31. Juli 2016

Sonntagsfreude...

...die Atmosphäre in einem Biergarten 

Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
und dem Sonntagsglück



Augsburg besitzt Biergärten in verschiedenen Ausführungen. Ja, da bin ich kritisch!
Als Münchner Pflanze gucke ich da nämlich ganz genau hin!

Wir besuchten einmal wieder den Augsburger Zoo, dessen Bilder von der Visite noch im Archiv schlummern. Ein visuelles, ein emotionales Erlebnis, das stofflich Inhalt für mehrere Posts liefern kann - demnächst.


Doch zurück zu dem besagten Biergarten außerhalb vom Zoo-Gelände.
Es ist das Parkhäusl, das wir aufgesucht haben, wo wir Brotzeit genossen unter alten Bäumen in einer idyllischen Umgebung.

Parkhäusl
Waldverliebt seit 1914

Das Parkhäusl befindet sich nordwestlich innerhalb des Stadtgebietes, im herrlichen Siebentischwald. Der Siebentischwald gilt in meinen Augen mitals "Grüne Lunge" für die Stadt, ist Naherholung für den gestressten Mitbürger.

Hier joggt man und führt den Hund Gassi, oder - wie wir - die dort einfach spazieren gingen und auf die Brotzeit freuten.


im Sommer
bei Biergartenwetter täglich ab 11 Uhr

im Winter
Sa., So., und feiertags von 11 - 18 Uhr
Bei jedem Wetter geöffnet!





Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl,
wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und
sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen lässt.

Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 6. Buch, Bekenntnisse einer schönen Seele, Oheim zum Ich-Erzähler

____________


Habt es alle fein und einen schönen Sonntag,
wünscht

Heidrun


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30. Juli 2016

Ein Besuch...

...in Anhausen, dabei habe ich eine besondere
Kirche  gefunden und fotografiert.

Geteilt mit 


Die Bilder im Post sind den gerne besuchten Aktionen gewidmet,
zwei sehr schöne Projekte von Nova. Zitate und Glockentürme...

...mit einem rosigen Blumengruß für die Blogfreunde!




Da bedingt durch die wechselhaften Wetterverhältnisse, uns zwischendurch ein sonniger Tag überraschte, beschlossen wir spontan alles, wirklich alles liegen und stehen zu lassen, die Goldwing vor dem Rückfall in den zweiten Winterschlaf in der Garage zu bewahren und eine Tour zu fahren.

Keine große Ausfahrt, sondern in unsere Augsburger Peripherie. Mein Mann grübelte, ich grübelte - kurze Diskussion und dann stand es fest: Anhausen, westlich gelegen von Augsburg.

Wir wollten die stets stark befahrene B300 vermeiden und kurvten durch verschiedene kleinere Dörfer, kamen trotz des Umweges zügig und sicher am angepeilten Ziel pünktlich zu Mittag an: Das Gasthaus "Zur Traube", Anhausen. Dort aßen wir hungrig im schattigen Biergarten zu Mittag.

Nach dem Essen galt es meinen Wunsch zu erfüllen, quasi als Nachtisch, die Kirche in unmittelbarer Nähe zu erkunden, zu fotografieren und zu Hause dies früher oder später in einen Post zu formulieren, Bilder - zumindest von außen - ergänzend zum Text zu bieten. Welch` Zufall, die Kirche stand offen!





Doch zunächst ein Abriss zum Ort selbst.
Gegründet war der Ort im 6. bis 7. Jahrhundert worden:
Der Alemanne Anno gründete mit seiner und zwei weiteren Familien südlich von Diedorf in einem Nebental der Schmutter eine Siedlung, die sich fortan Annohuson, Anneshusa, schließlich Anhausen (bei den Häusern des Anno) nennt.

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens findet sich im Jahr 1067.

Volcmar de Anneshusa ist Zeuge in einer Schenkungsurkunde des
Augsburger Bischofs Embrico an das Kollegiatsstift St. Peter (am
Perlachturm) in Augsburg. Die Bezeichnung de Anneshusa, also von
Anhausen, ist kein Ortsadel, sondern nur Unterscheidung für Träger
gleicher Vornamen aus verschiedenen Ortschaften. Bis zu seiner
Aufhebung im Jahre 1803 hatte das Domstift Augsburg die Grund-
und Ortsherrschaft inne.
Seit 1944 war Anhausen der Wohnsitz des Malers Otto Michael Schmitt.
In seinem Anhauser Atelier entstanden u.a. auch die Entwürfe für die
Augsburger Weberhausfresken (1959–61).
Am 1. Mai 1978 verliert die Gemeinde Anhausen ihre Selbständigkeit
und wird nach Diedorf eingemeindet. Diedorf ist seit 1996 ein Markt
mit ca. 10.000 Einwohnern.









Die Gastwirtschaft war uns von Freunden empfohlen worden.

Ein lohnendes Ziel an einem so herrlichen Tag, den schönen Biergarten in der herrlichen Landschaft von Anhausen aufzusuchen.








Kirche St. Adelgundis

Die katholische Pfarrkirche Sankt Adelgundis Anhausen wurde 1716 eingeweiht. Turm, Chor und Langhaus sind Arbeiten des domkapitelischen Werkmeisters Hans Georg Mozart (ein Ur-Großonkel von Wolfgang Amadeus Mozart). Die quadratischen spätgotischen Turmgeschosse stammen von einem Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert. Im Seitenaltar befindet sich der Sarkophag des sogen. „Adelgundisgrabes“ von 1496. 





Der weithin sichtbare Kirchturm mit seiner silbernen Zwiebelspitze ragt 37 Meter in die Höhe und trägt vier Glocken.
Die erste Glocke der Anhauser Pfarrkirche wurde bereits im Jahre 1459 gegossen. Die Glockeninschrift für diese (damals zweitgrößte) Glocke besagte: „Anno Domini 1459 jar in den eren sant Adelgundis ward ich gegossen“ (d.h., „Im Jahr des Herren 1459 zu Ehren der heiligen Adelgundis wurde ich gegossen“).

Die größere Glocke trug die Inschrift: „1508 gos mich maister Sebold“. Die Glocken befanden sich demnach bereits in dem Vorgängerbau des heutigen Kirchenturms, da dieser erst im 18. Jahrhundert in der vorhandenen Form grundlegend umgestaltet wurde.
Die zwei kleineren Glocken stammten aus dem 16. Jahrhundert. Alle vier Glocken wurden im Jahre 1896 von dem Glockengießer Hamm in Augsburg umgegossen. Das Glockengewicht betrug 17,4 Zentner, 8,9 Zentner, 5 Zentner und 3,2 Zentner (In Kilo: 870 kg; 445 kg; 250 kg und 160 kg).
Die drei kleineren Glocken wurden im Ersten Weltkrieg im Jahre 1917 abgenommen und eingeschmolzen. Die Glockengießerei Oberacher aus München ersetzte diese drei durch neue. Die feierliche Weihe der neuen Glocken erfolgte am 6 August 1922. Das Glockengewicht betrug nun 11; 6,8 und 5 Zentner (550 kg; 340 kg; 250 kg).
Im Zweiten Weltkrieg wurden im Jahre 1942 erneut drei Glocken eingeschmolzen. Jetzt traf es die drei größeren Glocken. Diese wurden im Jahre 1949 wiederum ersetzt. Die kleinere Glocke der heute (2012) noch vorhandenen vier Glocken stammt demnach aus dem vorherigen Bestand von 1922[3].
Die größte Glocke trägt die Aufschrift: „Sancta Adelgundis – ORA PRO NOBILIS“; auf der zweitgrößten steht: „Salve Regine“. Am unteren Rand der beiden größeren Glocken hat der Glockengießer sich selbst genannt: „ Meister Benjamin Grüninger, Villingen, Neu-Ulm“. Die Firma existierte bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.










Die Kirche und der Kirchturm wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt. Am 28. April 1945 schlug gegen 3 Uhr nachmittags eine amerikanische Granate in das Kirchendach ein.

Eine zweite Granate riss ein Eck des Kirchturms unterhalb der Schalllöcher weg. Etwa 25 weitere Granaten flogen Richtung Kirche und Kirchturm und landeten in den dahinter liegenden Wiesen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Kirchendach, Turm und Kircheninneres wurden schwer beschädigt, sämtliche Fenster waren zerborsten. Als Ursache für den Beschuss wurde vermutet, dass die von Richtung Gessertshausen herannahenden Amerikaner eine Person auf dem Kirchturm ausgemacht hatten.

Die Soldaten vermuteten offenbar einen deutschen Beobachtungsposten auf dem Turm und nahmen Kirchturm und Kirche unter Beschuss.
Quelle: Wikipedia




St. Adelgundis ist die römisch-katholische Kirche in Anhausen (Diedorf) bei Augsburg. Die Verehrung der hl. Aldegundis ist hier erstmals durch eine Inschrift auf einer Glocke aus dem Jahre 1459 bezeugt. Die Glocke wurde aber 1942 eingeschmolzen.

Die heilige Aldegundis oder Adelgundis (* um 630 in Coulsore, Frankreich; † 30. Januar 684 bzw. 695 oder 700) war die Gründerin und Äbtissin des Doppelklosters Maubeuge. Die Heilige wird in der katholischen Kirche als Nothelferin bei Krankheit und Todesgefahr angerufen.

Ihr Gedenktag ist der 30. Januar. Die Verehrung Aldegundis verbreitete sich ab dem 8. Jahrhundert, vor allem in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Deutschland. Die heilige Aldegundis wird häufig zu den Nothelfern gezählt und angerufen bei Fieber, Krebserkrankungen, Kopfschmerzen, Epilepsie, Kinder-, Augen- und Geisteskrankheiten sowie allgemeiner Todesgefahr. Eine bekannte Fürbitte in diesem Zusammenhang ist: St. Adelgundis uns bewahr vor Fieber, Krebs und Todesgefahr.

Quelle: Wikipedia



Abschließend noch
das Glockenläuten von St. Adelgundis.




Die Ereignisse der letzten Wochen bewegten mich diese Zeilen zu schreiben.

Ausnahmezustand?!

Spielt man mit Waffen in einem Land,
reagiert die Hand, ruht der Verstand.
Gefühle, die uns alle dann bewegen,
beherrscht von Ängsten, die sich regen.

Der Alltag in einem normalen Leben,
durchsetzt vom Nehmen - kein Geben.

Zurück zu einem guten Miteinander fein,
sollte dagegen unser aller Streben sein.

©  Heidrun Stallwanger 07/2016





Habt es alle fein und einen guten Ausklang der Woche,
wünscht

Heidrun

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28. Juli 2016

Monatsrückblick Juli...

...ein denkwürdiger  Monat!

Es wird wieder Zeit für den Monatsrückblick. Zu meiner eignen Überraschung,

bin ich diesmal gut in der Zeit mit diesem gedanklichen Rückblick.


Ein herzlicher Blütengruß für die Blogfreunde und (m)ein

Wink zu dem interessanten Interview  *klick mit einer tollen Frau!





Was [emp]fand ich im Juli?


Der runde Geburtstag meines lieben Mannes und unser Hochzeitstag wirkten noch in den Juli hinein. Es gab einige nachträglichen Feiern und schöne Begegnungen; ein Präsent der Freunde, nämlich je ein Restaurant-Gutschein, das alles durchwirkte sehr angenehm noch den Juli hindurch.

Ansonsten sind wir richtig dankbar um jeden Tag, an dem es unserem Fanny-Liesl gut geht. Wenn die geliebte kleine Maus zufrieden spielt, munter mit im Garten sogar auf den Lieblingsbaum klettert, ja das macht uns froh!

Weiterhin verlinkt mit Jaelle`s Aktion


Wer sich gerne am Projekt Alles für die Katz beteiligen möchte,
kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen
Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich
alle Katzenfans über schöne Bilder.



Was uns alle negativ stimmte, waren selbstredend die Anschläge, die Verunsicherung. Ein neues Kapitel für die Geschichtsbücher und neue Gefühle für uns, in der unmittelbaren Umgebung den Terror zu ahnen, zu spüren, dass jeder unbeschwerte Tag ein echtes Geschenk ist.

Nun verinnerliche ich erneut meine persönlichen Eindrücke in der
bunten Monatscollage für die beliebte Aktion bei Birgitt.

Die Collage für die Aktion von Birgitt auf dem Blog Erfreulichkeiten.



Erfreuliche Ereignisse bewusster wahrgenommen, das Basteln in der Papierwerkstatt. Oder auch entspannt auf dem Balkon zu sitzen, zu lesen...



...meine Vignette, mit der seit einigen Monaten meine Bilder für den Blog gekennzeichnet sind, zeigt ausgesprochen meine Haltung an!






Leben

Wenn ich bedenke, wie unendlich groß
die Welt, das All, so gänzlich alles ist,
erkenne ich, wie klein mein irdisch Los,
das sich an Nichtigkeiten täglich misst.

Und dennoch ist dies‘ eine kleine Leben
in sich etwas, das wirklich, wunderwahr,
auf diesem Erdenball hier mit zu schweben
im dunklen All und doch im Lichte klar.

Ein „Spiel der Zeit“, so nannten es die Alten,
dies‘ Menschenleben, das sich hier erfüllt
im Sinnen, Lieben,Walten und Gestalten,
ein helles Dasein, Fragen ungestillt.

Geschenk des Schöpfers, das auch ich gewann
und freudig, dankbar darf ich’s nehmen an.

© Ingrid Herta Drewing, 2016

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!




Habt es alle fein, wünscht

Heidrun

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26. Juli 2016

Sensitiv...

Mit meinen Augen -
zuhören.
Mit meinen Fingern -
sehen.

Blog-Aktion 
mit WednesdayAroundTheWorld geteilt

Die Papierwerkstatt.

Längst versprochen und nun schiebe ich einfach noch ein paar Bilder nach, die zur Papierwerkstatt gehören. Das Motto - passend zum Mühlenmuseum, beziehungsweise der Umgebung - thematisch umgesetzt mit viel Motiven aus der Natur, vornehmlich dem Wald. Dabei dachte ich an unsere heimischen Tiere, die für Kinder eine Freude sind, wie ich es zuletzt auch in Augsburg im Zoo beobachten konnte.




Also den Bleistift gespitzt, die Umrisse von einem Hasen gezeichnet, einem kleineren Vogel und einer Eule (HuuuHuuuu) wie sie auch bei Harry Potter vorkommt. Zusätzlich ein paar Bäume und Zelte, wie sie bei den Indianern vorkommen.



Das Ausschneiden ging bei der Stärke der Kartonage schwer mit der Schere. Also mussten die verschiedenen Skalpells zur Hand genommen werden, um die Tiere herauszuritzen. Wer kein Skalpell zur Hand hat, nimmt ein Teppichmesser.
Allerdings kann man weder das Skalpell noch das Teppichmesser ohne weiteres an Kinder zum Basteln aushändigen.









Meine Figuren waren als Muster gedacht, entsprechend groß und aus stärkeren Karton. Die Tipis habe ich aus den Milchkartons gefertigt, da die Wiederverwendung von den Materialien für mich selbstverständlich sind.

Die Blüten sind aus Eierkartons entstanden.


Da die Ferien wettermäßig sicherlich mit Regentagen durchwachsen sein
dürften, ist das Werken mit Papier und Karton sicher eine willkommene Abwechslung, eine schöne Beschäftigung, finde ich.

Freilich lassen sich die Tiere, oder wie zu sehen das Indianer-Zelt abschließend auch gut bunt mit Farbe bemalen! Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.




Endlich Sommerferien

Sommertage, unbeschwerte,
warme, milde Lüfte,
Kräuter-Blütendüfte,
grün und blühend lockt die Erde,
fern sind Trübsal-Grüfte.

Freudig in den Morgen ziehen
frohe Kinderscharen,
wollen an den klaren
Tagen aus der Enge fliehen,
wo sie zu lang‘ waren.

Bäche, Seen und kühle Wälder,
wogend grüne Wiesen,
tausend Blumen sprießen
Singend wandern wir durch Felder,
Lerchen lassen grüßen.

© Ingrid Herta Drewing, 2012

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!



Habt es alle fein und einen guten Mittwoch, 
wünscht

Heidrun


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25. Juli 2016

Montagmorgen...

...die Medien, unsere Tageszeitung
geben / gibt Entwarnung!

Verlinkt zu  Blick zurück und

Die Fragen bleiben offen.

Eine ausführliche Reportage gibt heute vermeintlich Auskunft.
Details zeilenweise am Tageslicht von den Hintergründen, die
darauf abzielen Beruhigung zu bringen. Ist das tatsächlich so?

Sind wir nun beruhigter?

Demnächst - ich hatte es gelegentlich geschrieben -
feiert Augsburg das hohe Friedensfest am 8. August.

Es steht in diesem Jahr unter dem Motto: Mut.

Mut.

Eine charakterliche Eigenschaft, die in verschiedenen Auslegungen existiert.
Sie zeigt sich zum Beispiel in der eigenen Authentizität, d. h. sich selbst
treu zu bleiben.



Leben

Heißt das dem Leben seine Schuld bezahlen,
Weil wir ein höchstes Ziel doch nie erreichen,
Die Müh' zu scheuen, zu ihm aufzusteigen
Auf steilem Pfad umringt von Warnungsmalen?

Die Sonne winkt mit ihren goldnen Strahlen
Zur Höhe wo die Alltagsnebel weichen –
Dort wird die Welt im andern Licht sich zeigen
Heißt Deine Losung: treu dem Idealen.
Ist sie Dir fest und treu ins Herz geschrieben,
So laß nicht ab vom mut'gen Aufwärtsstreben,
Bist Du auch noch so fern vom Ziel geblieben!

Die Selbstvollendung schuldest Du dem Leben!
Versuche denn, von Menschenlieb getrieben,
Das Ideal der Menschheit zu verweben!



(1819 - 1895), deutsche Dichterin, Schriftstellerin, Journalistin und Frauenrechtlerin


Quelle: Otto-Peters, Gedichte. Lebensgang. Aus den Jahren 1860-1870. Mission der Kunst





...und nach meiner Ansicht gehört auch Mut dazu, ganz genau hinzusehen
und hinzuspüren: Bei sich selbst - nicht zu vergessen - und bei den Menschen,
die uns umgeben.



Habt es alle fein und einen möglichst guten Start in die neue Woche,
wünscht

Heidrun

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24. Juli 2016

Das Leben geht weiter...

...Tag für Tag, trotz der schrecklichen Vorkomnisse!

Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
MySundayPhoto und dem Sonntagsblatt - Erstausgabe 



Die Seele befreien von den furchtbaren Vorkomnissen, die sich heuer häufen,
die hochaktuellen Schlagzeilen, der letzten Tage aus München.

Jeder versucht dies auf seine Weise, ein Patentrezept gibt es nicht. Es ist individuell
für jeden Menschen anders, was befreiend wirken kann. Wenn man es unbedingt
verallgemeinern möchte, dann sind es Gespräche über die eigenen Gefühle mit
einer Person des Vertrauens.


In der Nacht, nach dem Amoklauf in München, liefen die Drähte erst einmal heiß.
Wir wollten hören, wie es unseren Bikerfreunden geht, die in München leben.

Wir trafen uns am gestrigen Samstag zum Grillen. Es wurde überwiegend das
schreckliche Ereignis besprochen. Und es wurde ein wenig stiller gefeiert,
gegrillt, sich unterhalten und gegessen. Wir hatten uns die ganze Woche auf
diese Zusammenkunft gefreut gehabt, da im Sommer eher die gemeinsamen
Touren mit den Motorrädern im Vordergrund stehen.

Nun stand das Treffen unter dem unguten Stern der Attentate.


Meine Botschaft auch hier: Vergesst nicht zu leben!






Übrigens poste ich vorübergehend vom iPad aus, da die Bloggersoftware
immer noch nicht funktioniert. Liegt es am Update von Windows 10 oder
tatsächlich an der Software!? Ich weiß es nicht und muss die nächste Woche
abwarten, ob ich meine Error-Meldung beantwortet bekomme.




Habt es alle fein und ein
sonnig-sommerliches Wochenende,
wünscht

Heidrun

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21. Juli 2016

Mühlenmuseum...

...und zusätzlich: ZiB am Samstag,
eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von Nova.

Ebenfalls geteilt mit Image-in-IngSaturdayCritters


Kurze Ergänzung: Auf dem Windows-Rechner komme ich leider nicht auf die Bloggersite,
um einen Post zu bearbeiten - hier jedoch über unseren iMac funktioniert es! Leider sind jedoch
die restlichen Bilder rund um die Paperwerkstatt auf dem Windowsrechner...


Letzten Sonntag, vom Datum der 17. Juli 2016, durfte ich wieder mit meiner
Papier-Kunst - der Papier-Werkstatt - im Mühlenmuseum sein.
Es sind verschiedene Termine für Kinder auf der Website genannt, darüberhinaus
bin ich noch an zusätzlichen Tagen vertreten.

Wie u.a. auch am Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag, als über
1.100 Besucher und bei 340 Kinder (!) begeistert mitmachten...

...es fand am Sonntag diese Filmvorführung statt:
Erinnerung an Arbeit, Feste und Menschen
Bilder aus den 50er und 60er Jahren. 
Dia- und Filmvortrag von Karl Hammerl, Thierhaupten



Was soll ich sagen?! Die Mühle berstete erneut schier aus allen Nähten,
so stark war der Andrang, das Interesse an diesem Vortrag.
Trotz dem schönen Wetter, kamen die Menschen mit lebhaften Interesse.


Parallel dazu, zeigte ich meine Papierkunst.
Diesmal unter dem Themenschwerpunkt: Wald.

Was sich selbstredend anbietet, in dieser ländlichen Umgebung,
dem idyllisch gelegenen Standort des Mühlenmuseums.



Hereinspaziert!

Ausnahmsweise über den rückwärtigen Eingang.









Mit Interesse wurde meine Tätigkeit nach dem Vortrag beobachtet und es
entwickelten sich daraus verschiedene Gespräche. Eine ältere Dame erzählte
mir freudig u.a. , dass sie sich noch an den früheren Mühlenbesitzer, einem
Herrn Reiter, erinnern kann – und die Mühle noch bis 1959 in Betrieb war.


So ist das Baudenkmal heute als die "Reitermühle"

in Thierhaupten bekannt und für die Öffentlichkeit als

Mühlenmuseum zugänglich gemacht worden.








Der linksseitige Zugang zum Wasserrad mit einem ausdrücklichen
Warnschild versehen.

Daher den Zoom bedient und gefordert...





...der Bach, der das Mühlrad mit Wasser füttert.


Der Blick durch das Blätterdach verrät, dass bereits fleißig
die Kaffeetafel vorbereitet wird, denn nach dem Vortrag möchten
die Gäste gerne Kaffee und den beliebten Hausfrauen-Kuchen.








Von meiner lieben Freundin, Claudia Drachsler, die der Mühle vorsteht,
erfuhr ich dann, dass es das Mühlenmuseum seit etwa 20 Jahren gibt.

Wir, Claudia und ich, plauderten noch lange. Dabei erfuhr ich von der Planung
zur 25-Jahr-Feier und erhielt nebenbei noch ein Buch über die Historie der
Klosteranlage Thierhaupten und der Mühle.

Es waren keine einfachen Jahre für den Mühlenbetrieb, ganz zu schweigen
für die Klosteranlage überhaupt.

Nachgelesen in dem Buch "Geschichte des Klosters Thierhaupten",
welches auch für den Wikipedia-Eintrag als Quelle benannt.



Das besagte Buch, das als Quelle auch für den Wikipedia-Eintrag diente!




Dieses Zitat stammt von Alexander von Villers
(1812 - 1880), sächsischer Diplomat




In der guten Stube des Mühlhauses, die sich rechts neben dem
Eingang befindet, ist ein bäuerlich-bürgerliches Interieur.

Ein Interieur, das später den Zuzug in diese Stube fand, u.a. durch
Spenden aus der Bevölkerung.











Meist steht ein Gedicht thematisch zu den jeweiligem Post.

Zufällig las ich jedoch bei meiner sehr geschätzten Lyrik-Freundin
einen eigenen Aufsatz, ihre Erinnerung an die Schulzeit. Eingedenk,
dass es in der kommenden Woche die Jahreszeugnisse geben wird...

...der Aufsatz, der allerdings weniger auf das Konto der "guten alten Zeit" zu
verzeichnen sein dürfte. Es waren durch und durch andere Verhältnisse.

Die Unterschrift

Ich hatte gerade die Fehlerberichtigung einer Klassenarbeit durchgelesen und überprüfte nun, ob die Kenntnisnahme der Leistung und der Note durch die Unterschrift eines Elternteils bestätigt worden
war, und stutzte.

Das sah doch ganz nach einer Fälschung aus! Sollte der Junge die Unterschr
ift seines Vaters

nachgeahmt haben? Sollte er sich davor gefürchtet haben , die Note ausreichend zu Hause
vorzuzeigen? Was sollte ich tun? Ihn auf meinen Verdacht hin ansprechen oder es übersehen und
ihn im Auge behalten? Da musste ich sensibel vorgehen, das wusste ich aus eigener Erfahrung.

Ich erinnerte mich noch sehr gut an die Demütigung, die ich als Schülerin der sechsten Klasse
erlitten hatte. Unser Englischlehrer, für den wir alle an unserer Mädchenschule schwärmten,
war er doch einer der wenigen jüngeren Lehrer, die wir in den 50iger Jahren an der Schule erlebten, war der Anlass meines Kummers gewesen! Wenn ich heute daran zurückdenke, frage ich mich,
wo er seinen pädagogischen Sachverstand und sein Einfühlungsvermögen an diesem
Tag gelassen hatte. Aber Gesetz und Ordnung beherrschten damals noch vorrangig den
Schulalltag.

Tatsache war, als er durch die Klasse ging und die Unterschriften kontrollierte, glaubte er, ich hätte die Unterschrift unter meiner Englischarbeit gefälscht. Zugegeben, sie unterschied sich stark von den vorherigen Unterschriften, denn sie war nicht in Schreibschrift gehalten, sondern in sehr schöner Druckschrift. Weinend beteuerte ich ihm meine Unschuld ,sagte wiederholt, meine Mutter habe die Arbeit unterschrieben, was ja auch wirklich der Wahrheit entsprach. Er glaubte es mir nicht, und was am schlimmsten war, er stellte mich vor der ganzen Klasse bloß und bezog sogar meine Mutter in diese Demütigung mit ein, indem er eine Mitschülerin noch während der Unterrichtszeit zu uns nach Hause schickte. Sie sollte meine Mutter zu dem Fall befragen. Ich fühlte mich behandelt wie ein Schwerverbrecher und schämte mich, obwohl ich ja gar nichts ausgefressen hatte.


Meine Mutter bestätigte die Richtigkeit meiner Aussage, machte sich aber Vorwürfe. Sie war nämlich über meine Zwei in der Englischarbeit so erfreut, dass sie besonders schön unterschreiben wollte und hatte dafür ihre Druckschrift gewählt.


Wie hatte mein Englischlehrer nur annehmen können, dass ein Kind seine gute Note nicht den Eltern vorzeigt? Wahrscheinlich war er davon ausgegangen, dass ich es vergessen und deshalb nun aus Furcht vor einem „Ordnungsstrich“ die Unterschrift vorgetäuscht hätte. Aber dabei hatte er übersehen, dass Ordnung dem Menschen dienen muss und nicht der Mensch der Ordnung. Sein Vorgehen war mehr als unverhältnismäßig. 


Damals ist mir bewusst geworden, wie schnell man durch geäußertes Misstrauen einen Menschen verletzen kann, besonders die zarte Seele eines Kindes.



Ich schloss das Arbeitsheft und nahm mir vor, meinem Schüler nichts von meinem Verdacht zu sagen, zumal ich seine Eltern am Elternsprechtag in einer Woche ohnehin über seinen befriedigenden schriftlichen Leistungsstand informieren würde. Zuvor wollte ich aber in einer Klassenleiterstunde anhand einer Beispielgeschichte aus dem Fundus “Noten und Angst“ das Problem allgemein thematisieren, um zu versuchen, meinen Schülern im Gespräch die Furcht vor Noten und dergl. zu nehmen.



Denn im angstfreien Raum lebt und lernt es sich besser.

© Ingrid Drewing


Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für diesen Aufsatz, den Ausflug in die eigene Kindheit.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!
Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!





In der Zwischenzeit beschriftete ich meine Ausstellung mit den
Karton-Lettern, die mit dem Skalpell aus der Kartonage geschnitten
wurden.





Habt es alle fein und ein
sonnig-sommerliches Wochenende,
wünscht

Heidrun

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und mit Image-in-Ing