30. April 2013

die Kaktusblüte ...

... zu fotografieren, stand morgens nach dem Müsli auf dem Plan!


Gestern Abend entdeckt, dass die Sukkulente, die bei uns im Bad steht,
erstmalig eine Blüte zeigt.




Wie diese Stäbchen-Sukkulente genau heißt, muss ich nachreichen und
meine Schwester fragen. Meine kleine Schwester sammelte seinerzeit Kakteen
und ihr Pflanzenumfang im Haus meiner Eltern war deutlich größer und
besser als der im Botanischen Garten in Augsburg.


Dort, nämlich im Botanischen Garten, besuchte ich vor einigen Jahren einmal
die Gewächshäuser und u.a. die Sammung der Kakteen.

Meine Schwester besaß zum Schluß über 200 verschiedene Exemplare ...


Doch zurück zu der morgendlichen Fotosession!

Die Schale stellte ich auf den Terrassentisch, da das morgendliche Licht so schön
durch die Zweige blinzelte.

Konzentrierte mich auf die kleine Blüte, die nachgemessen nur
etwa 12mm groß ist und wunderschön.

Als unsere Luzie vom ersten Herumstreunern plötzlich seitlich vom
Nachbarsgrundstück in unseren Garten sprang und verfolgte,
was ich da tat  - irgendwie hat sie eine Antenne, sobald ich im Garten bin,
kommt sie von wer-weiß-woher.

Weil ich so beschäftigt mit der Kamera hantierte und ihr gar
keine Aufmerksamkeit schenkte, rannte sie von links nach rechts,
jagte die arme Fanny ein wenig, wurde ausgeschimpft ...
und wollte dann wieder einmal beweisen, dass sie gut klettern kann.


 Es widerspricht gegen das Licht zu fotografieren - aber
es half nichts, ich musste "knipsen" ...




Nun hatte die kleine Luzie meine ganze Aufmerksamkeit!




Ich überlegte, es wäre nicht das erste Mal, dass Luzie
den Abstieg nicht schafft und kläglich ruft.

Was würde als nächstes passieren?


Doch nach einigen Zurufen und mehrmaligen hin- und herdrehen
sprang der kleine Tiger wohlbehalten vom Baum und rannte in die Küche
zum Napf, der auf sie wartete ...
 

Es war noch einmal alles gut gegangen!



Habt es alle fein und einen schönen 1. Mai

Heidrun




29. April 2013

Montagsherz ...


... führt Euch alle diesmal mein Herz in die Natur ...

Zuletzt berichtet über den Geist der Gailenbacher Mühle, dort fand ich
nämlich auf dem Parkplatz beim Aussteigen
diese Anordnung von Löwenzahn, der [fast] jedem verpönt ist,
da er sich viel zu rasch ausbreitet und schwierig zu entfernen ist.


... links meine Fußspitze ...



Da mein Denken hinsichtlich Un-Kraut ein anderes ist, nämlich,
das jede Pflanze seinen Sinn und Zweck erfüllt bringe ich
Ende April dieses Montagsherz für
Frau Waldspechts Photoaktion.



Es handelt sich um die Anmutung eines Herzens, wie es bei den Grafikern
fachsprachlich so schön umschrieben heißt.




Habt es alle fein, wünscht

Heidrun


... aber jetzt klappt es mit dem Link!

28. April 2013

„Klein Venedig“ ...

 ... liegt direkt vor unserer Tür.

Gewidmet sind diese Bilder und Zeilen nicht Venedig,
sondern es geht einmal mehr um Augsburg.


Dieser Post zeigt die Innenstadt, den Stadtkern unterhalb
der Maximilianstraße und dem Rathaus. Wir spazierten und tranken
Kaffee im Cafè Boheme am Vorderen Lech, unweit der Komödie.

Über die Komödie werde ich einmal separat berichten, da mich persönlich die Geschichte dieses Hauses berührt und ich nicht immer in meinen
Erinnerungen kramen mag!


 
Wir, Göttergatte und ich, bummelten am Sonntag durch
eine ruhige Augsburger Innenstadt  -  durch "Klein Venedig" ...

Das Wetter hatte uns nämlich eine vorgesehene Rollertour nach Landsberg verdorben.

Eine Augsburger Innenstadt, die ich sonst unter der Woche nur zu gerne meide;
Baustellen und fehlende Parkplätze erschweren einen notwendigen Gang
zur Behörde, zum Arzt oder zum Shoppen.


Ein Gedicht ...

Nicht von Brecht sondern von Carl Busse
Die Biographie sowie die Gedichte basieren auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Auf dem Königsplatze zu Augsburg

Nun schlafen Blüte wie Blatt,
Hörst nur den Springquell schäumen,
Es liegt in weichen Träumen
Die alte Fuggerstadt.

Sie sinnt von früherer Pracht.
Von Luther und Karl dem Kaiser
Flüsternder stets und leiser
Erzählt die Sommernacht.

Des Brunnens melodischer Lauf
Rinnt immer schwächer und schwächer,
Ueber die alten Dächer
Steigt der Vollmond auf...
 
Carl Busse (1872)

Der Titel ...

Unzählige Wasserkanäle und Bäche mit einer Gesamtlänge von 135 Kilometern durchfließen Augsburg. Venedigs Kanalsystem zählt 97 Kilometer weniger.

Was die Lagunenstadt Augsburg allerdings voraus hat:
Seit 1987 darf sie sich UNESCO-Weltkulturerbe nennen.

... und

als meine Famile vor mehreren Jahrzehnten von München nach Augsburg zog,
bekam ich irgendwann auch meine eigene Wohnung in einem Viertel
nahe der Kahnfahrt: Klein Venedig.
Dort wohnte ich, bis ich meinen Mann kennenlernte und mich verliebte.






Vor Jahren geschult durch eine Augsburg-bei-Nacht-Führung,
unter dem Titel "Hexen, Huren, Heilige"

Gekleidet in einem historischen Gewand gab die Stadtführerin Information über die Augsburger Frauen im finsteren Mittelalter. Wir liefen auf dem typischen Kopfsteinpflaster von einem Ort -- dem Steinernen Mann, Augsburgs Wahrzeichen, vorbei am Hexenbrunnen in der Nähe vom Fischertor. Sie wußte über Hexenverfolgungen und -verbrennungen in Augsburg zu erzählen.







 



Am historischen Hurenhaus unterhalb der Stadtmauer erfuhren wir schließlich, dass die gehobenen Kurtisanen bei der Fronleichnamsprozession mitlaufen durften. Die Kirche der damaligen Zeit duldete diese Damen durchaus, weil sie brave Bürgerinnen vor ihren Gatten schonen wollte.

Die Führung endete am Perlachturm, den wir dann auch erklimmen mussten.



Hafen in der Römerzeit ...

 Gezielt wählten die Römer um die Zeitwende ca. 15 v. Chr. das Mündungsdreieck von Lech und Wertach als Militärlager. Aus dem Lager entstand einige Jahre später die Siedlung Augusta Vindelicorum – das heutige Augsburg.
Um sich mit Wasser zu versorgen, gruben die Römer eine Verbindung zwischen Fluss und Siedlung. Auch eine Hafenanlage soll es gegeben haben



Klein Venedig ...

 Nach dem Untergang des Römischen Reichs blieb Augsburg durchgängig besiedelt, wann genau die Stadt das Kanalsystem bauen ließ, ist ungenau dokumentiert.
1276 wurden die Stadtbäche erstmals urkundlich erwähnt.
Die Wasserläufe versorgten die Handwerksbetriebe mit Wasser und Energie, dienten als Transportweg, dem Brandschutz und der Abwasserentsorgung ... und nicht zu vergessen: Für die körperliche Reinigung der Bewohner des frühen Augsburgs.

Schmiede, Steinmetze und Töpfer zählten zu den ersten Augsburger Handwerkern. 


Darüber hinaus zog das Wasser nicht nur Mühlen und Hammerwerke, sondern
auch Gerber, Kürschner und Färber an. Tausende Weber machten die Augsburger
Textilwirtschaft zu einer der bedeutendsten Europas.


... ein Link führt auf deren Website ...

Eine der bekanntesten Gerbereien, die heute noch die Herstellung von sämisch
gegerbtem Leder pflegt, was bereist vor etwa 6000 v. Chr. gehandhabt wurde.
Die Gerberei Aigner, die seit Generationen in Augsburg wohnt und arbeitet.

Mein Göttergatte hat sich vor einigen Jahren dort eine wunderbare 
hirschlederne Hose fertigen lassen.



Im Mittelalter ging es nicht so sauber zu?! Nun, wenn ich mir den derzeitigen Zierrat ansehe, frage ich mich, in welcher Zeit ich eigentlich lebe!



Der Bischof duscht ...

 Auf die Wasserversorgung frei Haus mussten die Augsburger noch etwas länger warten.
Der Stadtbischof war der Erste, der 1502 einen Fließwasseranschluss erhielt, übrigens
ohne, dass er dafür etwas bezahlen musste.

 Privathaushalte kostete der Anschluss einmalig 200 Gulden – ein Privileg, welches sich wenige reiche Augsburger leisten konnten.

Alle anderen holten sich das Wasser aus öffentlichen Brunnen. Später wurde
ein Bäderhaus eingerichtet. Ich glaube, ein Post existiert 2012 bereits darüber ...

Die Pracht des Herkulesbrunnens, des Augustusbrunnens und des
Merkurbrunnens erinnert noch heute an den Stellenwert
öffentlicher Wasserstellen



  Die Verliebten pflegen auch in Augsburg, wie anderenorts diese kleinen
Schlösser anzubringen.





So reiht sich prächtiges Bauwerk und historisches Wissen neben alten Kram.


Ein alter Plattenspieler, den ich durch die Schaufensterscheibe bei
unserem Bummel abschließend fotografieren musste.




Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche

Heidrun


27. April 2013

Geist in der Mühle ...

ein Ausflug zur Gailenbacher Mühle stand auf dem Plan.

... eine kleine Sonne zu meinen Füssen ...

Nun, klappte es endlich!

Den Tipp für die Fahrt zur Mühle bzw. den Spazierweg erhielten wir von unserer lieben Freundin, Mary.


Bereits längere Zeit wollte ich mir die Mühle und die Umgebung einmal ansehen,
allein es kam immer wieder etwas dazwischen.



 

Nachgelesen ...

Im Hausprospekt und von den Angestellten vor Ort erfuhr ich einiges.

Nachweislich bereits um das Jahr 1296 wird die Mühle erwähnt, die direkt an der Schmutter liegt. Hier ist von einem Chunrat von Gamlunbach (Gailenbach), der einen Mahlknecht angestellt hatte.

In den folgenden Jahrhunderten war die Mühle im Besitz verschiedener Augsburger Patrizier und gelangte in der Mitte des 15. Jahrhunderts zu trauriger Bekanntheit, als der seit ca. 1442 bestellte Müller, namens Joseph Assum regelmäßig Reisende ausraubte, die in der Mühle übernachteten.

Der Legende nach wurde diesem Treiben durch einen altgedienten Landsknecht ein Ende gesetzt, als dieser den Diebstahl bemerkte, zur Mühle zurückkehrte und dem Müller eine ordentliche Abreibung verpasste.

Die Gebäude in ihrer heutigen Form stammen aus dem Jahre 1898. In der Nacht des 23. März 1933 brach in den Wirtschaftsgebäuden der Mühle ein Feuer aus, das den Einsatz der Feuerwehren sämtlicher umliegender Dörfer erforderte, die mit Glockengeläut, Gewehrschüssen, Trompetensignalen und Feuerrufen alarmiert wurden. Mit Hilfe der Augsburger Berufsfeuerwehr, die eine Autospritze zum Einsatz brachte, konnte zumindest ein Teil des Anwesens gerettet werden, die Remise und die Scheune wurden vollständig, der Stall teilweise zerstört.

Geistergeschichten

Wenn die Schmutter klares Wasser führt und der Wasserspiegel niedrig ist, kann man vielleicht ein feines Leuchten auf dem Grund wahrnehmen.

Die Sage berichtet nämlich, dass ein "weißer Mann" lange Zeit, Nacht für Nacht, hinauf zur Mahlstube der Gailenbacher Mühle hastete, weil seine Seele keine Ruhe fand.



In den letzten Jahrzehnten war die Mühle immer wieder von schweren Überflutungen betroffen, durch verschiedene Baumaßnahmen wurde der Hochwasserschutz in den letzten Jahren aber entscheidend verbessert. Die Mühle ist heute nicht mehr in Betrieb, die Gebäude wurden an mehrere Gewerbetreibende vermietet.



Wir, mein Göttergatte und ich, waren dort unbehelligt unterwegs
und ich bekam dort einen schönen neuen Geldbeutel,
der ... aber das ist eine andere Geschichte! 





Zurück, erhielt der traurig anzusehende Rasen seine erste Rasur. Demnächst fällig das Vertikutieren und das Nachsäen. Sonst liegt nur noch Moos und die blanke Erde guckt hervor. Für unsere beiden kleinen Raubtieren spielt das jedoch gar keine Rolle. Die beiden toben durch den Garten, das es eine wahre Freude ist. Sie sind glücklich ohne Regen, Schnee und Kälte endlich wieder längere Zeit raus zu können.

Das einzige: Sie machen keinen Halt vor den wenigen Blumen in den Beeten. Und so sieht eine traurige, geknickte Tulpe dann aus.

Vorbei mit der Pracht! 



Habt es alle fein und einen schönen Sonntag

Heidrun



26. April 2013

ein Frühlingstag ...

... im Garten



Ein paar mehr Tulpen blühen nach und nach auf.

Aber es sind deutlich weniger als in den vergangenen Jahren.





Mein Blaukissen -- endlich unter bzw. in der Erde ...
 



Miezkatz Luzie stets an meiner Seite und sehr
hilfsbereit: Ich buddele Löcher und
die kleine Luli setzt sich hinein!
 


Knospender Apfelbaum


und

der Kirschbaum




Habt es alle fein und ein herrliches Wochenende,

Heidrun

 



25. April 2013

Tag der Erde ...

... das ist mir noch aufgefallen: Heute ist   
Montag war der Tag der Erde!

Frage: Warum nur an einem Tag diese,
unsere Erde bedenken? 

Google bot in seiner Suchmaschine ein nettes Doodle dazu an,
worauf ich erst
einmal aufmerksam wurde.

Nach kurzem überlegen: Für mich ist jeden Tag ein TAG DER ERDE.
mmmm
Gelesen habe ich in der WELT, dass dieser Tag in 175 Staaten rund um den
Globus begangen wird. Dahinter steckt ein dramatischer Appell an uns alle.

Denn wir haben nur diese eine Erde.
mmmm 
mmmm 
Heute wieder ein Radiobericht, der besagt, dass unsere
Müllberge ständig zunehmen.
mmmm 
mmmm 
Heute, am Donnerstag wäre der 95. Geburtstag von Ella Fitzgerald.
So stand es in der Zeitung!
Was Anlass genug ist, die Stimme von ihr hier erklingen zu lassen und
Gänsehaut inbegriffen vielleicht kurz innezuhalten.
mmmm 
mmmm 

Viel Genuß bei diesem Ohrenschmaus via youtube
und habt es alle fein

Heidrun




22. April 2013

Montagsherz ...

... einmal mehr ein Montagsherz von Frau Waldspecht ...

  



 Fast jeden Sonntagvormittag spielt mein Göttergatte mit seinen Freunden Schafkopf.
Die Karten heißen: Gras, Schellen, Herz und Eichel.



Ein ganz typisches Spiel hier in Bayern. Nun, ab und zu braucht es dazu neue Karten.

Schafkopf wird mit dem Bayerischen Blatt, einer Variante des Deutschen Blatts
mit vier Spielern und 32 Karten (lange Karte oder langes Blatt) – also
acht Karten je Spieler – gespielt.

Teilweise wird die kurze Karte (oder kurzes Blatt) mit 24 Karten – entsprechend
sechs Karten je Spieler – bevorzugt.


Das Kartenspiel - läßt sich denken - ist durch die Männerhände schnell abgegriffen.

Beim Schafkopf oder auch Sauspiel reduziert sich der Kartenblock um die "6er",
wurde mir von meinem Mann vermittelt,
die im Spiel keine Bedeutung haben und daher ausgemustert werden.



Diese Karten habe ich fotografiert und eines davon mit Herz, füge
ich für die heutige Runde bei ...

... an alle hier: Habt es fein

wünscht Heidrun


Und noch ein Gruß aus dem Garten, das Blaukissen. Es wartet darauf
vom Blumentopf in die Erde verbracht zu werden. Jetzt warte ich
nur noch auf tropfenfreie Zeit!

 

20. April 2013

Frühlingsempfindungen ...

... ein Blog - jedenfalls bei mir  -  ist ein öffentlich geführtes Tagebuch.

Erzählungen aus dem Alltag, Feste feiern, Müdigkeit und auch
einmal Frust abladen  - es sind auch immer wieder Bilder dabei.
Bilder aus dem Inneren und natürlich die Photografie.
Wie geht es mir heute?

Der Frühling zeigt sich nach der lange Kälteperiode ...





Zum Bloggeralltag gehört für mich auch der "Blick über den Gartenzaun" 
oder eben in Elfi Pertramers Manier "S`Fensterl zum Hof" !


Frage: Womit beginne ich heute zu erzählen  ....
 
... vor dem "Goldenen Stern" ...

 

                             Noch ein Geburtstag ...

Wir waren heute wieder zum Essen eingeladen, genauer zu einer Feier. Und zwar in unserem Lieblings-Landgasthof  "Goldener Stern" in Rohrbach. 
Empfohlen wurde der Gasthof vor Jahren von einem aus der Schafkopfrunde meines Göttergatten. 

Und wir kehren seitdem regelmässig gerne ein.












Zu finden ist Rohrbach auf dem Altbaierischen Oxenweg, der ca. 25 Kilometer durch den Landkreis Aichach-Friedberg führt und ein Teilstück einer historischen Handelsroute von Ungarn nach Augsburg darstellt.



Hier kann man das Wittelsbacher Land in all seinen landschaftlichen und kulturellen Facetten mit einzigartigen Kulturschätzen und kulinarischen Spezialitäten erleben.



Oper am Vormittag

... vielleicht damit: Eine Datei war in den vielfachen Ordnern, der
verschiedenen Rechner erst einmal verschwunden. Nämlich ein Bericht
meiner Eindrücke über ein Opern-Erlebnis.


Nein, ich war nicht selbst in der Oper, sondern dieses Spektakel wurde
auf 3Sat am Sonntag übertragen. Neben dem Bügeln, dachte ich mir nebenbei,
gucke oder vielmehr höre ich mir das an ...


Es handelte sich dabei um das Stück von Peter Handke    
  Spuren der Verirrten 
Oper in drei Akten
Musiktheater Linz, April 2013


... vom Bildschirm abfotografiert und verlinkt ...


Meine Eindrücke ...

Die Sängerinnen singen: "Was für ein schöner Sommer" ... Allein, es klingt verzweifelt und unglaubhaft. Mit anderen Worten: Die Darstellung besagt, hier wird etwas widersprüchliches ausgedrückt.
Begleitet vom Ballett, gekleidet in Tracht - Tänzer wie Tänzerinnen in Dirndl'n - mit abgehakten, unharmonischen Bewegungen. Unterstreichen diese vorgegaukelte Szenerie einer "verirrten Gesellschaft".

Großartige tänzerische Leistungen in den verschiedenen Abschnitten der bildhaften Erzählungen von Handkes Geschichte .

"Küss die Hand ... ... Krepier!"  Singt der Tenor in Hausfrauenkleidung neben
einer Männergestalt, dem die Arme fehlen - Führt uns die Geschichte durch eine
Märchenvorgabe Hänsel  & Gretel, die den Brotkrumen folgen ... Wohin ??

Mozart frei zitiert, sagt: "Es gibt kaum etwas Wichtigeres als das Tempo in der Musik!"
So geht es temporeich dirigiert, gesungen und gesprochen - teils schrill dann
wieder bedacht, ruhig voran.

So auch in dieser Oper gehalten, eine Oper erzählt von falschen Helden, Götzen
und Verirrungen. Die Schmerzen schmerzen nicht mehr,
die Brandung brandet nicht mehr ...
das Herz, herzt nicht mehr !

Wird uns mitgeteilt, per Gesang.

Alle mir nach!  ... Und niemand folgt ihm ....

... vom Bildschirm abfotografiert und verlinkt ...

Fazit:  

     Schwere Kost, die mich aufgewühlt zurücklässt.  Kein Stück für den zufriedenen
     Feierabend ... Und trotzdem, so spannend gemacht, dass es nachhaltig sich in
     mir wirkt. Ein schöner Vormittag durch diesen Operngenuß.

Ein Gedicht ...

... soll dabei sein. Meine absolute Lieblingsdichterin gefragt, darf ich hier
wieder dieses Gedicht einfügen und ich sage:

Herzlichsten Dank, Ingrid Drewing!

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Sprichwörter abgeklopft

Lügen haben kurze Beine?
Lange haben sie, wenn Scheine,
Macht ihr Dasein fein kaschieren,
während viele arme Schweine
selbst bei Wahrheit nur verlieren.

Morgen,morgen, nur nicht heute!
Heute machen wir noch Beute,
morgen sind wir ehrlich,
meinten unverschämt die Räuber,
sonst sei’s zu beschwerlich.

Wer Andern eine Grube gräbt,
dem wünscht man, er fiel’ selbst hinein.
Doch leider lehrt uns die Erfahrung,
dass dies dann trifft nur selten ein.

Statt dessen darf da triumphierend
er stolz mit seinem Blendwerk stehen,
weil trickreich er,manipulierend,
verschleiern konnte sein Vergehen.

Es lassen sich viel’ Schafe locken
von dem, der grünes Gras verspricht;
zu spät beginnen sie zu bocken,
wenn schon besiegelt ihr Verzicht.

© Ingrid Herta Drewing 

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        Bei anderen lesen ...

... bin ab und zu sehr gerne bei Wieczora und schreibe imme
wieder Kommentare. Zuletzt berichtete sie einiges über eine Demo.

So stimmt es ...

Demo zum Gedenken an Rosemarie

Und weiterhin empfehle ich die ganze Geschichte hier
selbst nachzulesen!
http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/


Dieses Zeichen und andere habe ich nach einigen Suchen dann
unter der Rubrik MobiMaterial gefunden. Wäre gut, wenn ich dadurch
andere zum Mitmachen motivieren könnte!

             Habt es alle fein und wärmer, als ich jetzt hier ...

                                                 Liebe Grüßle, Heidrun