30. August 2016

Blitz und Donner...

...gab es am Montag – und den
ersehnten Regen für den Garten 


Nachdem ich Montagvormittag meine Einkäufe erledigt hatte, setzte ich mich auf die Terrasse und beobachtete den Regen. Ich hatte Glück und war noch trockenen Fußes nach Hause gekommen. Das Wetter kündigte sich längst an, große dunkle Wolken am Himmel von Nordosten kommend, eilten sich die Regenlast herauszuschütteln. Während mein Mann in einer anderen Stadtgegend unterwegs war und von einem Hagelschauer erzählte, so dass er sich mit dem Motorrad an einer Tankstelle unterstellen musste.




 Einen blinden Passagier, entdeckte ich außerdem:
Auf der Windschutzscheibe des Fahrzeugs.



Zu Hause.

Unser geliebtes kleines Fannyliesl ängstigt sich bei Donner und lag unter der Couch im Wohnzimmer beim ersten Schlag. Wir suchen dann jeweils nach ihr  - und dieses neue Versteck wird nun gelistet - um sie zu beruhigen. Früher war es der Gewittertisch. Ein Überbleibsel aus dem Haus der Großeltern, an dem mein Herz hängt. Quadratisch mit einem Fach unter Tischplatte, stand dieses Möbelstück länger im Flur; praktisch um schnell die Tasche abzusetzen, die Post hinzulegen bis mein Mann ihn zu sich in seinen Raum holte. Und Fanny sich einen weiteren Unterschlupf suchen musste.

Währenddessen Luzilie oben auf der Couch thront, als ginge sie das
Ganze überhaupt nichts an.





Wo sind die Lerchen hin geflogen

Wo sind die Lerchen hin geflogen,
die sonst den jungen Tag begrüßt?
Hoch schweben sie am Himmelsbogen,
von Morgenlüftchen wach geküsst:
Es floss ein Regen süßer Lieder
herab auf die beglückte Welt,
und alle Herzen tönten wieder,
und jedes fühlte sich ein Held.

Jetzt schweigt die Flur! – Lautlose Schwüle
liegt ausgegossen weit und breit,
die Willkür ruht auf seidnem Pfühle
und freut sich ihrer Sicherheit:
Als hätte mit den freien Kehlen
sie auch die Herzen stumm gemacht!
Als schwiegen zitternd alle Seelen,
weil sie die Lippen überwacht!

Ich aber sah die Wolken steigen,
und Blitze zucken um den Turm –
Ja, es ist wahr! Die Lerchen schweigen,
allein sie schweigen  vor dem Sturm!
Ihr habt das Lied nicht hören wollen,
euch hat die Lerche nichts gelehrt:
Wohlan, so wird der Donner rollen,
und statt der Saite klirrt das Schwert!
(1816 - 1872), deutscher Publizist, Lyriker und Romancier
Quelle: Prutz, Gedichte. 1857







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Habt es alle fein, wünscht

Heidrun



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28. August 2016

Monatsrückblick August...

...ein turbulenter Monat!



Es wird wieder Zeit für den Monatsrückblick. Es gab sowohl glückliche als auch traurige Momente.

Einen besonderen Augenmerk möchte ich auf diesen Video-Clip lenken!

Mobbing unter Kindern, in der Schule




Das Video zeigt ein Mädchen, das von anderen Mitschülern gequält wird. Entdeckt habe ich es bei
Astrid vom Blog lemondedekitchi . Ich finde es wichtig, dem Beachtung zu schenken!

Mancher weiß wie schlimm Mobbing für Erwachsene tatsächlich ist. Wie viel härter
muss es jedoch für Kinder sein.





Was [emp]fand ich im August ?


Verschiedenes steht ohnehin in den Posts für den Monat August, was mir jedoch
keinen eigenen Post wert war, erzähle ich noch nebenbei hier zum Monatsrückblick.

Daneben verschwindet doch alles andere, was uns an nervigen Anlässen im Alltag eventuell plagt, finde ich. Nämlich: Die Nachricht aus dem Autoradio am Mittwoch dieser Woche, das schlimme Erdbeben in Mittelitalien.





Wer hat schon einmal an der Kasse gestanden und der Computer stürzt momentan ab, als man endlich an der Reihe war!? Wohlgemerkt, mit der Karte im Terminal, um gerade die Abbuchung zu veranlassen.

Mir passierte dies, wie gesagt als ich gerade mit der Karte zahlen wollte. Dann ging das Hickhack los: Die Kassiererin überfordert, ruft eine Kollegin. Die Kollegin bekommt ausführlich erklärt, derweil die Schlange der Wartenden immer länger und länger anwächst. Die zweite Kollegin rät den Rechner herunterzufahren. Für mich stellt sich die Frage, wurde die Summe verbucht oder nicht. Man versichert, die Summe ist auf gar keinen Fall abgezogen worden. Also versuche bar zu bezahlen, was natürlich nicht geht, da die Kasse gesperrt blieb, so lange der Rechner neu startet. Die Schlange der Wartenden wird umgeleitet auf eine andere Kasse. Die Kundin nach mir leistet treu Gesellschaft, tut Computer-Wissen kund. Ich stehe verloren da und überlege, ob ich noch rechtzeitig zum Pudding nach dem Mittagessen zu Hause aufschlage!? Ich bekomme Durst und Wut. Ich möchte jetzt BITTE bezahlen. Nein, der Rechner lässt noch auf sich warten: Es sind inzwischen gut 60% hochgefahren, die wartende Schlange, Menschen die bezahlen dürfen, wird weniger. Wie lange wird es dauern? Die Kassiererin hat keinen Humor, reagiert patzig. Ich bekomme Wut und Durst.

Die Kassiererin glaubt immer noch, dass die Summe nicht verrechnet worden sei mit meiner Karte. Die Kundin hinter mir, immer treu wartend macht Witze. Ich entgegne, dass ich unlängst selbst im BIOS zugange war, meinen Laptop selbst- ohne meinen Mann zum Laufen brachte, mich also auskenne. Endlich nach gefühlten Ewigkeiten gibt es Computergeräusche, die ahnen lassen, dass etwas voran geht. Ich komme um vor Durst. Die Kassiererin kassiert mich ab und kritzelt noch eine Botschaft auf den halben abgerissenen Bon: Der Rechner sei abgestürzt, die Kundin - ICH - hat bezahlt, wenn der Betrag trotzdem abgebucht sei, könne ich mit dem (halbe) Bon und dem Kontoauszug (wie kommt frau um Gotteswillen daran, überlege ich trotz Flüssigkeitsmangel) vorlegen und würde mein doppelt bezahlte Summe zurück erhalten. Ich taumele traumatisiert hinaus, zum Parkplatz zu meinem Fahrzeug und denke an Bill Murray und den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier- wobei ich (!) nicht geschlafen habe...


Am selben Tag fuhr ich noch zum Tanken, zahlte mit meiner Karte, ohne Probleme.


...übrigens, die Summe wurde doch (!) abgebucht. Mein Mann konnte zwei Tage später den Vorgang an unserem Apple Powermac einsehen, produzierte ein PDF, druckte den Kontoauszug aus. Und ich fuhr zu meinem Termin, um danach mein Geld abzuholen. Ging in den Laden an die Kasse, zeigte die Notiz der Kollegin, was unglaubliches Blicken erzeugte, die Kassiererin veranlasste die Oberste anzurufen, die nach fünf Minuten kam, den ganzen Vorgang erklärt bekam, sagte sie müsste das überprüfen, warum ich nur einen halben Bon hätte, wo der Rest sei!!!?? Ich bekomme Durst....

Übrigens, wer meint, dass ich eine Entschuldigung bekommen hätte, der glaubt auch noch an das Sandmännchen.



Weiterhin verlinkt mit Jaelle`s Aktion

Wer sich gerne am Projekt Alles für die Katz beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.

Sichtlich wohl fühlten sich unsere beiden kleinen Schätzchen: Wir saßen öfter auf der Terrasse und das gefiel den beiden gut. Sie zeigten abwechselnd wie sie auf den Lebkuchenbaum beziehungsweise den Erikastrauch klettern können. Wobei das hinauf kraxeln immer noch einfacher zu gehen scheint, im Gegensatz zum heilen Absteigen vom Geäst. Da wird mitunter die Hilfe vom Herrchen erwartet. Ich für meinen Teil lasse es, da ich schon einmal gestürzt und mir den Arm am Zaun aufgeschürft hatte.



Mein Part ist beide zu loben!


Habt es alle fein und einen hoffentlich guten Start in die neue Woche,
wünscht

Heidrun

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Ferien im Kopf...

...bei heißen Temperaturen!

Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
rund dem Sonntagsglück



Die Ferien dauern zumindest hier in Bayern noch an. Doch meine Arbeitswelt sieht anders aus: Die Kurse für das kommende Herbst-Winter-Programm harren nämlich der Ausarbeitung. Das bedeutet konzeptionelle Vorbereitung, die Inhalte zum Teil schon serienreif für den Auftritt im Kurs ausprobieren, verwerfen und weitere neue Ideen entwickeln - und nicht zuletzt den Text für den Kurs in den Medien (Print und Internet) schreiben.

In den letzten Tagen, wohl auch hitzebedingt, ging das alles ziemlich zäh. Und: Natürlich möchten wir ebenso den echten Sommer nicht vollkommen verpassen und uns das sonnige Leben ein Stückchen weit gönnen. Die Tage verkürzen sich ohnehin zusehends, der Herbst lässt sich bereits ahnen, wie wir in unserem Garten schon beobachten können.

Also sitzen wir unter der Markise auf unserer Terrasse und unterhalten uns zu zweit oder zu mehreren, mit Freunden, Arbeitskollegen. Jeder erzählt vom Urlaub mit oder ohne Enkel, mit oder ohne Partner. Wir, mein Mann und ich berichten von unseren Bikertouren... und dabei fiel mir wieder ein, dass wir früher ohne die beiden Lieblings-Katzen tatsächlich weiter weg verreist sind, mit Hotelbuchung, auch ins Ausland. Mit Hund!

Das war mitunter abenteuerlich, da der Schlingel uns beispielsweise am Bodensee kurzerhand davonlief  - während wir die Koffer auspackten - auf Entdeckungsreise ging. Wir hatten ihn auf der Terrasse hinter einer Barrikade kurz aus den Augen gelassen, vermeintlich sicher gewähnt und schon war er verschwunden.  Wir suchten ringsherum zwischen den angrenzenden Obstbäumen, im Ort - der Hund war weg. Resigniert wanderten wir zum Hotel zurück und sahen ihn auf der Sonnenterrasse  munter unter den Gästen, die ihn vermutlich noch mit Kuchen gefüttert hatten.




(m)ein Bild für den Sonntag



Lim-Biss

Eine alte Dame aus Hessen,
die liebte es, auswärts zu essen.
Doch einst im Lokal
gab’s für sie kein Mahl;
sie hatte die Zähne vergessen.

Ein Hundehalter aus Peine
vergaß für den Pit Bull die Leine.
Der rannte ihm fort
und biss dann vor Ort
im Metzgerladen die Schweine.

Ein Steuerfahnder aus Füssen
Betrüger suchte, verbissen.
Als er auch welche fand,
meinten die süffisant,
sie hätten reine Gewissen.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!


In manchen Bundesländern gehen die großen Sommerferien wieder zu Ende, die Schule beginnt.
Für alle anderen, die das schöne Wetter noch auskosten können: Wünsche ich einen angenehmen
Sonntag!

Heidrun

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27. August 2016

Zitat...

...oder kurz gesagt: ZiB am Samstag,

eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von Nova.

...ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing


Ein kurzer Post - jedenfalls für meine Verhältnisse - mit einem weiteren Blick in die schöne Altstadt von Augsburg, in die untere Ebene sozusagen, wo arbeitsreiches Leben auch in der geschichtsträchtigen Vergangenheit war, von heute betrachtet. Da es tatsächlich auch richtig bunt zugeht: Fähnchen am Kanal, an den Fenstern, eine Sammlung von Schirmhüllen und einiges mehr.


Wir dagegen waren im Boheme, zu Kaffee & Kuchen. Ließen es uns gut gehen.

Und ein Hinweis in eigener Sache:

Kochen mit Esprit  - *klick - ein Interview mit Susann Till.












Mein Zitat von Bechstein entliehen.



Leben

Was ist des Menschen Denken?
Ein Labyrinth voll Nacht!

Was ist des Menschen Können?
Ach, eines Kindes Macht!

Was ist des Menschen Wissen?
Von einem Meer ein Schaum!

Was ist des Menschen Leben?
Ein kurzer, bunter Traum.


(1801 - 1860), deutscher Archivar, Märchensammler- und Erzähler

_______

Habt es alle fein und ein wundervolles Wochenende,
wünscht

Heidrun

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24. August 2016

Abschied...

...und Trauerarbeit.

Ein letzter Gang.

In der vergangenen Woche fand die Beerdigung einer alten Dame statt. Sie war die Mutter einer lieben Blogfreundin und ich habe sie anlässlich meiner Vernissage vor Jahren kennen und schätzen gelernt. Die Beerdigung fand in kleinem Kreis einen würdigen und feinen Abschied. Ein evangelischer Pfarrer sprach, zeigte die wesentlichen Lebensabschnitte auf und es wurde andachtsvoll das Lieblingslied der Verstorbenen gespielt. Der Sarg eskortiert von den Trauergästen wurde hinaus gebracht, es gelang Abschied zu nehmen.

Wir gingen auseinander, jeder der Trauergäste in sein eigenes Leben, das wartete erfüllt zu werden. Die Trauerfeier fand übrigens in der Aussegnungshalle des Augsburger Neuen Ostfriedhofes statt.


Das Sterbebild mit Spruch






Am Abend nach der Beisetzung rief mich meine Freundin nochmals an und wir sprachen noch länger über die Feier, den Verlust, Trauer und Tränen. Für den Zurückgebliebenen in Trauer wäre eine Auszeit – in welcher Form auch immer  dringend angesagt, das vertrete ich als meine Meinung. 

Dieser Gefühlsmarathon MUSS daher nachhaltig von Körper, Geist und Seele abgetragen werden, Schritt für Schritt. Nur so sorgt der Mensch für sich, um Schäden der Gesundheit zu vermeiden. Ich lese übrigens gerade in einem Buch, das sich mit dem empathischen Gehirn, mit unseren körperlichen und geistigen Bewegungen beschäftigt...

...ich denke an die Freundin und habe ein Ohr für sie frei, wenn sie sprechen möchte!









Wie kleidet man sich?

Stellte sich mir die Frage, da es keine unmittelbare eigene Verwandtschaft war. Trotzdem sollte es angemessen sein. Leitend war natürlich auch der Blick auf die Wetterlage. Denn es sah nach Regen aus. Meine anthrazitfarbene Leinenhose mit einer sommerlichen schwarzen Bluse traf dann die Kleiderordnung, nach meiner Ansicht nach gut. Entsprechendes Schuhwerk in schwarz komplettierte das Outfit.





Wie kondoliert man?

Zunächst beobachtete ich die Freundin, ob sie im Gespräch mit jemand stand, wartete einen passenden Moment ab, um ihr zu begegnen. Die Worte zuvor in Gedanken geordnet, was für mich sehr wichtig war, meiner Freundin mit Trost spendenden Sätzen entgegen zu treten. War es mir doch einmal in der Vergangenheit passiert, dass mich selbst die Traurigkeit so überfiel - mich übernahm, dass ich selbst in Tränen ausgebrochen war! Tränen sind selbstredend erlaubt, dem Anlass angemessen - und trotzdem, beim Aussprechen der Beileidsbekundung hinderlich.




23. August 2016

Ein Ferientag...

...Bilder von der Papierwerkstatt.

_ Blog-Aktionen 
mit WednesdayAroundTheWorld und

mit Image-In-IngFloralFriday geteilt


Der Sonntagvormittag war noch ausgefüllt mit diversen Vorbereitungen, vor allem jedoch nach der Checkliste den Koffer zu packen, der alles enthalten sollte, was ich für diesen Tag in der Papierwerkstatt  *klick geplant hatte, unter der Überschrift:

Lustiges Allerlei.

Und der Sonntag gestaltete sich tatsächlich ganz nach diesem Motto. Acht Kinder hatten sich in die schöne historische Stube des Klostermühlenmuseums in Thierhaupten *klick eingefunden, um in meiner Papierwerkstatt zu basteln. Eine interessierte nette Schar sorgte für Abwechslung, Lachen, Fragen und natürlich den gefertigten Papierfiguren und Schmuck, beziehungsweise den Werken aus Karton. Die Betreiberin, Claudia Drachsler, verwöhnte uns alle noch mit Saft und Butterkeksen, die hochwillkommen angenommen worden waren.







Spiel

Im Nachbarhof – oh schöne Welt!
Mit Brettern, Stangen, Dielen,
wie ist da alles vollgestellt,
recht zum Versteckens spielen.

Da ist ein Hügel, ein Mauerloch,
ein kleiner Stall für Schweine,
des Hundes Hütte und dazu noch
die lustigen, großen Steine.

Wie uns in stiller Seligkeit
die Stunden da entschwinden
kein schönrer Fleck ist weit und breit
auf dieser Welt zu finden!

In allen Winkeln groß und klein
die einen sich verstecken,
die andern suchen aus und ein
an allen End' und Ecken.
Es folgen Hund und Vögelein
dem fröhlichen Gewimmel.

Oh Kind, dir ist kein Raum zu klein,
und jeder Raum ein Himmel!

(1830 - 1894), deutscher Textdichter






Die Stunden verflogen und zum Schluss gab es noch ein Gruppenfoto, von den Kindern, die sichtlich stolz ihre Werke zeigten. Sie bleiben mir bestimmt in Erinnerung.



Toni, die mit ihrer Zwillingsschwester aus Kiel zu den Ferien nach Bayern durfte und in der Nähe bei der Oma wohnten...





Die Zwillingsschwester und eine ganz liebe Freundin, die mit guter Laune die anderen Teilnehmer ansteckten.






So weit so gut!

Jedoch galt es nach der Bastlerei den Tisch und den Raum wieder orginal ordentlich und sauber zu hinterlassen: Der große ausgezogene Tisch glich einem Schlachtfeld! Das Aufräumen dauerte eine gute halbe Stunde. Auch unter dem Tisch fand ich Papierreste. Das war mir eine Lehre!






Trotzdem trat ich nach dem Aufräumen und Verabschieden beschwingt die Heimfahrt an, kam einer Stelle vorbei, die mir ganz kurz auf dem Hinweg im Blickwinkel aufgefallen war: Es lag kein Igel, wie ich zuerst vermutet hatte, es lag eine Katze wie schlafend auf der Seite. Kein Zweifel, sie musste angefahren worden sein und starb an dieser Stelle.

Das betrübt mich jedesmal unendlich, wenn ein Tierchen so auf den Straßen sterben muss.




Zu Hause erwartete mich bereits der Göttergatte mit dem gedeckten Abendbrottisch
und dem restlichen O`batztn *klick  auf mich.


Dazu liegt ergänzend noch ein Satz eingefügt vor, den ich dringend zu meinem Rezept schreiben wollte! Denn die Haltbarkeit bei sommerlichen Temperaturen ist äußerst begrenzt.



Mein O`batzter mit Blütendekor


Eigentlich sollte man meinen das herrliche Sommerwetter nutzend auf der Terrasse zu essen, doch erstens kommt es anders zweitens als man denkt: Beide Terrassenstühle waren – wie so oft – von dem dicken Nachbarskater in Beschlag genommen. Neu war es jedoch, dass auch unserer Luzie daneben lag, da sich die beiden sonst nicht vertragen...



Habt es alle fein, 
wünscht

Heidrun

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_ Blog-Aktionen 

mit Image-In-IngFloralFriday geteilt

21. August 2016

Bitte, zu Tisch!

Rufe ich heute und biete ein Rezept,


Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
und dem Sonntagsglück

Der O`batzde.

Kulinarisch neben dem obligaten Schweinsbraten mit seidigen Knödeln, Krautfleckerln, Semmelknödeln, ein so typisches Schmankerl, wie es liebevoll bairisch von den Leckerbissen am Tisch her heißt. Die meisten mögen ihn, den O`batzden. Und wir zu Hause lieben ihn selbst zubereitet besonders. Zugegeben, es ist tatsächlich eine ordentliche Batzerei, bis dass diese besagte ur-bairische Brotzeit-Spezialität auf dem Tisch steht. Übrigens kennt man ihn in der Schweiz auch als Gmanschten...

Von jeher zerdrückte man also den Camembert mit einer Gabel. Die Rezepte sind so variantenreich, wie man es eben möchte zu einem deftigen und frischen Brot. Da ich zuletzt jedoch die Gabel mit lauter Drückerei verbogen hatte - es erfordert eine gute Portion Muskelkraft - nahm ich diesmal meinen elektrischen Küchenfreund zu Hilfe, der das bestens bewältigte. Am Samstagabend ließ ich mich darauf ein und bereitete also diese Gaumenfreude für uns...

Das Rezept.

Ursprünglich muss man wohl annehmen, wurde der zerdrückte Käse, der Camembert, verlängert mit einer reichlichen Menge an Margarine. Man musste eben sparen. Denn der Käse war teuer. Später ersetzte man die Margarine - kalorienbewusst - mit Quark. Egal. Es schmeckte so oder so zur Brotzeit am Nachmittag oder am Abend.

Ich nehme einen guten Camembert, der Zimmertemperatur haben sollte, zerdrücke ihn, füge fein gehackte Zwiebelchen dazu, den erwähnten Quark – das ergibt eine geschmeidige Konsistenz. Abgeschmeckt wird der O`batzte schließlich mit etwas Paprika, ich verwendete Rosenpaprika, eventuell gibt man Kümmel dazu.

Diese Spezialität mit Zwiebel zubereitet sollte möglichst noch am selben Tag gegessen werden. Maximal tags darauf!





Des späten Sommers Feuer schwelen;
sein Abschiedslied wirkt traulich mild,
stimmt ein ins goldne Ernte-Bild.
Es lässt sich nun nicht mehr verhehlen,
dass diese Zeit ist bald erfüllt.

Im Park verrät uns Flüstern leise,
dass hier die Nuss gereift nun fällt
aus ihrer grünen Schalen-Welt.
Es endet ihre Raschel-Reise,
wo flugs das Eichhorn sie behält.

Schon setzt der Frühherbst seine Zeichen,
Zugvögel ziehen übern Rhein;
am Haus grüßt rot der Wilde Wein,
und Blattgold ziert die Birken, Eichen,
lädt uns zum„indian summer“ ein.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!


In manchen Bundesländern gehen die großen Sommerferien wieder zu Ende, die Schule beginnt. Für alle anderen, die das schöne Wetter noch auskosten können: Wünsche ich einen angenehmen Sonntag!

Heidrun

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18. August 2016

Sommer in der Stadt...

...mit angenehmen Temperaturen.

Teil II.
Geteilt mit Image-in-Ing und
mit Photo Friday 

Sommer in der Stadt.

In den großen Ferien, wenn die meisten Familien in den geplanten gemeinsamen Urlaub fahren mit Kind und Kegel, ja dann wird es in den Städten ruhiger. Okay, es haben sich manche Arztpraxen ebenfalls in die wohlverdiente Auszeit verabschiedet, oder auch manch` ein Unternehmen, dass sich diesbezüglich anpasst. Es ist auf jedem Fall deutlich leichter einen Parkplatz in der Innenstadt zu bekommen, die B2 / B17 als Hauptverkehrsader Nord-Süd von Augsburg ist problemlos zu bewältigen - lediglich bei den Dauerbaustellen klemmt es nach wie vor ein wenig.

Im
zweiten Teil meines Berichts schritten wir von der unteren Altstadt kommend die Treppen hinauf am Rathaus vorbei in Richtung Maximilianstraße - die Pracht- und Partymeile von Augsburg schlechthin. Hier feiert die Jugend u. a. und natürlich lockt die historische Kulisse, die Hinterhöfe, wie etwa der sogenannte Damenhof...


...der Damenhof, eine feine Adresse.

Die Fuggerhäuser in der Augsburger Maximilianstraße entstanden zwischen 1512 und 1515 als Residenz der Familie Fugger. Jakob Fugger der Reiche ließ an der damals wichtigen Handelsstraße Via Claudia (der heutigen Maximilianstraße) neben dem damaligen Weinmarkt zwei nebeneinander liegende Häuser, eine Stadtresidenz und ein Lagerhaus, errichten. Er entwarf den Komplex selbst nach Plänen, die er auf seiner Italien-Reise notiert hatte. Der Profanbau ist das erste Bauwerk nördlich der Alpen, das im Stil der italienischen Renaissance errichtet wurde. Weitere angrenzende Häuser wurden ab 1517 hinzu erworben und in den Komplex dieses Stadtpalastes integriert.

Die äußere Fassade, eine der längsten in der Straße, zeugte vom Reichtum der Fugger, da damals die Gebäudesteuer nach der Länge der Frontfassade berechnet wurde.

Im Inneren des Komplexes ließ Jakob Fugger vier Innenhöfe mit Arkaden, Mosaiken, toskanischem Marmor und Wasserbecken anlegen. Der Damenhof ist mit seinen von toskanischen Säulen gestützten Arkadengängen und prächtig bemalten Bögen der bedeutendste und gilt als einer der schönsten Innenhöfe Deutschlands. Er war der Garten für die weiblichen Familienangehörigen der Fugger. Zum Damenhof gelangt man über den so genannten kleinen Zofenhof. Der dritte Hof wird Serenadenhof genannt, der rückwärtige Reiterhof.

Durch ein hohes und breites Tor – das Adlertor – konnte man auch mit größeren Pferdegespannen in den Komplex einfahren und durch das Tor im hinteren Innenhof, den Reiterhof, wieder herausfahren.

Quelle: Wikipedia





Für alle Blogfreunde ein ganz, ganz herzlicher Blütengruß...

...das Bild, das im nachbarlichen Garten eingefangen wurde.



Es ist mir immer wieder eine Freude in Kommentarform gemeinsam zu chatten, Meinungen, Gedanken, Anregungen und auch Gefühle auszutauschen.






Diese Tafel, mit wirren Buchstaben, hängt seitlich am Rathaus. Und bis dato konnte ich noch nicht den Inhalt in Erfahrung bringen, was hier ausgedrückt werden will.






Gegenüber sah ich dieses Theaterplakat, das mit dem Programm für die diesjährige Spielzeit wirbt. Das Theater in Augsburg, das immer wieder in die Schlagzeilen gerät: Einmal wegen den geplanten Umbauten und auch ob dem Abgang der Intendantin, Juliane Votteler, die mit guten Händchen das Geschick des Theater gelenkt hatte.

Im September beginnt die letzte Spielzeit von Intendantin
Juliane Votteler. Bevor sie die Stadt verlässt, will sie dem Publikum 
und sich künstlerisch noch einige Wünsche erfüllen.
So war es zu lesen gewesen...








Nun stehen wir vor dem sogenannten Weberhaus, ich blicke gen Himmel.

Das Weberhaus ist das ehemalige Zunfthaus der Weber in Augsburg.
Es liegt in der Innenstadt am Moritzplatz.

Im Jahr 1389 erbaut, diente es als Sitz der Weberzunft bis zu ihrer Auflösung 1548 und war ein zentraler Punkt des mittelalterlichen Textilhandels in Augsburg. Das erste Weberhaus bestand aus Stein und Holz und wurde der Familie Illsung abgekauft. Nach einem Umbau nutzen die Weber das Gebäude zur Verteilung importierter Baumwolle an die Mitglieder. Schon damals erhielt das Haus eine farbige Fassadenbemalung. Im Jahr 1605 bis 1607 verzierte der Augsburger Stadtmahler und Bürgermeister Matthias Kager die Außenwand mit Fresken. Im April 1863 wurde das Weberhaus versteigert und anschließend im Inneren vollständig umgestaltet. Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte die Stadt Augsburg das Haus zurück.



Im Jahr 1913 wurde das inzwischen baufällige Weberhaus abgebrochen und ein neues, ähnlich geformtes Gebäude von Otto Holzer errichtet. Die Verzierung der Fassade erfolgte durch den Maler August Brandes. Nachdem das Weberhaus im Krieg zerstört und 1959 wiederaufgebaut wurde, bemalte der Augsburger Professor Otto Michael Schmitt die Fassade. Aufgrund starker Umwelteinflüsse (Umweltverschmutzung) mussten 1981 die Fresken erneuert werden.

Bei einem verheerenden Brand des Dachstuhls im Jahr 2004 (an den ich mich noch sehr gut erinnere) wurden wesentliche Teile des denkmalgeschützten Gebäudes und der Aussenbemalung in Mitleidenschaft gezogen. In den Jahren 2007 und 2008 konnte mit Hilfe eines Fördervereins der Zustand vor dem Brand wiederhergestellt werden.




Wir gingen weiter und ich blicke noch einmal zurück.







Einerseits denkmalgeschützte Bauwerke, andererseits auch das moderne Leben, das Augsburg somit nicht von den anderen Städten Deutschlands unterscheidet.


Hier seitlich sitzen eine Menge junger Menschen mit dem Handy in der Hand. Ich fragte nicht, wollte nicht stören...

...eventuell ist man hier mit dem Pokemon-Spiel bei der Sache.








Es gab bei den Fuggern nicht nur helle Zeiten in Augsburg - eben auch verschiedenen Richtungen, sondern auch etliche Kämpfe auszufechten:
Wenn es interessiert, kann in dem Buch von Günther Ogger
"Kauf dir einen Kaiser",
die wirklich spannende Geschichte der Fugger - von einem Wirtschaftsjournalisten geschrieben - nachlesen.

Sehr empfehlenswert...







Eine Einfahrt mit historischem Hintergrund.



...und auch Luther war hier in Augsburg zu Gast. Luther hinterließ auch hier seine Spuren. Er verweigerte 1518 den Widerruf seiner Thesen!








...Zitat oder kurz gesagt: ZiB am Samstag,
eine sehr gerne besuchte Aktion,ein sehr schönes Projekt von Nova,
ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing und mit Photo Friday...











Im Bild unten stehe ich mitten auf der Maximilianstraße und sehe in Richtung Sankt Ulrich...

...dagegen im Bild oben blicke ich in die andere Richtung gen Rathaus und dem Rathausplatz.




Hier laufen wir schon wieder zurück zu unserem Fahrzeug, das in der unteren Altstadt parkt. Links ist ein Gebäude "verkleidet" - allerdings weniger aufwendig als im Moment das Rathaus!

Wir überqueren die sogenannte Wintergasse, die parallel zur Maximilianstraße verläuft und oben hinein mündet.







Der Hintereingang vom Cisa, ein Cafe das wir auch gerne besuchen.
Jedoch hat es leider sonntags geschlossen.











Zu Hause zeichnete ich eine lustige Karte!





Habt es alle fein und ein angenehmes Wochenende,
wünscht

Heidrun

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