31. Oktober 2013

A l l t ä g l i c h k e i t e n

fragt  Luise-Lotte  in ihrem Blog unter Ihrem Projekt ab ...

Taschen

Danke, Luiserl einmal mehr für diese nette Idee.

Taschen begleiten uns tagein, tagaus ... Woher kommt dieser Begriff?

 

Meine Recherche ergab:

Die Römer verwendeten den Begriff »Sinus«  für Tasche.
Aus der Mathematik bekannt! Den Begriff Sinuskurve schuf
Gerhard von Cremona 1175 als Übersetzung
der arabischen Bezeichnung  »gaib«  für Tasche.

Hier meine Tasche für die Seminare gepackt
und die kleine Phototasche für die Lumix ...



Dagegen steht das Wort »saccus« für den Sack.

Eine Tasche kann auch ein kleiner Sack, ein Säckchen sein.



Der Begriff wird ebenso auf das lateinische taxare zurück geführt,
das für Gift steht und im Gattungsnamen der Eibe (taxus baccata)
wieder zu finden ist. Die Nadeln der Eibe sind für manche Tierarten
wie Pferde, Schafe und Ziegen, aber auch Katzen und Hunde, Nager
und Vögel tödlich giftig.

Taxare (als Ursprung für Taxi usw.) bedeutet demnach wohl:
Den Wert ermitteln, der noch nicht giftig ist.





Hier seht ihr meine beiden anderen Phototaschen:
Links für die Olympus und rechts für die neue Canon. 



Außerdem ist etymologisch hier der Zusammenhang zwischen
dem französischen Wort »poche« für Tasche und dem aus
dem englischen bzw. amerikanischen bekannten Pokern interessant,
das dem mittelalterlichen Pochspiel nicht unähnlich ist.

In der klassischen
Variante von Pokern siegt letztlich nicht der, der die besseren Karten hat,
sondern der, der mehr als der andere setzen kann. Man könnte auch sagen:
Es siegt der, der auf den Inhalt seiner Taschen (sein Geld)
setzen kann.

Spielerisch würde es dagegen eher bedeuten:
Es siegt, wer mehr auf seine Karten setzen (pochen) kann.


 Hier poche ich einmal auf meine Einkaufstasche
und zeige meinen selbst genähten Sack.

Der in Verweigerung der Plastiktüten (fast) täglich
seine häufige Verwendung findet.




... und biete jedem dieses Label zum Mitnehmen an ...




 
So sehen dann gebrauchte Plastiksachen (Umverpackungen) nachher bei mir aus:
Sie werden zu Kunststückchen. Lauter Blüten und Sterne ...





Habt es alle fein, wünscht Euch

Heidrun



Vielen Dank an dieser Stelle für die wirklichen lieben Kommentare
zu den letzten Posts. Aus Zeitgründen schaffte ich
keine einzelne Beantwortung ... Sorry!

Übrigens: Den Pullover mit Herbstlaub und Weinbeeren habe
ich vor langer Zeit einmal gekauft ...  Er ist nicht selbstgestrickt.


30. Oktober 2013

Ein Stück Himmel ...

My Sky heißt es bei Kirstin, den Krümelmonstern

und

Ein Stück Himmel ist das Motto auf  Tina`s Blog

und

Skywatch Friday

Sonnenschein, (fast) blauer Herbsthimmel  in Augsburg.
Das Augsburger Rathaus gehört zu den eindrucksvollsten
Rathäusern Deutschlands und gilt als einer der bedeutendsten
Profanbauten der Renaissance nördlich der Alpen.
Zusammen mit dem Perlachturm ist es das
Wahrzeichen der Stadt Augsburg.
Zitat von Wikipedia
 
...  das Rathaus gesehen vom hinteren Rathausplatz ...



In der Freude 

                                                    über einen sonnigen Tag

                             materialisieren sich 

leise unsichtbare Ideen.



August Macke (1887 - 1914 in Frankreich gefallen)

Er lernte an der Düsseldorfer Akademie,
kurze Zeit auch bei L.Corinth in Berlin, empfing entscheidende Eindrücke
von der jungen französischen Malerei (Kubismus, Fauvismus) in Paris und
schloß sich 1911 dem »Blauen Reiter« an.




... der Perlachturm ...

Den Perlachturm kann frau besteigen ... und wenn ich an dieses kleine
Abenteuer decke, gerate ich immer noch außer Puste.


Der 70 m hohe Perlachturm ist ein Turm in der Altstadt von Augsburg.
Im 10. Jahrhundert als Wachturm erbaut, ist er heute im Ensemble
mit dem benachbarten Augsburger Rathaus ein Wahrzeichen der alten Reichsstadt.





 Habt es alle fein wünscht Euch

Heidrun

29. Oktober 2013

Zwei Posts auf einmal ...

die  Fotomitmachaktion


... view down ...


  bei   Kirstin von den Krümelmonstern  gibt es weitere Bilder zu sehen.



Und die Vorgehensweise erklärt sich von selbst!

Hier hatte ich eine Besprechung ...
... und ging dann hinaus aus dem Hof in Richtung Schwedenmauer





Mein Blick nach unten führt viele Stufen hinab, entlang der alten Stadtmauer, der sog. Schwedenmauer.

Sie gehört zum 7. Stadtbezirk, dem Bleich und dem Pfärrle.

Während der Besetzung Augsburgs lernte König Gustav Adolf den schlechten Zustand der veralteten Stadtbefestigung kennen. Er ordnete deshalb noch 1632 die grundlegende Modernisierung der Gesamtanlage an. Den Auftrag zum Entwurf entsprechender Pläne erhielt der schwedische Generalquartiermeister
Isaac de Traittorens, der einen vollständigen Festungsring nach niederländischem Muster vorsah, der die Stadt ovalförmig mit einer Kette von »Ravelins« umschließen sollte. 


Die Umsetzung gestaltete sich in mehreren Zeitabschnitten. Man musste das umfangreiche Projekt erheblich reduzieren. Den die Stadt konnte weder die gigantische Anlage finanzieren, noch die zur Verteidigung erforderlichen Soldaten dafür aufgetrieben. 

Heute sind die Teil der Stadtmauer hoch über dem »Unteren Graben«.





 

Außerdem war ich ganz nah mit meiner Kamera ...
Also zusätzlich ein Beitrag für

...ganz nah`dran ...


von der lieben Sabine auf die Beine gestellt.



Es gibt eine Stille 
                            des Herbstes 
bis
in die Farben hinein.

Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929), österreichischer Lyriker,
Dramatiker, Erzähler und Essayist, Autor
des Librettos zum »Rosenkavalier« von Richard Strauß





Habt es alle fein, wünscht Euch
Heidrun

28. Oktober 2013

Magic Monday ... farblos

  Lese den neuen Begriff und rufe in Gedanken: Das gibt es bei mir nicht!
Alles reflektiert und sendet Farbe.

Vielmehr sehe ich dies philosophisch, vielleicht metamorphisch
- so will sich der Begriff der Farblosigkeit bei mir vorstellen.


Magic Monday ... heißt es wieder, diesmal unter dem Motto

farblos

initiiert von Paleica


Das  Grimmsche Wörterbuch gibt zuerst Auskunft.

... weisz bdeutet auch glänzend, weisz ist das helle Sonnenlicht
und Farbe ist ja nichts als reflectiertes Licht, sodasz schwarz eigentlich
das Farblose bezeichnet ...

 Schwarz wird bei den Gebr. Grimm ergo mit dem Fehlen von Licht
und damit ohne Farbe gleichgesetzt.

Glas, Wasser, Plastik werden oft als farblso angesehen, weil das Licht
  hindurchfällt (durchsichtig = farblos).

Ansonsten denke ich an die Begriffe / Redewendungen:
Farbe verlieren ... Das heißt, dass jemand blaß vor Schreck wird.

oder
Jemand als "farblos" angesehen, eine Person darstellt, der es so
gänzlich an Interessantem mangelt.

Eine Besonderheit in der Photografie / der Bildbearbeitung sind monochrome Bilder.
Zwischen Farbe und Schwarzweiß: Monochrome, also einfarbige Bilder.



Ohne Farbe keine Form.

Rudolf Maison (1854 - 1904), deutscher Maler und Bildhauer
Quelle: »Künstlerworte«



... vorher ...
 



Die Langeweile nimmt allem,

was sie berührt, die Farbe.

Sully Prudhomme (1839 - 1907), eigentlich René François Armand Prudhomme,
französischer Notar und Lyriker, erster Nobelpreisträger für Literatur 1901



 Etwas weicher ...



Habt es alle fein, wünscht Euch in einer bunten Welt

Heidrun
 


Montagsherz ... Geschenk

Jeden Tag, wenn ich die Jalousie in der Küche hochziehe sehe ich es
und freue mich darüber.

Das herziges Präsent, das ich von meiner lieben Freundin
erhielt anlässlich meines Besuchs in Korntal-Münchingen:
 
Ein, d.h. Zwei geschenkte  Filz-Herzen

für Frau Waldspecht`s beliebte Aktion.



Eine Freude

Wenn du in ein Leiden senkst
einer Freude Licht,
was du dann dem Herzen schenkst,
oh, du ahnst es nicht!


Eine Kraft ist's, die geheim
neues Leben weckt,
einer Hoffnung zarter Keim,
der zum Licht sich reckt.


Eine Rast fürs müde Herz,
alle Angst zum Spott,
Ja, ein Schild in Not und Schmerz
und ein Weg zu Gott.

Elisabeth Josephson
(1861 - 1906), deutsche Schriftstellerin
 Es  gestaltet sich schwierig, über diese Autorin etwas in Erfahrung
zu bringen. Einzig der Hinweis auf ein verlegtes Buch mit dem Titel:

Perlen aus bittrer Flut. Gedichte und Sprüche
Nach ihrem Heimgang hrsg. von B. Josephson-Mercator.

Zitat

Kein Lebensbild, keine Lebensgeschichte wollen diese bescheidenen Blätter bieten.
Nur einige Züge von dem Bilde einer Frau und Mutter, die mit einer seltenen
Fülle natürlicher Gaben ausgestattet und vielen, vielen zum Segen geworden,
doch keinen höheren Ruhm kannte als den Paul Gerhardts:

“An mir und meinem Leben
Ist nichts auf dieser Erd;
was Christus mir gegeben,
das ist der Liebe wert.”

Abiit, non obiit.
Klein-Oschersleben, im Frühling 1907
Hermann Josephson





Habt es alle fein und einen guten Start in den
nahenden November
wünscht Euch Heidrun

27. Oktober 2013

Sonntagsplaudereien ...

Morgens um Fünf ist die Welt ...
... einfach zu früh wach, aber Miezkatz No. II. fordert Ausgang!

Und so mache ich mich eben auch auf in den Sonntag.
Sämtliche Uhren müssen doch umgestellt werden.



Gestern fand eine vermutlich letzte Tour nach Wolnzach mit dem Roller statt,
verbunden mit einem großen Treffen anderer Biker und es gab Ente zu essen.

Eine ruhige Fahrt über die Dörfer: Richtung Aichach, Schrobenhausen,
der Spargelgegend dann weiter über ein Stück
Autobahn ... bei herrlichstem Herbstwetter!



Treffpunkt Gasthof  "Siebler z'Egg"


Die Hallertau, Holledau oder Hollerdau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

Eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft.

Der Blick in das hügelige Land ist geprägt von den Hopfenstangen,
den Hopfengärten. Bis zu sieben Meter hoch ragen die architektonisch
kunstvoll aufgebauten Hopfengerüste in den Himmel.
Das ist ein besonderes Bild - Sommer wie Winter.

Nicht zuletzt ein Grund für die vielen Hallertauer Mythen, Sagen und Geschichten.


Kelten, Römer, die Menschen im Mittelalter und  auch die darauf folgenden
Epochen wie z. B. die Barock-Zeit haben im Hopfenland Hallertau eindrucksvoll
ihre Spuren hinterlassen. Viele Keltenwälle und römische Überreste
wie das Römerkastell Abusina in Eining bei Bad Gögging und imposante
Klöster wie Weihenstephan in Freising, Weltenburg, Scheyern oder Rohr i.NB
erinnern daran.


Die Entstehungsgeschichte lässt sich in vielen Museen der Region
erfahren, etwa im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach oder im
Kelten-Römer-Museum in Manching bei Ingolstadt.


... angekommen ...





 ... auf dem Rückweg ...

foto projekt | beauty is where you find it #82











Wir rollerten dann in aller Gemütlichkeit
Richtung Heimat zu unseren beiden kleinen
Raubtieren wieder zurück.





Habt es alle fein, wünscht Euch

Heidrun

24. Oktober 2013

A l l t ä g l i c h k e i t e n

Manchmal komme ich vorbei an Landschaft und grübele über einem Bild,
verfolge einen Gedanken, der dann vergeht ... 

Verfliegt er, kommt er wieder zurück?
Gerade jetzt: So bunt, so schön aber vergänglich -
ein Aufbäumen der Natur
vor dem kalten Winter.

Setzt sich das bunte Bild vielleicht 
in meinen Kopf fest und baut ein Nest.
- Erica Sta -


Alltäglichkeiten fragt  Luise-Lotte unter Ihrem Projekt ab ...

Herbstblätter

Danke, Luiserl für diese jahreszeitlich passende Idee.

 

Indian Summer färbt die Landschaft und wir sehen leuchtend

gelbes, rotes, oranges, braunes und auch noch grünes  

-  gesprenkeltes Laub.

 

Ein Blick in unseren Garten ...

... der Lebkuchenbaum an der linken Seite des Gartens ...

Der Lebkuchenbaum ist nicht einfach zu identifizieren.
Er wurde uns seinerzeit von der Gärtnerei seo genannt, jedoch
wenn frau nachfahndet heißt er dann doch anders: Der Kuchenbaum
oder japanischer Katsurabaum (Lebkuchenbaum) oder einfach, jedoch
nicht eindeutig, Kuchenbaum genannt, ist eine Baumart aus der nur
zwei Arten zählenden Gattung Kuchenbäume  ...

Jetzt kann ich es mir aussuchen!






Unsere kleine Luzie begleitet meine Aufnahmen gewissenhaft!


Luzie stapft durch den Herbstgarten ...

... eine Schnecke ist auch noch unterwegs ...


Herbstliches Laub, wie der Efeu, der sich jedoch kaum verändert.

Es sind dazwischen
auch immergrüne Sträucher und Stauden im Garten ...





Von unterwegs ...

... ein einsam hingewehtes Blatt auf dem Mauervorsprung (nicht in unserem Garten)





... und ein Blick auf unseren Tisch


Abschließend der Blick auf meinen Herbstlaub-Pullover ...



... den ich einmal neckisch

  in den Baum gehängt habe!










Habt es alle fein, wünscht Euch

Heidrun