug sein,
um Märchen wieder zu lesen."
- C. S. Lewis


Und möchte daher mit Freude von diesen beiden Hör-CD's berichten.

Der Autor.

Meine Recherche ergaben, dass Jan-Philipp Sendker, der im Übrigen
aus Hamburg stammt, über etliche Jahre Amerika- und Asienkorrespondent
der Illustrierten Stern war. Er lebt wohl heute mit seiner Familie in Potsdam.
Beim Verlag Blessing erschien 2000 seine eindringliche Porträtsammlung
"Risse in der Großen Mauer".

Nach dem Roman-Bestseller "Das Herzenhören" (2002) folgten "Das Flüstern
der Schatten" (2007), "Drachenspiele" (2009), "Herzenstimmen" (2012)
und "Am anderen Ende der Nacht" (2016). Seine Romane sind in mehr als
35 Sprachen übersetzt. Mit weltweit über 3 Millionen verkauften Büchern
ist er aktuell einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren - und
war mir bislang trotzdem unbekannt!

Der Inhalt.

Die Fabeln sind nach meinem Dafürhalten wirklich wundervoll für
Jung und Alt geeignet, sich manche nachmittägliche Musestunde
angenehm zu gestalten. Und das nicht nur jetzt aktuell zur
bevorstehenden Adventszeit.

Die eine oder andere Geschichte ist freilich geläufig, was dem
Genuss jedoch mit Sicherheit keinen Abbruch tuen kann.
Es sind akustisch gut vorgetragene Geschichten, die zum
Nachdenken anregen, uns schmunzeln lassen, zum Lächeln bringen.
Und die eines gemeinsam haben: Sie sind vom Kern her gar nicht
so weit entfernt den unsrigen Märchen und Mythen, wenngleich die
Herkunft der Fabeln hier auf den CD's Burma ist, wie bereits der
Titel verraten hatte. Die Figuren müssen den Autor auch zu mancher
Romanfigur, beziehungsweise Einfluss in den Verlauf des
Romans genommen haben, wie ich auch in der Recherche zum
Autor erfahren habe.

Und ich werde bestimmt in der nächsten Saison 2018 im Märchenstadel
in Thierhaupten diese CD einbringen, den Kindern wie den Erwachsenen.

Darüberhinaus - quasi als Mehrwert - sind Ausmalvorlagen, die man
wer will beim Zuhören mit Buntheit erfüllen kann.

Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen




Das Königreich, das wegen eines Tropfens Honig verloren ging

Gesetzesmärchen

Der König und sein Staatsminister standen in übermütiger Laune an einem Fenster des Palastes. Sie aßen gebratenen Reis und Honig und lachten dabei so sehr, dass ihnen etwas Honig auf das Fensterbrett tropfte.

»Eure Majestät«, sagte der Staatsminister, »wir haben etwas Honig auf das Fensterbrett fließen lassen. Gestatten Sie mir, ihn wegzuwischen !«
Der König aber antwortete lachend:
»Mein lieber Herr, es ist doch wohl unter Ihrer Würde, das zu tun.
Ich mag auch keinen Diener rufen, denn der würde nur unsere angenehme Unterhaltung stören. Kümmern wir uns also nicht um das bisschen Honig!«

So lachten und aßen sie weiter, während ein einziger Tropfen des verschütteten Honigs vom Fensterbrett auf die Straße hinunterfiel. Der König hatte das bemerkt. »Sehen Sie, Herr Staatsminister«, sagte er und zog dabei seinen Minister leicht am Ärmel, »unten auf der Straße hat eben eine Fliege durch einen Tropfen unseres Honigs Futter gefunden!«

Als der Staatsminister hinabschaute, konnte er gerade noch sehen, wie sich eine große Spinne auf die Fliege stürzte, während einen kleinen Augenblick später
diese Spinne wiederum von einer Hauseidechse verschlungen wurde.

Da lachten die beiden am Fenster. Sie aßen und lachten auch weiter, als
sie bemerkten, wie eine große Katze mit einem kräftigen Sprung über
die Hauseidechse herfiel und sie mit ihren Krallen fing. Kaum hatte
sie die Eidechse verschlungen, wurde sie von einem bissigen Hund
angeknurrt und angegriffen Selbst als die Eigentümer der Katze
und des Hundes ihrer Tiere wegen in Streit gerieten und dabei
bald die Fäuste gebrauchten, hörten der König und sein
Staatsminister nicht auf, sich über den Vorgang lustig zu machen.

Sie freuten sich sogar noch, als die Streitenden von ihren Freunden
unterstützt wurden und sich nunmehr zwei kämpfende Parteien
gegenüberstanden. Doch recht bald verging ihnen Lachen und
Essen, denn rasch weitete sich der Streit zu einem Kampf aus,
der auf andere Straßen übergriff. In dem nun herrschenden
Durcheinander, das sich auf den Straßen abspielte, rief der
König von seinem Fenster aus den Palastwachen zu, dass sie
Ordnung und Ruhe schaffen sollten. Doch er rief vergeblich,
da seine Wachen selbst schon in den Kampf der beiden
Parteien verwickelt waren. Ihm und dem Staatsminister
half niemand. Innerhalb weniger Stunden war ein
Bürgerkrieg ausgebrochen, die Stadt brannte, und der Palast
wurde zusammen mit dem König und dem Staatsminister vernichtet.

Meine Herren Richter, bemerken Sie bitte, dass es so etwas
wie »kleine, unbedeutende Dinge« nicht gibt. Richter dürfen
nicht zögern, jede Kleinigkeit schnell und genau zu erledigen,
ganz gleich, wie unwichtig sie ihnen erscheinen möge.

Erinnert euch immer, ehrwürdige Richter, an das Königreich,
das wegen eines Tropfens Honig verloren ging !


Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst;
gib ihm deines.
Aus Burma

...und das möchte ich hiermit tun!

Heidrun

15. November 2017

Miau...

...eine weitere Katzen-Story aus unserem Haus


Unlängst bei der lieben Angelface habe ich mich gekugelt vor lauter Lachen.
Und hatte so gar kein Mitleid mit deren nächtlichen Kater-Abenteuer!
Wir haben hatten nämlich zwei Raubtiere, die uns nicht nur um den kleinen Finger
wickeln, sondern auch gehörig auf der Nase herumtanzen.
Inzwischen ist Luzie allein hier die Königin im Haus.

Hat sie um Fanny getrauert?! Wir wissen es nicht!


Tatsache: Wochen vor ihrem Tode mied Luzie das Haus und den Garten.
Wir überlegten zu dieser Zeit, ob sie sich anderweitig eingenistet hätte.



Alles für die Katz.
Es ist einmal wieder so weit, dass ein Post rund um die kleinen

Lieblinge fällig wird — meine ich!

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.
Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.




Nach dem Ableben von Fanny kam sie jedoch zurück und ist verschmuster den je,
wie wir es nicht von ihr kennen. Favorit ist und bleibt mein Mann, den Luzie
regelrecht vergöttert - doch nach der Kuschelrunde mit meinem Ehemann
kommt sie wie selbstverständlich zu mir und "wickelt" sich um meinen Kopf,
liegt auf meinem Kopfkissen und bleibt bei mir während der Nacht.
Das ist zwar sehr, seh lieb aber auch unbequem.

Nicht nur Kater können "lästig" werden, wenn sie sich etwas einbilden!

Mit herbstbunten Grüßen, Heidrun 

10. November 2017

Seufz!

Geteilt mit dem  SamstagsplauschHigh 5 for Friday 

und dem Sonntagsglück

Planung ist alles heißt es!

Was zwischen den Zeitzeilen von Phantasie, Vision, Utopie, meinem überzeugten
Pragmatismus und meiner erlebten Realität abläuft, nenne ich Schicksal.
Die letzten Wochen zwischen dem Kölner Event im September bis heute
zeigten sich holprig, steinig - ich würde meinen wollen, das ein mürrisches
Lenken von oberhalb an meinen Lebensfäden zieht.

Und mitten in den Kursplanungen für 2018:
Ja, mitunter fühle ich mich wie eine bewegte Marionette.

Aktuell im November, vielleicht gerade v o r  der anstehenden Adventszeit innehalten,
sich umdrehen und zurückblicken. Eine eigene Kritik üben ohne hadernd in düsteren
Spinnennetzgedanken zu verfangen, das ist's!


Der Mensch denkt und Gott lenkt, las ich irgendwann - klingt banal.

Lenken wir uns nicht selbst?!




Schwingtüren der Gedanken, die sich nicht nur öffnen und schließen.


Häng kein düsteres Bild an die Wand.
Klage und weine nicht.
Nimm keine negativen Vorschläge an.

Geh uns ruhig mit ständigem Optimismus auf die Nerven.


Ralph Waldo Emerson





Dies ist der Herbst;
der - bricht dir noch das Herz!

Fliege fort! Fliege fort! -
Die Sonne schleicht zum Berg
und steigt und steigt
und ruht bei jedem Schritt.

Was ward die Welt so welk!

Auf müd gespannten Fäden
spielt der Wind sein Lied.

Die Hoffnung floh -
er klagt ihr nach.








Die Optimisten sind die Verehrer der Emotion.


Es gibt einen Optimismus der Kraft und einen der Oberflächlichkeit.

Der Erstere versteht es,
den Schmerz zum Meister zu machen
und der Letztere zum Flüchtling. 





Doch, doch - das können wir, beeile ich mich anzuführen, schließlich
belegen diverse berufliche als auch private Erfolge diese These.

Trotzdem, es passiert erlebnisreich täglich das Gegenteil in
ferngesteuerten Aktionen.

Also hygge draufhauen - oder so ähnlich...

...na, wer wird den gleich! Keine Abweichungen in den Defaitismus!
Ts, ts, ts - das macht frau im 21. Jahrhundert längst anders.

Ich umrunde das Thema ausführlich, den von allen Seiten betrachtet
eröffnet es sich in seiner Vielfalt.



_______



Der Optimismus ist der wahre Stein der Weisen,

der in Gold verwandelt, was immer er berührt

- Edwin Hubbell Chapin

Ereignisse sind nur die Schalen der Ideen.
_______






Was kommt nach dem Update zum Optimismus!?


Was wir brauchen ist Nüchternheit:
Einen Pessimismus des Verstandes,
einen Optimismus des Willens.
Antonio Gramsci

(1891 - 1937), italienischer Politiker,
beteiligte sich 1921 an der Gründung der italienischen KP und war deren Generalsekretär

Gramsci, den ich im Zusammenhang mit meiner Rezension
zu Ecco entdeckt hatte, mir also kein Unbekannter mehr ist.





Ich übe noch, liebes Herz, hab' Geduld und Nachsicht mit mir.


Ich bin Pessimist für die Gegenwart,
aber Optimist für die Zukunft.

Wilhelm Busch
(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche






Ein gemäßigter Optimismus,
wie er ja ohnehin
aus einer echten Philosophie des Lebens entspringt,
gehört zur Diätetik des Herzen.

Ernst Freiherr von Feuchtersleben
(1806 - 1849), öster. Arzt, Popularphilosoph, Lyriker und Essayist
Quelle: Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 1838






Habt es alle fein und einen guten Ausklang der Woche,
wünscht

Heidrun

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100H²O

...zugegeben, es klingt kryptisch!

Die Vorbereitungen laufen für die nächsten Semester in 2018/19.
Telefonate, Korrespondenz via Email, per Post und WhatsApp - aber
vor allem auch persönliche Gespräche vor Ort sind notwendig
zur Planung und Organisation meiner verschiedenen Kurse für
Kinder und Erwachsene.



Zunächst beginnt es mit einer kleinen Idee, die sich so oft und gerne in
manch' schlafloser Nacht in meinen Kopf einschleicht. Diese Idee notiere ich,
baue sie weiter aus - schließlich muss der erste Gedanke erprobt sein,
was im Unterricht Bestand finden kann.

Dann und wirklich erst dann erfolgt die Grobkonzeption, wie ein Kurs gestaltet werden könnte.
Doch dieses Jahr sind es überwiegend bereits erfolgreich absolvierte Themen, die ich erneut aufgreife:
Typographie im Stile von Hundertwasser und im Stil von Keith Haring.

Doch da sind auch innovative neue Ideen...
...die erst ausgegoren werden wollen.


100H²O

Eine merkwürdige Benennung. Zunächst!
Doch es steckt ein Imperium an Kreativität dahinter.

Eine einzigartige Lebenseinstellung.



Friedrich Stowasser, war ein österreichischer Künstler, der vorrangig als Maler, aber auch in den Bereichen Architektur und Umweltschutz tätig war. Sein Künstlername ergibt sich daraus, dass "sto" in slawischen Sprachen hundert heißt. Vollständig lautet sein Künstlername:

Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser - weil er die
Regentropfen, das Wasser überhaupt über alles liebte, sich
der Natur beziehungsweise der Natürlichkeit verschrieben hatte.



Meine persönlichen Erinnerungen reichen zurück bis in die 80er Jahre,
da in München die Olympiade vorbereitet wurde und natürlich auch Reklame erfolgte:
Für die XX. Olympischen Sommerspiele 1972 in München hatte nämlich
Hundertwasser das offizielle Plakat kreiert.

Später kam "Österreich zeigt den Kontinenten Hundertwasser" als Weltaustellung hinzu.
Das Plakat und seine Bilder, die 1974 im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris
ausgestellt wurden und bis 1983 nacheinander an zahlreichen Orten der Welt zu sehen waren.
Im Jahr 1975 begann Friedensreich Hundertwasser, Postwertzeichen zu entwerfen
("Der Spiralbaum", Republik Österreich, 11. Dezember 1975).

Im selben Jahr propagierte er in München die "Humustoilette", eine Toilette,
in der Fäkalien kompostiert werden. Sein Heimatland zeichnete ihn am
14. Februar 1981 mit dem Großen Staatspreis aus.

Hier in einem älteren  Post  traf ich auf diese Plakate... zufällig!


. : .

Zitat im Bild.

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in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
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Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .


Habt es alle fein und einen guten Ausklang der Woche,
wünscht

Heidrun

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6. November 2017

Die Ökosiedlung in Köln

::: Kunst in Köln II. :::


Noch einmal Post von meinem Aufenthalt in Köln mit Bildern, meinen
persönlichen Eindrücken und Hintergrundinformationen. Begleitet mich einfach auf
der Hin- beziehungsweise Rückfahrt und natürlich vor Ort in Köln...
Achtung: Bilderflut!

Ein Post u.a. für Paleicas Thema

S t r e e t a r t

Also linking to Tuesday's Treasures

Die Abfahrt: Mit Zugverspätung am Bahnsteig in Augsburg.
Der Bahnhof ist seit geraumer Zeit eine Baustelle und kein wirkliches Ende in Sicht.







Ein Gedicht von Georg Heym, das zu der Stadtansicht für jede Stadt passt...

Der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knieen um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.

Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.

Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.

Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frisst sie auf, bis spät der Morgen tagt. 

Die Stärke ist, zu wissen, bis wohin, und von wo an nicht mehr, man der gewöhnlichen Umgebung Concessionen machen darf.


(1887 - 1912), deutscher Lyriker und Expressionist mit pessimistischen Visionen 
Quelle: Georg Heym Lesebuch. Gedichte, Prosa, Träume, Tagebücher, hg von Heinz Rölleke, Verlag C.H. Beck, München 1984. Aus den Tagebüchern. Februar/März 1911. Originaltext 






















Sankt Katharina von Siena.

In Blumenberg befindet sich außerdem mit Sankt Katharina von Siena ein bemerkenswerter
Kirchenbau, der 2003 eingeweiht wurde. Zu dem Ensemble gehören neben der Kirche ein
Kindergarten, Pfarrbüro, Pfarrsaal, Wohnungen und Praxen sowie eine Tiefgarage.
In der Begründung für die Auswahl des Entwurfs führte die Jury unter anderem aus:
Die Kirche in der Mitte des gesamten Gebäudekomplexes fasziniert durch ihre unkonventionelle, neue Gestaltung. Sie wird bestimmt durch die Ausrichtung der Gemeinde quer zur Längsachse des "schiffsförmigen" Raumgrundrisses und seiner beiden Zugänge an der Bug- und Heckseite. Der introvertierte Kirchenraum als Spange zwischen zwei Straßen bildet ein überraschendes Raumerlebnis. Über die Glocken beziehungsweise die Glockentürme fand ich vorab noch nichts, doch eventuell kann ich über meine liebe Freundin mehr dazu erfahren.




Kölner Viertel.

Die im Titel besagte Ökosiedlung liegt im Stadtteil Blumenberg, dessen Gebiet ist
dabei einer der jüngsten Kölner Stadtteile, doch war dies bereits vor Tausenden von
Jahren besiedelt, wie meine Recherche ergab.

Ausgrabungen Ende der 1980er Jahre legten Spuren einer Besiedlung frei, die zurück
auf etwa 3500-4000 vor Christus zu datieren ist. Für die Zeit um 1000 vor Christus fand
man elf Hofbereiche mit Pfahlbauten.















































Im Mittelalter fand dann die Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288 in der "Fühlinger Heide"
statt. Ein Teil davon heißt seitdem Blumenberg. Der Name „Blumenberg“ für den Stadtteil
wurde am 7. Oktober 1963 vom Stadtrat beschlossen und geht wie der schon länger existierende
Blumenbergsweg vermutlich auf den ehemaligen Bloemberger Hof zurück, der sich im Jahr
1602 auf dem Gebiet nachweisen lässt. Der Name dieses Hofes lässt sich als Euphemismus
für den „Blutberg“ auffassen, der eben der besagte Ort der Schlacht von Worringen war.
Ein nahe gelegener Feldweg am südlichen Rand des Worringer Bruchs parallel
zum Blumenbergsweg heißt „Am Blutberg“.

Die Ökosiedlung wurde 1989 von dem Architekten Reimund Stewen erstellt mit passiver
Solarnutzung, natürliche Bautechnik (Holzskelettbauweise mit 20% Lehm- und 80%
Strohausfachung), einem sparsamem Umgang mit Grund und Boden, soziale Vielfalt
und Kostenersparnis durch gemeinschaftliches Bauen standen im Vordergrund,
sowie der Einsatz von ökologischer Haustechnik, Müllsammlung, Recycling,
Einrichtung von Privatgärten.















Habt es alle fein und einen angenehmen Start in die neue Woche,
wünscht

Heidrun

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