31. Dezember 2015

Silvester...

...Prosit Neujahr!


Ein vorsichtiges Hinübergleiten in das neue Jahr, 
es begrüßen 
und erwarten. 

Mit guter Hoffnung und frohen Mutes.



Das alte Jahr jedoch abschließen 
und 
endgültig verabschieden - es ist vorbei!

Ohne Bedauern, aber mit manchen Erinnerungen.



The short film "The Me Bird" is a free interpretation of the
homonym poem by Pablo Neruda.



The inspiration in the strata stencil technique helps conceptualize
the repetition of layers as the past of our movements and actions.

The frames depicted as jail and the past as a burden serve as
the background for the story of a ballerina on a journey
towards freedom.

A diversified artistic experimentation recreates the tempest
that connects bird and dancer.



Prosit Neujahr!

Ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr
wünscht Euch allen

Heidrun





30. Dezember 2015

Zwischen den Jahren...

...eilt es nicht.


Ein paar Zeilen und Bilder zwischendurch, die Blogpause
lasse ich jedoch noch weiterhin aufrecht für mich.

Ausruhen einerseits und Vorbereitungen für das neue Jahr sind
andererseits zu erledigen...

...gönne mir nebenbei bemerkt verschiedene Filme. Gestern
war es "Das Geisterhaus" und heute, nach getaner Arbeit
"Saving Mr. Banks", mit der sehr geschätzten Emma Thompson
sowie Tom Hanks, der übrigens Walt Disney gut verkörpert.



Jahreswechsel

Nun legt ermüdet dieses Jahr, das alte,
zufrieden seine Tage in den Schoß.
Das neue naht.Ob es sich reich entfalte?
Die menschlichen Erwartungen sind groß.

Da sind die Wünsche, das naive Hoffen,
es bringe Gutes nur, was man begehrt,
dass sich Probleme lösen, die hier offen,
und Fragen, schlimme Plagen dann geklärt.

Da wirkt die Ratio plötzlich klitzeklein,
Vernunft beseelt, und doch an Schicksal glauben
wir zur Sylvesternacht, als wollt’ das Sein
von guten Wünschen sich die Zukunft klauben.

Auf Gottes Hilfe lasst uns besser bauen,
das neue Jahr gestalten,ihm vertrauen!

© Ingrid Herta Drewing, 2013

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses wunderbare Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!


24. Dezember 2015

Weihnachten...

Mein 23. Türchen

...Nein, wir wollen hier keinen Wettkampf, keine Rangliste!

Und trotzdem ein Blick in die Wohnzimmer.

Ein Blick in die englischen, irischen weihnachtlichen Stuben.




Weihnachtsbrauchtum

Neben der Krippe, Sternen in allen möglichen
Formen und Farben, Engeln, Glöckchen und
Schellen, neben Girlanden und künstlichem Schnee
dem Weihnachtsbaum, bleibt nur noch:

Es wird erzählt, dass der Mistelzweig die heilige Pflanze der Frigga, der Göttin der Liebe, war. Sie war die Mutter von Balder, dem Gott der Sommersonne. Einst träumte Balder von seinem Tod und beunruhigte damit seine Mutter sehr. 

Denn falls er sterben sollte, würde alles Leben der Erde ein Ende finden. Frigga, die dies verhindern wollte, ging sogleich zu Luft, Feuer, Wasser, Erde und zu jedem Tier und jeder Pflanze. Alle gaben ihr Versprechen, dass sie ihrer Sonne nicht schaden werden. Es schien, als ob Balder von niemand auf oder unter der Erde verletzt werden konnte. 

Aber er hatte einen Feind namens Loki, den Gott des Bösen. Loki wusste von einer einzigen Pflanze, die weder auf noch unter der Erde wuchs und die Balders Mutter übersehen hatte. 

Es war der niedrige Mistelzweig, der sich auf den Bäumen befand. Der Gott des Bösen stellte aus dem Zweig eine Pfeilspitze her und übergab diese Hoder, dem blinden Wintergott. Hoder schoss Balder ab und tötete ihn dadurch. Das Licht im Himmel erlosch und überall herrschte Trauer über den Tod des Sonnengottes. </ 

Drei Tage lang bemühte sich jedes Element Balder wieder zu erwecken. Doch letztendlich konnte ihn nur seine Mutter in das Leben zurückholen. Der Legende nach haben sich die um ihren Sohn vergossenen Tränen in perlenartige weiße Beeren verwandelt, nämlich in die des Mistelzweiges. Ihre Freude veranlasste Frigga jeden zu küssen, der unter dem Baum vorbeiging, auf dem der Mistelzweig wuchs. 

Am Ende der Geschichte steht die Zusage, dass den Menschen, die unter einem Mistelzweig stehen, kein Schaden zugefügt wird. Sie werden ausschließlich geküsst, als Zeichen der Liebe.

Quelle: Wikipedia

 
Bei uns in Deutschland: Natürlich der Christbaum!

Traditionell wird ein Nadelbaum aufgestellt, festlich geschmückt
und teils mit echten Kerzen versehen.

Wir verzichten auf ein Bäumchen und erfreuen uns weiter
an unserem Adventskranz und einer Zweigebastlerei aus
unserem Garten.




Wie habt ihr eure Bäume geschmückt!?





...und damit das letzte, das
24. Türchen werde ich schnell
noch öffnen!

Weihnachtsgrüße.

Was wünscht jeder zu diesem hohen Feiertag?!
Besinnliche frohe Stunden,
eventuell auf englisch ein "Merry Christmas".


Gesegnete Weihnachten oder
auch erholsame Feiertage.



Da bin ich einmal in mich gegangen und erdachte einen eigenen
Weihnachtsgruß.


Entsagende Stille im Sinne dieses Festes,

fröhliche Stimmung,

Miteinander und Füreinander,

Geschenke die man nicht kaufen braucht:

Ein Kuss, eine Umarmung, ein freundliches Wort,

dies alles wünsche ich von Herzen.




Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

Joachim Ringelnatz





Der Himmel über Augsburg am 24. Dezember 2015.

Er mutet frühlingshaft an!


Ich gehe in die Blogpause, bis auf weiteres...

...weihnachtliche, liebe Grüße von

Heidrun


22. Dezember 2015

22. Türchen...

...wird geöffnet und zeigt:
Kunst!

Last minute.

Nein, ich fliege nicht in den Süden, in die wirkliche
Wärme, Sand und Strand. Es handelt sich
eventuell um ein Last-minute-Präsent!?

Kunst in Augsburg

Dekoration am Weihnachtsmarkt: Präsente, die im Baum hängen...


Sichtweise

Noch hält die Nacht die dunkelblauen Schwingen
sanft ausgebreitet, schenkt der Ruhe Raum,
und Sternen-Lieder, Silbermond besingen
der Menschen Wünsche,ihren Friedenstraum.

Doch mit des Tages Licht erwachen Sorgen.
Das Leben fordert häufig den Verzicht.
So mancher schaut bekümmert in das Morgen
und traut sich selbst und auch den andern nicht.

Da kann es helfen, seinen Blick zu schärfen,
die Freude finden, die uns wird geschenkt,
nichts achtlos übersehen, gar verwerfen,
nur weil Natur nicht nach der Mode denkt.

Des kleinen Glückes helles Morgenrot
erblüht selbst dort, wo graue Not uns droht.

© Ingrid Herta Drewing, 2015


Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses
wunderbare Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!












Mit einer Freundin in der Stadt unterwegs

trafen wir einen Bekannten, dessen Kunst ich

im Post bereits einmal vorgestellt hatte. Es ist der

ehemalige Betreiber einer Augsburger In-Kneipe, Annapam,

Volker Sommitsch sowie Harald Riemann
(Sozialpädagoge und Bildhauer)

Sie hatten am Obstmarkt in Augsburg leer stehende Räume

angemietet und präsentieren dort in ihrer

„Pop-up-Galerie“ Kunstwerke.



Diese Apparate führen ein bizarres Eigenleben - und Volker

führte sie uns bereitwillig vor. Ich durfte fotografieren!


Zum Beispiel den hier im Bild gezeigten Zeitbrunnen...





...und ich sende herzliche vorweihnachtliche
Grüße in den Äther

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
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21. Dezember 2015

21. Türchen...

...öffnet sich rasch, bevor
ich mit "fliegenden Fahnen"
das Haus verlasse!

Schnee?


Schnee!

Heuer soll es grün bleiben laut meteorologischer
Prognose für die kommenden Feiertage.
Ansonsten muss ein solcher aufblasbarer Schneemann
über die Runden helfen.




Vierter Advent

Ein blaues Tüchlein Himmelsglück,
der Nebel ist verschwunden.
Nun haben wir den klaren Blick
seit frühen Morgenstunden.

Vierter Advent, so sonntagsstill
verträumt der Ort, die Straßen
und wiesengrün der Park, es will
kein Schneestern ziern den Rasen.

Frau Holle schläft im Nordpol-Haus,
Herr Winter scheint verschollen.
Den Räumdienst freut’s, er muss nicht raus,
die Autos können rollen.

Jedoch die Kinder hoffen, warten
noch auf des Winters ersten Schnee.
Sie wollen Schneemann bau’n im Garten
und Schlitten fahren von der Höh’.

© Ingrid Herta Drewing, 2014


Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses
winterliche schöne Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!


Allen wünsche ich hier einen guten Start in die
letzte Woche vor Weihnachten, der Countdown läuft!

Herzliche Grüße

Heidrun




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20. Dezember 2015

20. Türchen...

...öffnet sich ganz gemütlich heute.
Wir genießen diesen Sonntag!

Verlinkt mit SundayInspiration
und der Weihnachtszeit

Endspurt.

Nur noch wenige Tage, dann steht das Christkind vor der Tür.
So werden die Kleinen beruhigt. Für die Großen sieht es
noch anders aus: Einige Einkäufe wollen noch
getätigt sein. Bei uns ist es u.a. frischer Fisch!


Geschenke.

Habt ihr alles besorgt, niemand vergessen!?
Seit einigen Jahren erfolgreich abgeschafft und sehr glücklich
damit: Weihnachten ohne Geschenke, ohne Umtausch oder
enttäuschte Gesichter.

Was sich der eine oder andere bei uns wünscht, wird unter
dem Jahr besorgt und vielleicht auch als Präsent nett
verpackt. Das geht sehr gut.





Haselnusssterne












Adventselige, zimtduftende und kerzenlichtfunkelnde Grüße von 

Heidrun 


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert,
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19. Dezember 2015

Griffel, Ranzen und Tatzen...

...die den Schulalltag ausmachen, besichtigten
wir am dritten Adventswochenende.

Mein 19. Türchen öffnet sich nun.

Auch mit Himmelsbildern für die Raumfee...
...für PhotoFriday und  Floral Friday Fotos geteilt.




Richtig geraten: Wir waren im Schulmuseum.

Es begleitet das Thema meiner Waldweihnacht,
im Sinne von Peter Rosegger.


Manieren.

Die Schüler mussten sich sehr manierlich betragen damals:
Beim Eintritt des Lehrers standen die Schüler parat neben
dem jeweiligen Schreibpult und Sitzplatz.

Es wurden zunächst die Hände und auch die Ohren
inspiziert, ob sie sauber waren.





Im Chor begrüßten alle Kinder ihren hoch angesehen Lehrer:

Grüß Gott Herr Lehrer!



Der Lehrer galt in der Gemeinde als höchst respektable Person, da er
auch stets für das Rathaus Schriften erstellte, weil er des richtigen
Schreibens und Lesens fehlerfrei mächtig war!

Uns wurde erklärt, dass der Lehrer auf einem Podest sein Pult hatte,
um auch optisch die hochgestellte Würdigkeit seiner Person zu
zeigen. Ein Bild weiter unten zeigt dies.


Dies bekamen wir zu hören bei unserer eigenen Führung
durch das Schulmuseum in Ichenhausen.

...und einiges mehr!


Es waren vergnüglichste eineinhalb Stunden, die
wir sitzend in den engen Holzkonstruktionen saßen.

Und staunend eine Menge lernten!


Zum Beispiel, dass es im Ort drei Schulen gab:
Eine evangelische, eine katholische und eine für
die jüdische Gemeinde. Das war zu der Zeit
so üblich gehandhabt.











Der Griffelkasten und die Schulfibel.

Wir lernten, dass es unterschiedliche Schulranzen gab:
Einen größeren für die Jungen, der dem späteren Tornister der
Soldaten glich und einem kleineren für die Mädchen, sie mussten
damals weniger lernen, weniger wissen...



...die Lehrertasche selbst zeigte sich schmal. Hier mussten nur
wenige Schriftstücke der Gemeinde ihren Platz finden.

Die Bücher des Lehrers waren ohnedies im Haus, denn er
wohnte direkt über dem Klassenzimmer im ersten Stock.
Dort gab es auch das Essen oder einen Kaffee und
Kuchen zur Pause, während die Kinder meistens
hungrig kamen und hungrig wieder nach
Hause gingen!









Zitat im Bild.


...am Samstag, eine sehr gerne besuchte Aktion,


ein sehr schönes Projekt von  Nova. 


Einfach zu finden, da es direkt an der Wand stand:
Ein Spruch aus dem Talmud.



Der Schulalltag.

Drakonische Strafen waren an der Tagesordnung: Für eine falsche
Antwort gab es eine sogenannte Tatze, einen Schlag mit dem 
gefürchteten Rohrstock. Entweder auf die Handfläche oder
auch den Handrücken.






Es wurde der Hosenboden stramm gezogen, wer entsinnt sich dem
Sprichwort, und je strammer umso mehr pfiff der Rohrstock
auf dem Hintern des armen Delinquenten...






Neben den körperlichen Züchtigungen zur
Disziplinierung, gab es jedoch noch psychologische Peinigungen.

Mit einem Eselshut vor der Klasse den Beschimpfungen,
der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein.



Mitunter mussten die Kinder auf dem Scheitl stundenlang knieen.

Unser Freund stellte sich der Herausforderung, damit ich ansehnlich
ein Bild machen konnte.



Stundenlange Schulwege, im Winter durch den  hohen Schnee,
eiserne Disziplin,  oft die bereits erwähnten Strafen, prägten
den Schulalltag der Kinder der damaligen Zeit. 

Müde, durchnässt und frierend kamen sie zum Unterricht.


Sie mussten Holz mitbringen, damit der Ofen angeheizt
werden konnte, ansonsten blieb es kalt im Raum.


In der einklassigen Schule gab es für die Jahrgänge 1-7 einen
gemeinsamen Unterricht. Die erste Klasse saß in der vordersten Reihe,
die zweite Klasse dahinter usw. - daher kommt im übrigen auch der
Satz des "Aufrückens": Nur wer die entsprechenden Noten am
Schuljahresende brachte, durfte eine Reihe weiter hinten sitzen...







Unter Umständen ist es für manches Kind am besten,
wenn es gar nicht erzogen wird.





Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr
als der Dumme vom Klugen.







Mein 20. Türchen öffnet sich.





Wappen.

Unser Freund erzählte auf dem Heimweg wie 
dieser Hund auf das Wappen Ichenhausens kam:
Hunde wurden nämlich damals eingesetzt, die Juden zu jagen.
Man fürchtete im Mittelalter die Juden und deren Einfluss.
Früher bereits schrecklich, was hat sich geändert. Nachdenklichkeit machte sich breit...


Anders beschreibt es der Autor bei Wikipedia:
Der Windhund deutet auf die Herren von Roth. Auf
ihrem Epitaph in der Pfarrkirche ist ebenfalls ein Hund
dargestellt.

Die abwärts gekehrten schwarzen Wolfsangeln deuten
auf die Herren vom Stain, die rotweiss gerauteten
Schrägbalken auf die Familie von Goss.

Quelle: Wikipedia




Habt es alle fein, und ein schönes AdventswochenendeAdventselige, zimtduftende und kerzenlichtfunkelnde Grüße von 

Heidrun


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Zusätzlich geteilt mit Image-In-Ing...

18. Dezember 2015

18. Türchen...

...wird hier geöffnet und zeigt
den Weihnachtsmann.


Ein weiteres Weihnachtsschmuck-Teil auf unserem Tisch.

Der Kopf eines Weihnachtsmannes.


Irgendwie makaber dachte ich gerade, als ich das
Bild hochlud und hier einfügen wollte...

...solche Zierfiguren als Kerze sind jedoch inzwischen
beliebt. Es gibt sie in allen möglichen und unmöglichen
Formen.

Am liebsten sind mir persönlich die
Bienenwachskerzen, deren Duft ich sehr liebe.





Weihnachtsgedanken

Es mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.

Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.

Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich’ Brot.

© Ingrid Herta Drewing, 2011


Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses schöne Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!







Adventselige, zimtduftende und
kerzenlichtfunkelnde Grüße von 

Heidrun



17. Dezember 2015

17. Türchen...

wird geöffnet und zeigt ein Licht,
das ich möglichst oft entzünde.




...und ich sende herzliche Grüße in den Äther

Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
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16. Türchen...

...wird geöffnet und zeigt
den Blick in ein Foyer.

Ein vorweihnachtlicher Ausflug.

Der Besuch in Ichenhausen bei lieben Freunden. Der Ort idyllisch
gelegen und trotzdem noch nicht bewusst wahrgenommen,
war das erklärte Ziel am Samstag vorige Woche.

Es dauerte eine knappe halbe Stunde und wir trafen am
Haus der Freunde an.



Dann ging es zu Fuß durch die Stadt Ichenhausen...




Die Stadt liegt an der Günz und an der Mittelschwabenbahn von Günzburg über Krumbach
nach MindelheimDurch Ichenhausen führt die



Die Herren von Roth waren seit dem frühen 14. Jahrhundert
Lehnsherr des Ortes. Im Jahr 1406 erhielt
der Ort das Marktrecht.

1574 erwarben die Freiherren vom Stain von Rechtenstein
zu Niederstotzingen den Ort. Mit der Rheinbundakte 1806
kam der Ort zumKönigreich Bayern und wurde
1818 durch das Gemeindeedikt eine Patrimonialgemeinde,
die bis 1843 bestand. 1913 wurde Ichenhausen zur Stadt erhoben.


Seit Jahrhunderten lebten jüdische Familien im Ort,
die sich an der Straße nach Krumbach einen
eigenen jüdischen Friedhof einrichteten und in der
Vorderen Ostergasse 24 im Jahr 1687 eineSynagoge erbauten.

Diese wurde 1781 erneuert.

1933 waren 13 % der Einwohner jüdischen Bekenntnisses.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde das jüdische Gotteshaus
und der jüdische Friedhof am 10. November organisiert durch
die Günzburger NSDAP-Kreisleitung verwüstet. In einem Strafprozess
vor dem Landgericht Memmingen wurden 1948 deshalb sieben
Personen zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Quelle: Wikipedia




Doch wir wählten bewusst noch einen weiteren Umweg vorbei an
der Synagoge, deren Geschichte ebenfalls eng verbunden
ist mit Ichenhausen.






...zurück auf der Hauptstraße liefen wir dann in Richtung
Weihnachtsmarkt und zum Schulmuseum..

Die alte Schule.

Die Freunde führten uns durch die Straßen
dieses besonders reich an 
alten Häusern und interessanter, geschichtsträchtiger
Vergangenheit.




Wir beschlossen eine Führung zu machen bzw. an einem
Schulvortrag teilzunehmen, den Blick in die Vergangenheit
zu wagen.


Im Foyer zahlten wir den Eintritt.

...und dann konnte die Unterrichtsstunde beginnen.






Bärli und die Hausaufgaben

Wie bei Menschenkindern auch,
ist’s bei Bären nun mal Brauch
für das Leben tags zu lernen,
träumen darf man unter Sternen.

Bärli geht seit einem Jahr
in die Schule. Wunderbar
findet er, was man da macht,
viel gelernt wird und gelacht.

Schreiben, Rechnen, Malen, Lesen,
das gefällt dem Bärenwesen.
Und ihr Lehrer, Meister Brumm,
sorgt dafür, dass keiner dumm.

Wenn die Schule mittags aus,
läuft auch Bärli froh nach Haus.
Nach dem Essen geht’s zum Spiel,
denn Bewegung brauchen viel
alle Kinder, auch die Bären.

Mutter lässt ihn nun gewähren.
Mag er seine Freude haben.
Aber auch die Hausaufgaben
soll der Bärli bald noch machen.

Dem vergeht da schnell das Lachen,
möchte gern nur draußen bleiben,
statt zu Haus zu rechnen, schreiben.

Mutter zwar, erklärt ihm richtig,
dass die Übung sei sehr wichtig.
Aber Bärli glaubt das nicht,
ist ein fauler Bärenwicht.

Oft hat er nun, statt zu üben,
sich im Freien rumgetrieben,
denn es macht ihm viel mehr Spaß
mit Freund Brumm im frischen Gras
Raufen, Fangen, Ball zu spielen,
statt ins Schulbuch rein zu schielen.

Bald jedoch ergibt sich dann,
dass er manches nicht mehr kann.
Was er glaubte schon gelernt,
hat sich aus dem Kopf entfernt.

Eines Tages nämlich wollte,
weil der alte nicht mehr rollte,
er ‘nen neuen Ball sich kaufen,
musste drum zum Kaufhaus laufen.

5 Euro hielt er in der Hand,
gab sie dem Kaufmann, der befand:
„2 Euro kostet dieser Ball,
du kriegst zurück auf jeden Fall
2 Euro, hast mir 5 gegeben.
Viel Spaß beim Spielen, muss mal eben
nach vorne geh’n, da kommen Kunden!“

Der Bärli ward schnell abgefunden,
lief dann mit seinem Ball nach Haus,
kam an, sehr fröhlich sah er aus;
traf Bruder Brummel, sprach voll Glück:
„2 Euro gab er mir zurück!“

„Ach , Bärli, rechnen solltest du !
Da fehlt 1 Euro noch dazu.
Jeder weiß 5 – 2
Das ist und bleibt noch immer 3!“

Da war der Bärli doch verdutzt,
ihm schien’s , dass Üben doch was nutzt.

Seither macht er erst Hausaufgaben,
um dann zum Spiel noch Zeit zu haben.

© Ingrid Herta Drewing, 2013



Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses
märchenhaft schöne Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!








...und ich sende herzliche Grüße in den Äther

Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.



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