27. November 2015

Die Tage zählen...

...bis Weihnachten:
Ein kindliches Drängen
- auch bei den Erwachsenen.

Heute.

Früh aufgestanden, übernächtigt, müde in den grauen Novembertag
gesehen beim Heraufziehen der Jalousie.
Ein Blick in die Tagespresse muntert nicht unbedingt auf:
ein Skandal jagt den nächsten.

Szenenwechsel erforderlich!

Also blättere ich weiter und finde eine Beilage über die in unsere
Region stattfindenden Weihnachtsmärkte.
Das ist doch genau richtig für die Stimmungslage!?


Doch wohlgemerkt suche ich die kleinen, feinen vielleicht nur an zwei
Wochenenden durchgeführten Märkte.

Es geht mir / uns nicht um Glühwein-Sauftouren,
oder Alltagskram in den (schein-)heilig aufgeschmückten Buden.


Es geht mir persönlich um liebevoll gestaltete Handwerkskunst,
die aus Holz, Stroh eventuell Papier oder Glas zum
Fest vorbereitet wurden, und vor allem um die Stimmung,
einen feierlichen Moment aufzubauen.


...nach der Zeitungslektüre galt es jedoch
erst einmal wieder einen Arzttermin wahr zunehmen.


Das neue Ärztehaus am Vincentinum in Augsburg

Blumengruß für die Blogfreunde




Über die Geduld

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären...

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.




Er kommt doch!


Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit...

Man muss Geduld haben
mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.



Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

Rainer Maria Rilke





„Architektur ist erfrorene Musik.“

Arthur Schopenhauer



Der geistliche Vater des Gesundheitsparks Vincentinum ist der
Hl. Vinzenz von Paul (1581–1660). 

Zusammen mit der heiligen Louise von Marillac (1591–1660) sammelte
er Gleichgesinnte um sich, die sich den Hilfsbedürftigen ihrer Zeit zu wandten.



Gegenüber von dem neuen Ärztehaus steht Industrie.

Gestern.

Liebe Post bekommen, welch` Überraschung
uns wurde ein Buch zugesandt.

 Danke dafür, liebe Elisabeth!


Morgen.



Endlich Wochenende. Der Samstag gilt als echter
Feiertag bei uns.

Wir fliegen aus dem Haus, alles
wird stehen und liegen gelassen.

Abstand!


Szenen aus Hochzoll, einem östlich gelegenem
Stadtteil von Augsburg.


Zusätzlich geteilt mit Image-In-Ing...




Zitat im Bild...

...am Samstag, eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von  Nova.








...den Adventskranz geschmückt mit vielen Zapfen
aus dem Wald und Holz, Strohsternen, die eventuell
von unserer Fanny heruntergezupft werden - sie
lauert bereits...





Weihnachtlicher Schmuck bei Freunden...


Habt es alle fein, und ein schönes Wochenende
zum ersten Advent, wünscht Euch

Heidrun



Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.


24. November 2015

Einen Engel, Frost...

...und einen Schneemann
gab es dieser Tage!



Der Natur Donnerstag von Jutta ruft
und ich biete ein paar Bilder
aus unserem Vorgarten dazu an, außerdem habe
ich neu bei Gabriele den Streifzug-am-Mittwoch geteilt.



...doch der Reihe nach: Den Engel bzw. eine
rührend-lustige Geschichte erfuhr ich in der
Physiotherapie, die ich gerade wieder regelmässig
besuche, um die schmerzhafte Schulter
beweglich zu halten.

Es handelt sich um eine Kinderzeichnung!
Ich bat meine Physiotherapeutin R., die
ich sehr schätze, mir diese Zeichnung einmal
mitzubringen. Und die lustige Geschichte?
Da mache ich es einfach einmal richtig spannend...


Diese Geschichte gibt es nämlich dann gemeinsam
mit dem Bild der Kinderzeichnung.


Den Frost fing ich übrigens fotografisch mit meiner 
"kleinen" Lumix ein, die meistens dabei ist.

Es ist der Efeu der sich u.a. um unseren
Vorgarten, sowie um das  häßliche Tonnenhäuschen rankt.






Die Frostbilder verzaubern die Landschaft,
und regen zum Träumen an.


Verzuckert süß zum Betrachten,
und in eine stille Haltung zwingt
der Frost die Natur.




Winterlicht

Im Nebelbett schläft noch das Land.
Ein dunkler Wintermorgen lässt es länger träumen.
Es schenkt der Raureif ihm sein Pfand.
Dort, wo kein Vogel singt,
kein Eichhörnchen jetzt springt,
bemalt er fröstelnd Bäume.


Im hellen Sonnenglanz erwacht,
als Zaubermärchen grüßen dich nun die Gefilde
in filigraner, weißer Pracht.
Ein Funkeln leuchtend spricht,
und lächelnd hier im Licht
erlebst du Winters Milde.


© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses  herrliche Wintergedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!







Mein Weg führt mich über Gablingen und ich ließ kurz
die Fensterscheibe vom Wagen herunter, um die herrlich
verzuckerte Landschaft einzufangen.

Ein strahlend blauer Himmel krönte die Szene.






Und schließlich den Schneemann bekam ich als
Postkarte gesandt und freute mich sehr darüber.

Danke liebe Elisabeth!




.



Zu Hause hatten sich unsere beiden Lieblinge gemütlich
eingekuschelt, zumindest die Luzie. Fanny begleitete mich
an den PC, um zu beobachten was ich da treibe...


Habt es alle fein, und einen guten Ausklang dieser Woche,
um dann in den Advent zu gleiten,
wünscht Euch

Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
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23. November 2015

Normal...

...ist es, dass es zu dieser Jahreszeit
schneit: Der Winter hielt kurz Einzug bei uns!



Normal... ist es jetzt Briefe und Karten zu versenden.
Mehr als im Rest des Jahres, neben den Paketen.


Meine Kuverts bemale ich dabei ganz gerne und zur Zeit
ist es meine Friedenstaube, die ich verschicke.



Am Dienstag bot Google wieder ein Bildchen:
vor 41 Jahren wurde in Hadar mit Lucy das bekannteste Fossil
des Australopithecus Afarensis entdeckt. Google erinnert daran
mit einem Google Doodle.

Am 24. November 1974 von Donald Johanson in Hadar entdeckt und
benannt nach dem Beatles-Song „Lucy in the sky with diamonds“,
der am Tage der Entdeckung im Forschercamp mehrfach vom Tonband
abgespielt wurde.

Das Skelett wurde aufgrund von Überlegungen zum
Größenverhältnis der Geschlechter (Geschlechtsdimorphismus) bei
Australopithecinen einem weiblichen Individuum zugeschrieben;
diese Interpretation ist aber umstritten.




Für Christa`s schöne Aktion trotz der Blogpause....


S / W-Fokus_2015









"Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; 
man kann gut darauf gehen - 
doch es wachsen keine Blumen auf ihr ..."
Vincent van Gogh





Resignation 

Es gibt noch Leute, die sich quälen,
aus denen sich die Frage ringt:
Wie wird der Deutsche nächstens wählen?
Wie wird das, was die Urne bringt?

Die Guten! Wie sie immer hoffen!
Wie macht sie doch ein jedesmal
der Ausfall neuerdings betroffen!
Als wär' er anders, wie normal!

Wir wissen doch von Adam Riese,
dass zwei mal zwei gleich vieren zählt.
Und eine Wahrheit fest wie diese
Ist, dass man immer Schwarze wählt.

Das Faktum läßt sich nicht bestreiten,
auch wenn es noch so bitter schmeckt.
Doch hat das Übel gute Seiten:
Es ruhet nicht auf Intellekt.

Man muss die Sache recht verstehen;
sie ist nicht böse, ist nicht gut.
Der Deutsche will zur Urne gehen,
so wie man das Gewohnte tut.

Wer hofft, dass es noch anders würde,
der täuscht sich hier, wie überall.
Die Schafe suchen ihre Hürde,
das Rindvieh suchet seinen Stall.
(1867 - 1921), deutscher Erzähler, Dramatiker und Lyriker













21. November 2015

Zitat im Bild...

...am Samstag, eine sehr gerne besuchte Aktion,

ein sehr schönes Projekt von Nova. 


Zusätzlich geteilt mit Image-In-Ing...










Ein leeres Apfelgehäuse, das ich fand...

...und unbedingt fotografieren wollte.


Hatte es einem Vogel als Nahrung gedient,
oder war hier ein anderer Nager zugange gewesen!?





Mein Weg führte mich zu einem stadtbekannten Stoffgeschäft
mit langer Tradition. Nachdem meine Besorgungen erledigt waren,
bummelte ich noch ein wenig in der Altstadt...




Hier wollte ich schon längst einmal einen
Kurs mitmachen!

Vielleicht klappt es zeitlich im neuen Jahr?!






(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik,

Naturwissenschaftler und Staatsmann





Winterwünsche

Nun auch November nebelsüchtig endet,
und Spätherbst räumt dem Winter das Revier.
Ob der Dezember sonnentüchtig blendet?
Die Wetterfrösche melden Kälte hier.


Man möchte gern die weißen Sternchen sehen;
und auf den ersten Schnee die Kinder warten.
Sie wollen auf den Berg zum Rodeln gehen,
den Schneemann bauen; der soll steh’n im Garten.


Auf weiße Pracht sind Pendler nicht erpicht.
Der Weg zum Arbeitsplatz wird schnell zum Graus;
auf glatten Straßen, oft noch Nebel dicht,
steckt man im Stau, kommt abends spät nach Haus.


Und doch wünscht im Advent, zur Weihnachtszeit
so mancher, dass es stimmungsvoll, schön schneit.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Herbstgedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!















Was liegt denn hier auf der Seite!?


Genau!
Es ist ein Büchlein um das Grundgesetz.

Wie passend es auf den Boden zu werfen?



Nun, wir sind eben in der Brecht-Stadt...








Ich hatte beschlossen,
mir meine gute Stimmung nicht
nehmen zu lassen!


Habt es alle fein, und ein schönes Wochenende
wünscht Euch

Heidrun



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20. November 2015

Lebkuchen ...

...liebe ich sehr. Allein der Duft
verbreitet adventsmässige Stimmung.

Vorbereitungen.

Für Weihnachten kann frau gar nicht früh genug
beginnen. Es artet sonst, wie zu vermeiden - immer
wieder in unfestlichen Stress aus.


Vorher jedoch noch einen Spaziergang.

Wir waren erneut in Rain am Lech zum Kaffee
und Kuchen genießen und um den Ort wieder
zu besuchen. Dazu die Blumenbilder:
Ein Blütengruß für die Blogfreunde!



Zuhause wartete Arbeit auf mich: Kursvorbereitungen für die
Musemusmühle in Thierhaupten. Dazu hatte ich entsprechende
von Hand geschöpfte Papiermuster erhalten, mit dem
Wasserzeichen der Mühle...





Lebkuchen 

Zutaten:

400g gemahlene Mandeln, 400g gehackte Mandeln,
6 Eier , 250g Zucker, 200g Zitronat, 200g Orangeat,
100g kandierter Ingwer,
1 TL gemahlene Nelken, 2 TL gemahlener Zimt,
1/4 TL gemahleneKardamom, 1/4 TL gemahlener Piment,
1/4 TL gemahlene Macis (Muskatblüte), oder einfach die im
Handel erhältliche Lebkuchenmischung,
2 Prisen Salz, eckige ode runde Oblaten

Zum Glasieren:

ca. 500g Blockschokolade (Vollmilch oder Zartbitter), 180g Puderzucker 
  

Zubereitung:

Die Eier zusammen mit Zucker und Salz schaumig rühren. Orangeat,
Zitronat und Ingwer klein hacken und zusammen mit
den übrigen Zutaten unterheben. 10 Minuten ziehen lassen.

Diese Lebkuchenmasse mit einem Löffel auf die Oblaten setzen.

Diese Teiglinge nun auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen
und bei 175°C Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen.

Die Lebkuchen sind nur schwach gebräunt und weich, wenn sie
frisch aus dem Ofen kommen!
Lebkuchen abkühlen lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen.
Puderzucker mit etwas Orangensaft glatt rühren.

Die Lebkuchen auf der Oberseite mit Schokolade
und/oder Puderzuckerglasur überziehen und
die Glasur auf dem Backblech trocknen lassen.


Wobei ich eindeutig der dunklen Schokoglasur den Vorzug gebe...

Die Lebkuchen in entsprechende Dosen verpacken und ein paar
Tage stehen lassen - dann entwickeln die Lebkuchen ihr Aroma.
Lebkuchen halten sich derart einige Wochen, frau kann sie
also entsprechend zeitig vor dem Advent zubereiten...











Das Wasserzeichen des Mühlenmuseums ist hier deutlich zu sehen.




Das alte Karussell

Lebkuchen duften, süßes Glück
die Zuckerwatte, weiß wie Schnee.
Ein Lichtermeer verwöhnt den Blick,
und Sterne funkeln in der Höh’.

Nostalgisch schön das Karussell
schickt kleine Pferdchen auf die Reise.
Es lässt sich Zeit, dreht sich nicht schnell,
und Lieder klingen lieblich, leise.

Ein Bild aus längst vergangnen Zeiten
ruft mir Erinnerung zurück,
seh’ mich als Kind dort mutig reiten,
begleitet von der Mutter Blick.

Wie schön, dass manches bleibt erhalten,
webt weiter diesen Kindertraum,
dass nicht nur Digital-Gestalten
wild flimmern unterm Weihnachtsbaum!

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Herbstgedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!











Habt es alle fein, und ein wunderschönes Herbstwochenende,
wünscht Euch

Heidrun


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18. November 2015

Blick in unseren Garten...

...Bilder noch vom September, die sehnsüchtig
darauf warteten endlich gezeigt zu werden.


Nüsse.

Sie sind beliebt bei Jedermann, sie werden
zwischendurch verzehrt, man verwendet
sie zum Backen und gerne überhaupt in der Küche
für vielerlei Zwecke.

Ein Beitrag, der einen Blick auf
unsere heimische Vielfalt an Nüssen aufzeigen möchte,
gewidmet für die schöne Natur-Aktion von Jutta.


Die Bilder zeigen die Blätter und noch grünen Früchte,
Haselnüsse von unserer Korkenzieherhaselnuß,
die seitlich an der Terrasse wächst und uns erfreut...


Schalenobst (auch Schalenfrüchte) ist die handelsübliche
Bezeichnung für Obst, dessen Fruchtkerne von einer harten,
meist holzigen Schale umgeben sind.

Es handelt sich um Nüsse und Kerne, die für den menschlichen
Verzehr geeignet sind. Ihre Fruchtwand – die Schale bzw. das Perikarp –
ist dagegen nicht zum Verzehr geeignet.

Die Nüsse werden von Kleinsäugern (EichhörnchenBilchenMäusen)
und Vögeln (Kleibern und Hähern) verbreitet.

Diese Tiere nutzen die Nüsse als Nahrung, durch verlorene
Nüsse und vergessene Nahrungsverstecke sorgen sie
gleichzeitig auch für die Ausbreitung der Samen.
Erntezeit ist üblicherweise September/Oktober.

Quelle: Wikipedia


Vorne in unserem Vorgarten wuchs eine derart
vergessene Nuss. Im Verdacht haben wir tatsächlich
die Eichhörnchen: Es wuchs ein kleiner Walnuss-Baum.
Den stutzen wir uns regelmäßig zurecht und formten
auf diese Weise einen Strauch daraus...





Kalter Regentag

Der Herbst fasst heut’ mit nassen, kalten Händen

den sommermüden Bäumen ins Gesicht,

die ihren Blättern nun das Grün entwenden.

Diffus nur schenkt sich dieses Tages Licht.


Doch noch hält reiche Ernte die Natur:

Kastanien, Eckern, Eicheln, Nüsse fallen.

Eichhörnchen sind hier flink auf Sammel-Tour;

man sieht sie, wenn vorbei der Nebel Wallen.


Mich fröstelt dieses trübe Regenbild;

ich sehne mich nach goldenem Oktober

und klarem, blauem Himmel, sonnenmild,

der Bäume Farbenspiel hell in Zinnober.


Damit wir aus den milden Frühherbst-Zeiten

nicht gleich in graue Nebelfänge gleiten.



© Ingrid Herta Drewing, Oktober 2015

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Herbstgedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!





Auszug aus der Zeitschrift  "Die Gartenlaube"
von 1867 - unter Wikiquote steht der gesamte
Artikel zu lesen.


Das „Bescheeren“ an Kinder und Erwachsene am Weihnachtsabend
unter dem kerzengeschmückten Christbaum ist auf dem Lande
und unter den Bauern nicht üblich; diese protestantische,
norddeutsche Sitte ist erst zu Anfang dieses Jahrhunderts
von den protestantischen Prinzessinnen, welche die
Krone Baierns trugen, in die Kreise des Hofes und der
höheren Gesellschaft der Hauptstadt und von da 
in den Bürgerfamilien auch der Provincialstädte eingeführt
worden.

Dagegen kommt in ganz Baiern und Schwaben eine
höchst merkwürdige Liebessitte am ersten Weihnachtsfeiertag vor:
das sogenannte „Kletzen-Schneiden“ oder
„Scherzel-Schneiden“.

Das Mädchen schenkt ihrem Schatz den „Kletzenweck“, ein
Gebäck aus schwarzem Brod mit Mandeln, Dörrobst und
Feigen, schneidet das „Scherzel“, das runde Ende, ab
und verzehrt es gemeinsam mit ihm.

Diese symbolische Handlung bedeutet, dass Mädchen
und Bursch sich für das kommende Jahr als zur Treue
verpflichtetes Liebespaar feierlich anerkennen und Lust
und Leid mit einander theilen wollen.


Dieses oder ein ähnliches Gebäck muss in der Heidenwelt zu
dieser Zeit als Opferkuchen üblich gewesen sein, denn
noch jetzt fürchtet die Bäuerin Krankheit oder Tod, wenn
das Gebäck verbrennt oder sonst übel ausfällt.




Habt es alle fein, wünscht Euch allen

Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
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