28. Dezember 2012

... Wege ...

... die Wege, die wir beschreiten und die Wege, die noch vor uns liegen.



Hier gingen wir, mein Schatz und ich, vor der Bescherung am 24. Dezember noch spazieren und beobachteten dabei den herrlichen Sonnenuntergang. Sicher fehlte der Schnee zur weihnachtlichen Stimmung und die laue Temperatur ließ uns zweifeln, dass es wirklich Weihnachten sein sollte ...
... und trotzdem war es feierlich und schön!



Vorbei, vorbei der Stress und die Hektik. Vorbei das Rennen und suchen. Nach den Festtagen, mit all` dem Aufwand



Nun, der Jahreswechseln steht bevor!

Und damit verbunden: Der Rückblick, wie das alte Jahr 2012 verlaufen und sich mit Höhen und Tiefen launig gezeigt hat.

In Gedanken, im Gespräch mit meinem Herzallerliebsten gehe ich / gehen wir die verschiedenen Stationen dieses ereignisreichen Jahres durch. Persönlich als auch die Familie betreffend schien unter allen Umständen immer wieder unsere Gemeinsamkeit, unsere Liebe durch!
Was wird 2013 bringen? Nur gut, dass keiner in die Zukunft sehen kann und wirklich weiß, was bevorsteht ...

   Silvester ...

         ... die Party zu Hause!


Wegen der kleinen Raubtiere und auch weil mein Herzallerliebster am 01. Januar gleich wieder in den Büroalltag taucht. Kein Ausschlafen, keine Woche Urlaub ...
... Feiern wir Silvester in den eigenen vier Wänden.
Daher backe ich für uns Glückskekse. Das Rezept dürfte bekannt sein - lediglich bei der Wahl des Öl`s - aus eigener Erfahrung - habe ich dafür ein eigenes, damit der Teig nicht verklebt.

Glückskekse werden in japanischer Kunst und Literatur bereits Jahrzehnte vor ihrer Einführungin Amerika durch Immigranten aus Asien erwähnt.
In einem künstlerischem Werk von Haru no Wakakusa, der verstorbenen japanischen Schriftstellerin Tamenaga Shunsui ist erstmalig die Rede von einem "Tsujiura senbei", einem Glückskeks.
 Auch im 1878 erschienenen Buch mit dem Titel "Moshiogusa Kinsei Kidan" von Shinoda Kensa werden diese "Tsujiura senbei" erwähnt, ergänzt mit der Illustration, die einen Jüngling bei der Herstellung zeigt.
Unser heutiger Glückskeks unterscheidet sich nicht in der Form, lediglich im Geschmack variert von dem japanischen "Tsujiura senbei" .

Es gibt zahlreiche Geschichte über die Entstehung und Verbreitung der Glückskekse. Mehrere japanische Familien  beanspruchen die Erfindung für sich.
Der am weitesten verbreiteten Theorie zufolge entstand die Idee, diese Glückskekse zu backen und sie nach dem Essen zu verteilen, dem Japaner Makato Hagiwara. Der in San Francisco einen japanischen Teegarten im Golden Gate Park unterhielt.
Zwischen 1906 und 1914 soll er begonnen haben, Glückskekse – sogenannte  fortune tea cookies  –  zum Tee zu servieren. Das Backen der Glückskekse übernahm dabei eine japanische Bäckerei mit Namen Benkyodo.
Andere wissen zu berichten, dass der Ursprung der Glückskekse auf den chinesischen Unternehmer David Jung, den Inhaber der Hong Kong Noodle Factory in Los Angeles, zurück gehen soll.
Er habe um 1918  mit der Produktion der Kekse begonnen, was ihn vermutlich zu dem ersten Hersteller von Glückskeksen chinesischen Ursprungs machen würde.
Sein Anspruch auf die Idee zu den Keksen wird jedoch heutzutage aus mehreren Gründen bezweifelt. Da Jungs Firma sich in einem Viertel befand, in dem auch japanische Immigranten lebten, gilt es als nicht unwahrscheinlich, dass er schon zuvor mit den japanischen Glückskeksen in Kontakt kam.
Die Tatsache, dass der Glückskeks heute fälschlicherweise als chinesische Speise angesehen wird, ist vor allem an folgenden Gründen festzumachen.
Zahlreiche japanische Immigranten führten in den 1920er und 1930er Jahren Restaurants, die amerikanisierte chinesische Küche servierten. Hinzu kommt, dass chinesische Restaurants die Kekse schon früh aufgriffen und dadurch signifikant dazu beigetragen haben, sie in der amerikanischen Bevölkerung zu popularisieren. Der Glückskeks etablierte sich zunächst als lokaler Brauch in San Francisco und konnte sich in den weiteren Jahrzehnten von der Westküste aus über die gesamten Vereinigten Staaten ausbreiten. Und während des Zweiten Weltkriegs wurden Menschen japanischen Ursprungs, die an der amerikanischen Westküste lebten, in sogenannten War Relocation Centers interniert.
Mehrere japanische Bäckereien, die vor dem Weltkrieg noch Glückskekse produziert hatten, mussten deswegen schließen. Es wird vermutet, dass Firmen von chinesischstämmigen Inhabern in dieser Zeit die Produktion der Glückskekse übernahmen.
Man weiß, dass erst jetzt im 20. Jahrhundert diese Kekse erstmals nach China gelangten. Dort waren sie nämlich vorher unbekannt !



... und wer noch ein paar Sprüche - entweder für eigene Glückskekse oder zur anderen Verwendung sucht, hier von mir einige zusammen getragen zur freien Benutzung ...

In der Mitte wirst du am sichersten gehen
Ovid
Wenn du die Wahl hast zwischen zwei Übeln,
wähle keines von beiden.

Charles Haddon Spurgeon

Jeder Tag ist ein neuer Anfang.
George Eliot

Ein Weg wird erst dann ein Weg,
wenn einer ihn geht

Chuang-tzu

Siegle deine Worte mit Schweigen,
dein Schweigen mit dem rechten Augenblick

Solon

Blicke in dich. In deinem Inneren
ist eine Quelle, die nie versiegt,
wenn du nur zu graben verstehst

Mark Aurel

Das Glück läuft niemand nach.
Man muss es aufsuchen

Adolph Kolping

Es steht mancher vor seinem Glück
und ist unfähig, es zu begreifen

Martin Kessel

Nicht glücklich ist,
wer nicht glücklich zu sein glaubt

Publius Syrus

Gibt dir jemand einen so genannten guten Rat,
so tue grade das Gegenteil, und du kannst sicher sein,
dass es in neun von zehn Fällen das Richtige ist

Anselm Feuerbach

Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst,
wie du willst.
Baltasar Gracián y Morales



Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen: Finde ihn!
Thomas Alva Edison

Wenn du eine Entscheidung treffen musst
und du triffst sie nicht,
ist das auch eine Entscheidung.

William James

Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist,
gerade oder buklig, arm oder reich sei – er ist glücklich!

Arthur Schopenhauer

Das Geheimnis jeder Macht besteht darin,
zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir

Ludwig Börne

Das ganze Leben ist ein Versuch.
Je mehr Versuche du durchführst, desto besser

Ralph Waldo Emerson

Ich bin sowohl Vegetarier als auch überzeugter Antialkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann
Thomas Alva Edison


Du kannst wählen
zwischen der Wahrheit und der Ruhe,
aber beides zugleich kannst du nicht haben.

Ralph Waldo Emerson

Es gibt keinen Ausweg, den ein Mensch nicht beschreitet, um die tatsächliche Arbeit des Denkens zu vermeiden.
Thomas Alva Edison
 
Der Mensch, der sich nicht entschließen kann, die Gewohnheit des Denkens zu kultivieren, bringt sich um das größte Vergnügen des Lebens.
Thomas Alva Edison
Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration.
Thomas Alva Edison 
Gerate niemals überstürzt in Wut -
du hast genug Zeit.

Ralph Waldo Emerson

Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist.
Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist.
Ralph Waldo Emerson

Ganz besonders liebe Grüße - nochmals im alten Jahr ...

... Heidrun

24. Dezember 2012

Scrooge ...

... die Geschichte eines Geizkragens von Charles Dickens gehört jedes Jahr zu Weihnachten unbedingt dazu.


Ebenso wie das "Dinner for one" an Silvester!


Ende 2009 bekam ich den Auftrag für die Neujahrsfeier etwas zu schreiben. Und die nachfolgende Geschichte entstand dabei. Heute - heruasgekramt aus den Tiefen auf irgendeiner Festplatte - führe ich dieses Theaterstückchen hier auf meinem Blog auf.

copyright Text / Bilder: Heidrun S. Dezember / 2009



Seite 1
Die drei Engel

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

1. Akt

gesprochen von einer älteren Person

Grüß Gott,
ich bin der hilfreiche Engel der Vergangenheit. Meine
Arbeit ist für das letzte Jahr 2009 entgültig erledigt.
Nun darf ich erleichtert sein: Meine schwere Last wurde
inzwischen abgetragen und der Rest übergeben.
Alles was das neue Jahr 2010 bringen wird, übernimmt
ab sofort ein anderer, der hilfreiche Engel der
Gegenwart!
[seufzend und mit dem Blick zurück] 


Ja, es war manchmal erdrückend ...

Für mich gab es keinen Tag der Ruhe, keinen Tag der
Rast.


Hier waren Sorgen und Leid, Schmerzen und Trauer –
nun ist es vorbei. Ich bin erleichtert.


... winkt den Engel der Gegenwart heran ...



 

Seite 2

2. Akt

gesprochen von einer mttelalten Person um die 40 - 50 Jahre

Grüß Gott,
hier bin ich richtig: Der hilfreiche Engel der Gegenwart, das heißt genau genommen von diesem Jahr 2010.


Ich habe ein sehr schweres Erbe angetreten.
Die Last des hilfreichen Engels der Vergangenheit
vom Jahr 2009.


Neben dem überschweren Gepäck an Sorgen und Leid, 

Schmerzen und Trauer hat mir der Engel der
Vergangenheit aber überdies auch die Zuversicht
eingepackt, viel Erfahrung, Liebe und Ausdauer.
All`diese Eigenschaften erweisen mir gerade einen
guten Dienst während ich den vielen fragenden,
hilfsbedürftigen und leidenden Menschen zur Seite
stehe. Ich helfe den Menschen, da sie an mich glauben.
Ausserdem kommen immer wieder viele gute Geister
hinzu, die bei meinen Diensten aktiv mithelfen.


Es ist eine große Verantwortung und ich schaffe das Tag
für Tag ....



Seite 3

3. Akt

gesprochen möglichst von einem Kind oder einem Jugendlichen

Grüß Gott,
ich bin der hilfreiche Engel der Zukunft.
[schaut zurück, mit der Hand über den Augen zu den beiden
Engel-Kollegen] Ich sehe gerade wie der hilfreiche Engel der Gegenwart die schwere Last der Vergangenheit
übernommen hat und daran trägt.


Noch habe ich ein ganzes Jahr Zeit, denn ich bin jung und werde gut ausgerüstet sein mit der Hoffnung,

wenn es an mir ist die Dienste zu übernehmen.

Die Hoffnung wird es sein, um nicht zu verzagen
und ich werde damit wachsen.

Ich freue mich schon jetzt auf meine zukünftigen
Aufgaben:
... so schwer sie auch sein mögen, ich denke hier wird
die Beihilfe von anderen guten Geistern, die mit dem
Willen der Bereitschaft, mit Mitmenschlichkeit und
Freundlichkeit außerdem mit einem guten Schuß Humor
helfen manches besser tragen zu können ...


... verbeugt sich und geht.



 

Viel Freude beim Lesen, vielleicht beim
Nachspielen
und sende herzliche Grüße zu Weihnachten

Heidrun



23. Dezember 2012

S`Fensterl ...

... es ist die Gelegenheit - weil schon lange vernachlässigt, das Fenster`l zu Hof wieder zu öffnen ...

Hier meine ich keineswegs die Fenster`l vom Adventskalender - sondern die Öffnung nach draußen, in unsere Welt!
Was für eine turbulente Woche und nun der vierte Adventssontag mit der Hoffnung, heute gemeinsam mit dem geliebten Schatz, meinem Göttergatten ein wenig Ruhe zu erfahren und die Weihnachtsstimmung zu leben.
Gar nicht so einfach!


zu sehen ...
und
zu hören ...
Verkehrsgetümmel und regelrechte Schlachten um Parkplätze mit Hupereien und Beschimpfungen.

Was ist da eigentlich los? Das kann es doch wirklich nicht sein?!


Wir schließen erst einmal die Tür hinter uns zu und genießen mit der Familie, Freunden die (gekauften) Plätzchen mit heißer Schokolade, Kaffee und Tee  -  jeder bekommt sein Lieblingsgetränk.
Anbei mein gestalteter Schutzengel für die Freunde. Der geliebte Ehemann und die Familie erhalten natürlich eigene ...
und
Euch allen, die ihr hier das lest

wünsche ich von Herzen
alles Liebe und Gute
Heidrun



19. Dezember 2012

Inside_7

... zum vorletzten Male in diesem Jahr. Wie sich das anhhört!

Luzie im Schnee ...

Einige Gedanken loswerden ... Danke, an Annelie für die Vorgaben! Hier also meine Antworten:

vor der Tür ...

 ... liegt ein Rest von grau-weißen Schnee - gestern und vorgestern schmolz die Schneepracht dahin. Der nächste Schneefall kündigt sich an, d.h. wir sehen zu Weihnachten doch die romantisch weiße Fläche im Garten, samt den verzuckerten Zweige der Sträucher und Bäume.

Luzie am Küchenfenster mit Schneemann ...

endlich ...

 ... kann ich mich wieder besser bewegen, drei Wochen Reha brachten den Erfolg - mit der Schulter zumindest, das Knie ist weiterhin in Behandlung ...

ich freue mich mich ...

 ... auf die freien Stunden an den Feiertagen zusammen mit meinem Mann, der Familie hier und ein paar Freunden!

glücklich macht mich ... 

 ... mein Mann und immer wieder kleine nette Ereignisse, die über andere Ärgernisse dann hinweghelfen!

mein Leben ... 

 ... verlief ungerade - aber wer möchte schon wirklich einen geraden und vielleicht langweiligen Lauf der Dinge!?

Weihnachtstress ... 

 ... bemerke ich hier weniger - die große Schenkerei konnte ich mittlerweile abbauen und wir freuen uns auf ein gepflegtes Zusammensitzen, miteinander essen, lachen und erzählen!
Luzie hilft mir beim Backen ...

ich wünschte ... 

 ... Nein, aus Erfahrung sage ich hier und heute: Hüte dich vor Deinen Wünschen - sie könnten wahr werden!
Luzie fragt: Was kommt als nächstes ?

18. Dezember 2012

Stimmung ...

... verbreiten die vielen geschmückten Fenster, die Ladenzeilen und sicher auch die kleineren - nicht so überfüllten Weihnachtsmärkte.


... das Augsburger Rathaus ...

Plätzchen backen - gehört bei mir zu den akrobatischen Kunststücken, die ich lieber anderen überlasse und die Dinger fertig kaufe. 

Aber! Trotzdem gehört der Stollen und mein Apfelbrot in die Vorweihnachtszeit. Und bei aller Hektik und immerhin neben der Reha entstanden immerhin zehn Stollen und mehrere Apfelbrotvarianten (... je nachdem was gerade vorrätig ...) und dank genug Abnehmer, die wirklich bis auf den letzten Krümel alles wegfutterten, fange ich morgen nachmittags wieder von vorne an ...


Zur Stimmung ...

... gehören mindestens auch die wirklich schönen Weihnachtslieder. Bin zwar absolut kein Volksmusikfan - aber bei den Weihnachtsgeschichten und den -liedern schmelze ich dahin wie meine Butter für den Stollen!

O du fröhliche

kenne ich aus der Jugend, meiner Kindheit. Es ist eines der bekanntesten Weihnachtslieder. Dichter der ersten von drei Strophen ist Johannes Daniel Falk.

Falk  verlor tragisch vier seiner sieben Kinder durch den Typhus verloren und gründete damals ein „Haus für verwahrloste Kinder“. Dort verfasste er 1816 das heute als Weihnachtslied bekannte O du fröhliche.
Die Melodie kam von einem Marienlied, das mit dem Text „O sanctissima, o purissima, dulcis virgo Maria“ bis heute in Italien gesungen wird. Falk fand dieses Lied in Johann Gottfried Herders  Sammlung. 
Ursprünglich galt dieses Lied als sogenanntes „Allerdreifeiertagslied“: Es wurde zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten gesungen.




O du fröliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, Christenheit!

O du fröliche, o du selige,
gnadenbringende Osterzeit!
Welt liegt in Banden, Christ ist erstanden:
Freue, freue dich, Christenheit!

O du fröliche, o du selige,
gnadenbringende Pfingstenzeit!
Christ, unser Meister, heiligt die Geister:
Freue, freue dich, Christenheit!

Erstmalig erklang es gegen 1816, soweit es die Überlieferung in der Recherche ergab .

Der heutige Text

Bekannt geworden ist das Lied als ausgesprochener Weihnachtshymnus, bei dem nur noch die erste Strophe wörtlich von Johannes Daniel Falk stammt.

Die beiden weiteren weihnachtlichen Strophen wurden von Heinrich Holzschuher, einem Gehilfen Falks, 1826 zum reinen Weihnachtslied umgedichtet.



In seiner heutigen Form –– mit regionalen Unterschieden des Textes:



O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen Dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!


Dieses von Falk und Holzschuher Weihnachtslied findet inzwsichen in viele Sprachen übersetzt zu Weihnachten seine Verwendung: Unter anderem im Englischen "Oh how joyfully", Französische, Lateinische und Schwedische "O du saliga, o du heliga" .


... noch lieber ist mir folgendes Lied ...

O Tannenbaum

Der Text stammt wohl von Melchior Franck und war ursprünglich ein schlesisches Volksliedes: "Ach Tannenbaum" aus dem 16. Jahrhundert.
Man vermutet, dass das Lied von Georg Büchmann in seinen "Geflügelten Worten" mit dem Titel "Es hing ein Stallknecht seinen Zaum"  sogar noch einer älteren Quelle hat. In diesem Lied war bereits gegen 1550 die Strophe mit folgendem Text:
O Tanne, du bist ein edler Zweig,
Du grünest Winter und die liebe Sommerzeit
Wenn alle Bäume dürre sein
So grünest du, edles Tannenbäumelein

Später dichtete ein Joachim August Zarnack an den Text zu "O Tannenbaum" als  Liebeslied, in dem der beständige Tannenbaum als sinnbildlicher Gegensatz zu einer untreuen Geliebten benutzt wird.



Dieses Lied, in dessen zweiter Strophe "O Mägdelein, o Mägdelein, wie falsch ist dein Gemüte" gesungen wird, ist heute noch im Allgemeinen Deutschen Kommersbuch zu finden.



Zum Weihnachtslied wurde es erst, nachdem der Leipziger Lehrer Ernst Anschütz (1780–1861), unter Beibehaltung von Zarnacks erster Strophe, 1824 die heute bekannten Verse zwei und drei hinzufügte.

In denen ist nur noch vom Baum die Rede. Das Aufstellen von Tannen als Weihnachtsbäume war inzwischen ein Brauch zum Fest geworden. Die zweite Zeile des Liedes hieß ursprünglich "Wie treu sind deine Blätter", da das Liebeslied einen Kontrast zwischen der Treue des Baumes und der Untreue der Geliebten bildete. 


Auch in Anschütz’ Weihnachtslied blieb das zuerst unverändert, jedoch wurde der Text "Wie grün sind deine Blätter" im 20. Jahrhundert besser bekannt.

Die Melodie ist eine seit dem 16. Jahrhundert bekannte Volksweise, die unter anderem als Es lebe hoch der Zimmermannsgeselle schon vor 1799 gesungen wurde und ebenfalls als Studentenlied Lauriger Horatius populär war.

Wegen der Bekanntheit des Liedes und der relativen Einfachheit der Melodie wurden oft andere Texte zu der Melodie gedichtet. Bekannt wurde zum Beispiel nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. 1918 eine Version mit Zeilen wie "O Tannenbaum … der Kaiser hat in’ Sack gehaun" oder die Schülervariante „O Tannenbaum … der Lehrer hat mich blau gehaun …“. 


Von "O Tannenbaum" existieren Liedtexte in vielen anderen Sprachen. 



Juli Foos »One Man's Trash, is Another Man's Christmas Tree«Ein Lied der Internationalen Arbeiterbewegung namens "Die Rote Fahne", die seit 1939 offizielle Hymne des amerikanischen Bundesstaates Maryland "Maryland, My Maryland" und das Sinnbildslied von Nankai-Gymnasium und -Universität (Tianjin, VR China) verwenden diese Melodie. 
Schließlich auch noch der Fangesang "We’ll keep the blue flag flying high" des englischen Fußballvereins FC Chelsea wird zu dieser Melodie gesungen.





 --> zu finden im Deutschen Volksliedarchiv – Institut für internationale Popularliedforschung

Moderne Entwürfe eines Weihnachtsbaumes ...

 

 So wünsche ich allen noch einen wundervolle Adventwoche.




Heidrun 


17. Dezember 2012

Noch einmal ...

... Es war einmal!

Zum 200. Geburtstag der Gebrüder Grimm ein Gedenken hier auf meinem Blog. 
1812 veröffentlichten die beiden Brüder den ersten Band der von ihnen gesammelten „Kinder- und Hausmärchen“. Bereits 4 Jahre später folgte der erste Band deutscher Sagen.
Von 1814 an war Wilhelm und von 1816 an Jacob an der Bibliothek in Kassel beschäftigt, Wilhelm als Sekretär, Jacob als Bibliothekar. Für ihre Veröffentlichungen erhielten sie die Ehrendoktorwürde der Universität Marburg.
           - Text, der heute in der Zeitung zu finden war.

Für Märchen werde ich nie zu alt sein - hoffe ich zumindest!

Desweiteren ...
    
Mein Geburtstag! Kein Märchen! Wieder ein weiteres Jahr älter ... weiser ...

 

12. Dezember 2012

Inside_7 im Dezember 2012

... geht heute ganz fix ...







Danke Annelie, für Deine 
winterlichen Vorgaben.







 

 

Wintersonne

... scheint heute und eigentlich sollte ich / wir das geniessen - allein die Eile gebührt den Anforderungen der vielen Aufgaben, die unbedingt noch erledigt werden sollten ... vielleicht nehme ich mir aber eine kleine Auszeit und versuche diesen Augenblick für mich einzufangen ... oder, wie Annelie anregte ihn in die Schublade "schöne Momente" zu packen! Eine nette Anregung und wirklich für jeden durchführbar.


Schneeflocken

... rieseln leise von den Bäumen und Sträuchern im Garten; ich sehe es während ich hier schreibe: Einfach wundervoll anzusehen!


meine Stiefel

... wärmen meine eiskalten Füße nur kurz - vielleicht sollte ich einmal wieder den Kreislauf in Schwung bringen, die Stiefel sind eigentlich gut gefüttert ...


Eisblumen

... male ich gerade mit dem Photoshop zu meinen Blogbildern. Finde ich unheimlich schön.


Handschuhe

... finde gerade immer nur  EINEN  von diesen Dingern. Vielleicht sollte ich sie an ein langes Bändel nähen - so wie es bei den kleinen Kindern der Brauch ist ...


einfach verbieten

... möchte ich persönlich die Radfahrer, die bei diesem Schnee immer noch durch die Straßen geigen. Unvorsichtig und selbstmörderisch - teilweise sogar ohne Licht! Fehlt bloß noch, dass sie freihändig fahren und dabei das Handy bedienen!



vor der Linse

... kommt heute nichts. Keine Zeit für Aufnahmen! Leider!! Das Wetter und die Motive liegen vor - aber es fehlt die Zeit.


Habt alle eine tolle Adventszeit - ohne Stress

wünscht
Heidrun
 

11. Dezember 2012

Die Bogner`s ...

... sind wieder unterwegs. Die Bogner`s sind wieder en vogue!

Was gibt es doch alles zu erzählen   — nach so einer langen Blogpause. Sagenhafte drei Wochen verliefen in`s Land. Wo fange ich an?

Doch zurück zum Titel:


Lange vermisst und nun tauchen sie wieder auf ... die Bogners ...

Wie so manches andere auch ...
  
Die Bogner`s machen schlank und sehen einfach super aus. Nicht nur zum Skifahren geeignet, wie das damals eben so war  —  sondern direkt Alltagstauglich. 


Was kann das nur sein? 

Was soll das bedeuten?

Der Begriff mit einer langen Geschichte betrifft die Modemarke und noch mehr ...

Genau genommen sogar 80 Jahre Firmengeschichte. Das will schon etwas heißen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit.





Ein schreckliches Wort  "schnelllebig" und auch noch seltsam zu schreiben mit der neuen Regelung. Doch schon wieder schweife ich ab! Bin eben auch mit meinen Gedanken sonstwo ... Gerade fertig mit den Reha-Wochen und hinein in den Alltag.

Die Bogner`s sollen heute hier beschrieben werden !
Die Bogner`s ... Dies sind also genau die Keilhosen, die von Maria Bogner entworfen die ganze Welt erobert haben und in Amerika eben so genannt werden ... the Bogner`s! 

.

Was gibt es sonst noch?


Dein Engel

Glaube nicht, du seist verlassen,
wenn dir kein Mensch zur Seite steht.

Lern nur den leisen Hauch erfassen,
der, wenn du klagst, dich lind umweht.

Es zieht ein sinnenfremdes Mahnen
dein geistig Wesen zu sich hin:
»Willst du, willst du denn gar nicht ahnen,
dass ich, Dein Engel, bei dir bin?«

Karl May: Auszug aus der Sammlung seiner Himmelsgedanken


 


 Diesen wundervollen Strauß schenkte mir mein Göttergatte und ich habe mich sooo darüber gefreut.
Nun steht dieses Weihnachtsbouquet in der schönen Rosenthal-Vase, die mir meine Oma einmal vermacht hatte.


So wünsche ich heute allen, die hier vorbei sehen und lesen 
eine gute und sichere Fahrt und 
noch eine stressfreie Adventszeit.

Heidrun






6. Dezember 2012

6. Dezember

... traditionell der Nikolaustag. Vor allem für Kinder - und uns Erwachsenen bringt er auch etwas ... 

Zumindest eingeführter Brauch bei uns!

Desweiteren Gedanken, Telefonate und - wenn auch kurze - Besuche bei lieben Freunden. 

Eine ganz besonders liebe Freundin (... meine Brigitte ...) hatte mir einmal folgendes Gedicht nahe gebracht, welches ich sehr schön fand und hier nun heute zeigen darf.



... mit freundlicher Genehmigung der Rudolf Otto Wiemer Erben ...




Ich wünsche allen eine gute Zeit!
Heidrun



4. Dezember 2012

Märchenhafter Dezember ...

... immer wieder sonntags einen Post schreiben, in aller Ruhe  - aber diesen Sonntag gnadenlos verschlafen! 



 







Dafür heute ein Märchen ...

Jeder schreibt über den Alltag, über Mode, über Politik und Literatur  -  neue und alte Bücher, man / frau schreiben in den Blogs von Rezepten (... die ich gerne ausprobiere!), von Haustieren, vom Garten. 

Heute ist hier ein altes Märchen dran, das ich für die Nachbarskinder herausgekramt und selber schön finde. Für die drei Kids von nebenan in Planung eine kleine Nikolausüberraschung ...

Hier also mein Nußknacker - Märchen

Ein imposanter Hochzeitszug bewegte sich nach der Kirche, die in der Zimmerecke auf dem Boden stand; es war das ein Bau aus einem Guß – von Gips, und es läßt sich nicht leugnen, dass er im Sonnenlichte von außen etwas verstaubt und innen berußt aussah, es war aber auch gar nicht seine Bestimmung, im Tagesglanze etwas vorzustellen, sondern im Dunkeln selbst zu leuchten.
Zu dem Ende standen zwei Lichtstumpfen im Innern, und wenn die angebrannt wurden, so schlug die Helle durch die vielen farbigen Fenster, was sich sehr hübsch ausnahm. Der Dom dürfte sonach die Stätte eines der Feueranbetung verwandten Kult gewesen sein.

Den erwähnten Zug eröffnete ein Wagen – sie hatten nur den einen – darin saß das Brautpaar, eigentlich saß nur die Braut, eine Puppe von junonischer Gestalt, während der Bräutigam, ein hölzerner Nußknacker, quer über dem Wagen lag, mit dem angeleimten Fußbrettchen über den Kutschsitz und mit dem Kopfe über die Lehne hinausragte. Die Braut sah mit den großen dunklen Augen erwartungsvoll vor sich hin; ihre Linke hing schlaff herab, ihre Rechte hatte sie erhoben und in der Magengegend auf ihres Bräutigams Leib gelegt, und wenn sie fuhren und der Arm schütterte, so schien sie ihren Zukünftigen sanft zu frottieren, was sich sehr zärtlich ausnahm.
Hinter dem Wagen ordnete sich das Gefolge und die Schar der geladenen Gäste. Es sprach jedenfalls für die Bedeutung der gesellschaftlichen Stellung des Nußknackers, dass zur Feier seiner Vermählung mindestens drei Schachteln Soldaten ausgerückt waren, Reiterei und Fußvolk, sei es nun als Ehrengarde, oder um die Ordnung aufrecht zu erhalten.

Unter den geladenen Gästen fielen besonders etliche Puppen auf, die mehr oder minder durch die Zeit gelitten hatten und sich trotzdem sehr auffällig benahmen; eine einzige zog sich bescheiden zurück, eine unglückliche Person, welcher der rechte Fuß und der linke Arm fehlte, und die sich dieses Mangels bewußt schien; ferner waren da ein großer Gummiball, dem ein buntlackierter Blechkreisel nicht von der Seite ging, dann zwei Gelehrte, nämlich ein Kuckuck, der zwar einen Leib von getrocknetem Lehm, Drahtfüße und darunter einen Blasebalg hatte, aber auf dem Lehmleibe klebten natürliche Vogelfedern, und der Ruf aus dem Blasebalg war so täuschend, als er nur sein konnte, und ein hölzerner Gockelhahn, welcher behauptete, dass er in gerader Linie von dem Herausgeber der alten Kinderfibeln abstamme, dessen Bildnis auf dem Titelbilde derselben ersichtlich gewesen; auch ein Wurstel fehlte nicht, der sich Edler von Strumpf nannte, weil er vom Scheitel bis zur Sohle gestrickt war, ein fahrbares Kaninchen, das die Trommel, und ein Bajazzo, der die Tschinellen schlug.
Es würde sehr zeitraubend sein, all die mehr oder minder unbedeutenden Personen namentlich aufzuführen, die sonst noch dem Brautpaar das Geleite gaben, genug, es war ein imposanter Zug, der sich nach der Kirche bewegte, die in der Zimmerecke auf dem Boden stand.

»Das ist zu rund,« sagte der Gummiball, »nur einen einzigen Wagen beizustellen –«
»Ach,« seufzte der Kreisel, der ihm zur Seite ging, »wär' ich nur aufgezogen, da sollten Sie mich sehen dazwischenfahren!«

»Das ist zu rund, sage ich,« wiederholte der Gummiball, ärgerlich über die Unterbrechung. »Nur einen Wagen beizustellen und den selbst zu benützen, und alle andern sollen sich abmühen, hinterher kollern, rollen und schleifen!«
»Und wie langsam das vorwärts geht!« seufzte der Kreisel. »Wär' ich nur aufgezogen!«
Es hatte keinen Verstand, was die beiden da schwatzten. Ein kleiner Knabe hatte sich in der Ecke neben der Kirche niedergekauert und zog an einer langen Schnur den Wagen, in dem das Brautpaar saß, an sich, ließ ihn aber immer nach ein Paar Spannen breit Halt machen, damit das Schwesterchen, das neben dem Zug auf den Knien herrutschte, alles in schönster Ordnung nachschieben könne; es war daher sehr einsichtslos, sich über Langsamkeit zu beklagen und von einer Mühe, um sich hintennach zu kollern, rollen und schleifen, konnte gar keine Rede sein, denn das besorgte für jeden eine fremde Hand und den Undankbaren lag eigentlich nur ob, sich den mühelosen Weg über zu unterhalten.
»Ach, die Glücklichen,« flüsterte die Puppe, die nur. einen Arm und ein Bein hatte.
»Wer? Wo? Wieso?« riefen die anderen, von der Zeit mehr oder weniger Mitgenommenen, welche die rücksichtsvolle Schonung, die ihnen seit ihrem Verfall zuteil wurde, als Vernachlässigung empfanden.
»Sie halten doch nicht dafür, daß sie mit ihm, oder er mit ihr –?« fragte eine derselben; sie trug einen Holzkopf mit spitzer Nase, die hatte sie sich lange schon abgestoßen, aber ihr Gemüt war spitz geblieben. »Er mit ihr!« Sie lachte.
Die andern kicherten.
»Ei, meine Liebe,« fuhr die Holzköpfige fort, »da gäbe es Geschichten zu erzählen aus der Zeit, wo sie noch keinen Gedanken auf den ehrlichen Nußknacker hatte. Sie werden sich ja erinnern, meine Damen, als wir das letztemal die prächtige Naturerscheinung des leuchtenden Baumes hatten, die uns den Ablauf jedes Jahres anzeigt und zugleich immer von einem starken Fremdenandrange begleitet ist, da ist auch diese Person mit einmal mitten in unsere Gesellschaft hineingeschneit. Unter den Zugereisten befand sich auch ein schmucker Militär –«
»Terrom, terrom, tom, tom!« machte das trommelnde Kaninchen, denn es wurde eben vorgeschoben.

»Haben Sie gehört, meine Damen?« fragte laut lachend die Holzköpfige. »Ein vortrefflicher Witz! So viel Sarkasmus hätte ich dem Ausgebälgten gar nicht zugetraut; vor dem muß man sich künftig in acht nehmen.«
Das Kaninchen wußte gar nicht, um was es sich handelte, aber für witzig zu gelten, das schmeichelte ihm; es kompromittierte sich daher durch keine Frage und sah so gläsern vor sich hin, wie zuvor.
»Dass ich also sage,« fuhr die mit dem Holzkopf fort, »mit diesem schmucken Militärsmann befreundete sie sich sehr bald, ersah die Gelegenheit, sich mit ihm davonzustehlen und wurde am andern Morgen mit demselben in einer Sofaecke aufgefunden.«
»Das glaube ich nicht,« sagte die invalide Puppe.
»Sie können es auch bleiben lassen,« sagte grob der Holzkopf.
»Sie brauchen auch nicht zu glauben, was ich zu erzählen weiß, und was Ihnen die Damen hier alle werden bestätigen können,« sagte eine mit einem Porzellankopfe, der schon lange die aufgeklebte Perücke verloren hatte und glatt und glänzend wie der Wassersack einer Tabakspfeife aussah. »Sie brauchen es nicht zu glauben, nichtsdestoweniger bleibt es aber doch wahr: Eines Tages hatten wir uns alle zu einer Festlichkeit zu versammeln, ich weiß nicht mehr zu welcher, – da hätte unsereins auch viel zu tun, sich jede zu merken, wo man zu so vielen beigezogen wird und oft selbst nicht weiß, wozu eigentlich, – kurz, wir kamen alle zusammen, außer dieser Person, die sich ausschloß, um mit einem kleinen Rauchfangkehrer allein im Schrank zurückbleiben zu können.«
»Ach, gehen Sie doch,« sagte die Invalide.
»Ach, gehen Sie mir doch, Sie zimpferliches Ding,« sagte eine andere, die hatte eine Larve von Wachs voll Risse und Schründe. »Glauben Sie, daß wir jemandem unrecht tun? Wie lange ist's denn her, daß sich dieses hochmütige Geschöpf gänzlich von uns separiert und absentiert und in einem Schloß, einem veritablen Schloß, sage ich Ihnen, mit Garten und Springbrunnen, logiert hat? Der stolze Bau ist später verschwunden, soll aber noch existieren! Der Grauschimmel auf Rädern, der oft weite Reisen macht, will ihn auf einer seiner Wanderungen gesehen haben.«
»Erlauben Sie,« sagte schüchtern die verstümmelte Puppe, »aber ich finde nichts Arges darin, in einem hübschen Schlosse zu wohnen.«
»O Sie –!« schrie lachend der Wachskopf. »Woher hatte sie's denn?«
»Meinen Sie, für nichts und wieder nichts?« höhnte der Porzellankahlkopf.
»Sie wissen eben nicht, wer ihren Landaufenthalt teilte,« bemerkte überlegen die Holzköpfige.
»Ein Herr?« flüsterte sehr verschämt die arme Puppe.
»Der blieb freilich weg,« sagte die mit der Wachslarve, »aber eine Amme fand sich ein, eine veritable Amme, sag' ich Ihnen, mit einem Wickelkinde auf dem Arme.«
»Oh, meine Damen,« ereiferte sich unwillig die Stummelpuppe, »es konnte ja das Kind einer Verwandten gewesen sein, und die Dame scheint mir sehr gebildet, so hat man ihr wohl das Kind zur Erziehung –«
»Freilich, freilich,« lachten die drei, »eine Gouvernante für ein Wickelkind! Hahaha! Das ist kostbar!«
»Ich verstehe nicht, warum Sie sich gar so warm dieser Dame annehmen,« sagte die Holzköpfige, nachdem sie wieder zu Atem gekommen. »Sie dürfen sich versichert halten, meine Beste, daß sie es Ihnen nicht Dank wissen und Sie bei jeder Gelegenheit zurücksetzen wird, denn der Verkehr mit Ihnen verheißt ihr keinen Vorteil, und daß sie sich auf den versteht, das können Sie uns glauben. Als die Herrlichkeit mit dem Schlosse Knall und Fall ein Ende nahm und sie sich zur Rückkehr in unsere verschmähte Gesellschaft entschließen mußte, da war sie wohl der Abenteuer müde und recht froh, einen Mann zu finden wie Nußknacker, der Stellung und Auskommen hat; nun, ich gönne ihr den hölzernen Patron, das muß ich sagen, und auch ihm gönne ich sie, wahrhaftig, das tue ich von ganzem Herzen. Mich dauern nur die andern Damen, denn dazu brauchte er nicht so große Augen, wie er im Kopfe hat, um eine bessere Wahl zu treffen!«
»Oh, bitte, bitte,« riefen die andern.

Der Zug war vor der Kirche angelangt und die Zeremonie der Trauung, ebenso kurz wie bedeutungsvoll, ging vor sich. Der Nußknacker und seine Braut mußten den Wagen verlassen, vor dem Portale Aufstellung nehmen und vor dem versammelten Volke sich küssen; hierauf setzten sie sich wieder in den Wagen und die Heimkehr sollte in gleicher Ordnung vor sich gehen, da trat plötzlich eine allen unerklärliche Verwirrung ein, der Wagen blieb wie festgebannt auf dem Flecke, die Gäste fühlten sich an- und übereinandergedrängt, wobei manche das Gleichgewicht verloren und zu Boden fielen, dann blieb alles liegen und stehen, wie es lag und stand.
Man war darüber einigermaßen verschüchtert und hielt es für ein böses Omen, nur der gelehrte Kuckuck mit den natürlichen Vogelfedern tat sehr zuversichtlich.
»Herr Kollega,« sagte er zu dem hölzernen Gockelhahn, »haben Sie nicht auch in dem Luftstrome, der vorhin mit einmal über uns wegstrich, einen starken Boulliongeruch wahrgenommen?« »Ja,« sagte der Gockel.
»Nun, sehen Sie,« fuhr der erstere fort, »nur die Fäkalgerüche sind die bösen, die sind von übler Vorbedeutung. Guck, guck, so findet sich's, wie ich sage!«
»Ich wollte,« sagte der hölzerne Gockel, »ich hätte auch so 'nen Blasebalg und könnte Wind machen wie Sie, da sollten Sie anderes zu hören bekommen.«
Einige Zeit danach waren alle bei Nußknackers geladen, mit Ausnahme der Soldaten – denn eine Stube ist doch kein Exerzierplatz – des Kaninchens, das die Trommel, und des Bajazzos, der die Tschinellen schlug – denn man wollte keinen Lärm im Hause – und der Puppe, die nur einen Arm und ein Bein hatte; beim Hochzeitszuge verlor sie sich unter den vielen, sonst war sie aber doch ein gar zu angenehmer Anblick. Der gestrickte Wurstel, der sich Edler von Strumpf nannte, erhielt die erste Einladung, solche Personen geben den Häusern, welche sie besuchen, ein Ansehen, und man darf es daher ihnen gegenüber in nichts versehen, was sie etwa beleidigen könnte; er sagte zu und erschien, der Erste am Platze. Dann waren die Puppen, welche die Zeit mehr oder minder mitgenommen hatte, eingeladen, Holzkopf, Porzellankopf und Wachslarve, Damen, die sich in Gesellschaft zu bewegen und wenigstens ins Gesicht jedermann etwas Artiges zu sagen wußten; ferner der Sonderling Gummiball, dem alles zu rund war, und sein anhänglicher Gefährte, der Blechkreisel, der übrigens gebeten war, unaufgezogen zu erscheinen. Alle hatten sich pünktlich eingefunden, man wartete nur noch auf die beiden Gelehrten den Kuckuck mit den natürlichen Vogelfedern und den hölzernen Gockelhahn.
Die beiden hatten sich auf dem Wege getroffen. »Wissen Sie schon?« fragte der Hahn, denn Gelehrte verabscheuen unnütze Auseinandersetzungen: wußte der Kuckuck etwa schon, was ihm der Hahn mitzuteilen gedachte, so konnte der letztere alle Worte sparen, darum fragte er: »Wissen Sie schon?«
»Den Anlaß zur Einladung bei Nußknackers?« sagte der Kuckuck. »Freilich weiß ich ihn, verehrter Herr Kollega. Der Klapperstorch hat sich bei dem jungen Paare eingestellt und ein allerliebstes Wickelkind gebracht. Ohne es gesehen zu haben, getraue ich mir auf Grund der Bekanntschaft mit den beiden Eltern auf sein Aussehen und Wesen einen Schluß zu ziehen, für dessen Richtigkeit ich – ich weiß nicht was – verwetten möchte! Das Kind hat ganz sicher – achten Sie darauf, Herr Kollega – den Porzellankopf der Mutter und das Füllsel vom Vater, der von Holz ist, also Sägespäne.«
»Ach, verehrter Herr Kollega,« sagte fast mitleidig der Hahn, »das ist ja doch schon längst veraltete Rockenweisheit, die Sie aus in der Vorzeit gang und gäben Sprichwörtern zusammengebraut haben, in denen sich der sogenannte klare Verstand aussprach, der sich immer nur an das Allgemeine der Vorfallenheiten hält; damit imponiert man dem großen Haufen, der es ganz gut dahin bringt, zu vergessen, was er zu wissen glaubte, und sich hinterher das Vergessene als überraschende neue Wahrheit, wie Sauerkraut, aufwärmen läßt. Ein System läßt sich aber auf derlei nicht bauen, denn einem solchen zufolge, verehrter Herr Kollega, könnte ja auch die kleine Puppe vom Vater einen Holzkopf und von der Mutter einen Porzellanleib haben! Nicht?«

»Nein, wahrhaftig nein,« ereiferte sich der Kuckuck. »Wissen Sie denn nicht, Herr,« – aus Ärger nannte er den Hahn weder Kollega, noch verehrte er ihn weiter – »wissen Sie denn nicht, daß nach den neuesten Aussprüchen gewiegtester Autoritäten von der Mutter der Kopf auf die Kinder vererbt und von dem Vater das Innerliche? Porzellankopf und Sägespäne, sage ich Ihnen, anderes werden Sie nicht zu Gesicht bekommen. Guck, guck, so wird sich's weisen!«
So streitend traten die beiden in den Empfangssalon bei Nußknackers, die Gäste hatten es sich längs den Wänden auf Sesseln, auch auf Schränken bequem gemacht, nur der Herr vom Hause stand aufrecht, er konnte, seiner steifen Knie wegen, überhaupt nicht sitzen, er hielt den breiten Mund zugeklappt, was seinem Gesichte einen ebenso würdevollen als feierlichen Ausdruck verlieh, seine Frau saß auf dem Ruhebette und auf dem Tische davor lag ein Wickelkind.
Nach der Begrüßung traten die beiden Gelehrten hinzu, das Kleine in Augenschein zu nehmen.
»Tragant!« rief der Hahn triumphierend aus.
»Oh, Atavismus!« schrie der Kuckuck. »Nichts als Atavismus! Ich wette, um was Sie wollen, eines der Großeltern des Kindes war von Tragant!«
»Ei, Herr Kollega,« höhnte der Hahn, »die Methode ist gut; wer die Mauern einschlägt, erspart ein Hinterpförtchen.«
»Die Großeltern! Haben Sie gehört? Die Großeltern!« zischelte die Holzköpfige ihren beiden Freundinnen zu. »Allen Respekt vor der Wissenschaft, wär' ich vermählt, so müßte mir auch ein Gelehrter ins Haus, er kann zuweilen der Frau sehr nützlich sein.«
Der Streit der Gelehrten hatte die Gesellschaft sichtlich verstimmt, denn Zustimmung oder Widerspruch erschien in einer so heiklen Angelegenheit gleich unartig, man brach allseitig auf und trennte sich; der Edle von Strumpf gab unter Gähnen der liebenswürdigen Hausfrau den wohlmeinenden Rat, keine Gelehrten mehr zu laden, es sei das ein rücksichtsloses Volk, das sich nur ungelegen mache.
Etliche Wochen, bevor die prächtige Naturerscheinung des leuchtenden Baumes den Ablauf des Jahres anzeigte, trat jedesmal ein anderes Ereignis ein, das viel zu denken gab; stets am bestimmten Tage kam nämlich ein sehr würdig aussehender Bischof zugereist in Begleitung eines ganz abscheulichen Gesellen, der in rauhes Fell gehüllt war, Hörner trug und gegen jedermann die lange, rote Zunge bleckte; diese beiden Ankömmlinge hielten sich von aller Welt ferne und schlossen sich zwischen den Fenstern ein. Einige meinten, daß der Bischof zur Überwachung und Ordnung kirchlicher Angelegenheiten reise, andere hielten dafür, daß es sich entweder um die Versuchung des Bischofs durch den ersichtlich argen Gesellen, oder um die Belehrung des letzteren durch den ersteren handle, gewiß war nur, daß es gleichzeitig noch andere Nüsse zu knacken gab, wozu der Nußknacker bestellt war, der dann immer von Amts wegen eine kleine Reise unternehmen mußte.
Während seiner diesmaligen Abwesenheit stellte sich ein Fremder ein, ein stattlicher Herr, der in weiße Seide und blauen Samt gekleidet war, über und über mit Silberbörteln und ebensolchen Flinserln bedeckt, er hatte ein reichgesticktes Barett auf, von dem bunte Federn nickten, und hing an einem Gummifaden, was ihn befähigte, die unglaublichsten Sprünge zu machen. Man hieß ihn bald allgemein den Luftspringer. Diesem Luftspringer nun fielen die junonische Gestalt und die großen, dunklen, erwartungsvollen Augen der Madame Nußknacker auf, er stellte sich derselben vor, indem er sagte, er würde es sich als unverzeihliche Sünde anrechnen, der schönsten Frau der Welt nicht seine Aufwartung gemacht zu haben.
Indem er die Gesellschaft mit beleidigender Geringschätzung behandelte, brachte er es bald dahin, daß jeder, der ihn dort wußte, dem Nußknackerschen Hause ferne blieb. Der jungen Frau schmeichelte der ausschließliche Vorzug, der ihr zuteil ward, und da sie an dem Umgange Luftspringers Gefallen fand, berührte es sie gar nicht unangenehm, daß die Ungeladenen wegblieben; daß auch keine Geladenen kämen, war ganz in ihre Hand gegeben, und so kamen auch keine, kurz, je mehr sich die beiden einander näherten, je mehr zogen sich alle andern von ihnen zurück.
Der Nußknacker hatte seiner anstrengenden und aufreibenden Pflicht genügt und kehrte heim. Er machte einen Augenblick auf einer Kommode Halt und sah hernieder, der Raum unter ihm lag in einer befremdenden Ruhe und Leere, kein bekanntes, befreundetes Wesen ließ sich hören oder sehen; dort am Boden, in der Fensternische gegenüber mußte die Wohnstube liegen. Der Nußknacker richtete die großen Augen nach seiner Wohnstätte.
Oh, es war empörend, was er da sah! Er klapperte ein paarmal mit der Kinnlade, dann blieb er erstarrt mit offenem Maule stehen.
Als er wieder zu sich kam, fand er sich in dunkler Lade von allen Bekannten und Befreundeten umgeben.
»Das ist zu rund,« sagte der Gummiball.
»Wär' ich nur aufgezogen gewesen,« sagte der Blechkreisel, »ich wäre gewiß dazwischen gefahren, armer Freund!«
»Ach, wer das gedacht hätte!« seufzte die Puppe, die nur einen Arm und ein Bein hatte.
»Ich hab's ja gedacht!« sagte die Holzköpfige.
»Ich auch!« sagte der Porzellankahlkopf.
»Und erst ich!« schrie aufgeregt die Wachslarve.
»Guck, guck,« sagte der eine Gelehrte.
»Sie sollten sich was schämen, den armen Mann noch zu höhnen!« schrien die Puppen.

»Dummes Zeug,« flüsterte der gestrickte Wurstel, der sich Edler von Strumpf nannte. »Ärgert mich nur, daß sie gegen mich die Unnahbare gespielt.«
Luftspringer und Madame Nußknacker jedoch nahmen weder von der Rückkehr des beleidigten Gatten, noch von der Entrüstung der verehrlichen Gesellschaft irgendwelche Notiz; ja, sie trieben die Frechheit so weit, einmal in demselben Wagen, der den Hochzeitszug eröffnete, eine Spazierfahrt zu unternehmen und dabei recht absichtlich mitten durch die Mengen jagen zu lassen.
So kam der Abend heran, an dem sich die prächtige Naturerscheinung des leuchtenden Baumes zeigt. Alles ist in der dunklen Lade erwartungsvoll versammelt. Niemand wagte dieselbe zu verlassen, mit Ausnahme Nußknackers, der von Amts wegen abberufen wird. Eben bei seiner Entfernung öffnet sich weit die Lade, und man genießt das entzückende Schauspiel, das der riesige Baum, an allen Zweigen mit flammenden Lichtern und flirrendem Goldflitter, bietet, man sieht um ihn die Schar der zugeströmten Fremden versammelt, – dann schließt sich wieder die Lade und man sieht mit fiebernder Ungeduld dem kommenden Morgen entgegen, der mit den zugewachsenen neuen Erscheinungen in Verkehr zu treten gestattet.
Diesmal öffnete sich aber nach Nußknackers Abgange die Lade ein zweites Mal und Madame Nußknacker stürzte in derangierter Toilette und mit aufgelösten Zöpfen herein. Aus ihren wirren Ausrufungen ließ sich entnehmen, dass sie zum Hause hinausgeworfen worden war, nachdem sich zwischen Luftspringer und einer Neuangekommenen Fremden sofort ein Verhältnis entsponnen hatte. Die Unglückliche beschwor ihre alten Bekannten, ihr bei der Versöhnung des gekränkten Gatten behilflich zu sein. Fürs erste sagte niemand ja noch nein und alle zogen sich von ihr zurück, so daß sie in ihrer Ecke allein zu liegen kam.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, waren die ersten Worte, die an ihr Ohr schlugen: »Ja, das ist schrecklich!«
Madame Nußknacker, die sich ganz verlassen in der Ecke liegen fand, wo sie am Abend zuvor liegen geblieben war, sah auf; der Grauschimmel auf Rädern, der oft weite Reisen machte, hatte die Worte gesprochen, und von einer bösen Ahnung getrieben, fragte sie: »Was ist schrecklich?«
»Oh, Madame,« sagte die Puppe mit dem Holzkopfe, »von etwas Schrecklichem ist allerdings die Rede, aber da es Ihren Gatten betrifft, so weiß ich nicht, ob es Ihnen so schrecklich vorkommen wird, wie uns.«

»Oh, was ist es?« rief, zu Tode erbangend, Madame Nußknacker.


»Belieben Sie sich nur in Geduld zu fassen,« fuhr die Holzköpfige fort, »denn da Sie sich in letzter Zeit nicht das geringste um Ihren Herrn Gemahl bekümmerten, so ist Ihnen natürlicherweise auch gänzlich unbekannt geblieben, in welche Gemüts- und Leibesverfassung der Bedauernswerte durch die gänzliche Vernachlässigung Ihrerseits geraten war, und man wird sonach Ihnen erklären müssen, was wir alle ohne jeden Kommentar nur zu gut begreiflich finden.
Die allerdings etwas frappierende Überraschung, die Sie sich Ihrem Herrn Gemahl bei seiner Heimkehr zu bereiten gestatteten, wirkte so auf den guten Mann, daß er von der Stunde an das Maul verwundernd aufgesperrt hielt, und als er gestern, wie üblich, seinen amtlichen Verrichtungen nachkommen sollte, da brachte er den Mund nicht zu und keine Nuß auf, man schalt ihn ein unnützes Möbel, und diese Kränkung seiner Ehre und wohl der Gedanke an jene, welche derselben vorangegangen war und seine körperliche Herabgekommenheit verursachte, veranlaßte den Unglücklichen, sich durch eine offenstehende Ofentüre in die Flammen zu stürzen, in denen er zu Asche verbrannte.«
Madame Nußknacker schlug mit dem Porzellankopfe zu Boden.
»Oh, Madame,« sagte der Gummiball, »finden Sie selbst, daß das zu rund ist? Sagen Sie aber nur, wie erklären Sie das ganz Unverantwortliche Ihres Betragens?«
»Kann ich es mir denn selber erklären?« schrie Madame Nußknacker. »Wer, der jemals sich die Mühe genommen, über unser armseliges Puppendasein nachzudenken, muß nicht eingestehen, dass er sich oft plötzlich, wie von fremder Hand, zu Personen hingesetzt und ihnen nahe gebracht fühlte, an die er, mochten sie ihm bekannt oder unbekannt sein, den Augenblick zuvor gar nicht gedacht hatte, ebenso wie er wieder mit einem Male wie von fremder Hand sich von ihnen weggerissen und mit anderen vereinigt fühlt, ohne einen Gedanken an Trennung von dem Bekannten und Vereinigung mit dem Fremden gehabt zu haben?!
Wer ist denn unter uns allen, der behaupten könnte, er habe diese fremde, ich möchte sagen, spielerische Hand mit ihren Eingriffen in unser Leben nie empfunden?!«
»Guck, guck,« sagte der eine Gelehrte, »daran ist etwas Wahres.«
»Das ist zu rund,« schrie der Gummiball.
»Da haben Sie vollkommen recht,« sagte der hölzerne Gockelhahn. »Bei Wesen, deren Leben sich aus tausend Zufälligkeiten, oder nach einem Plane, der bis ins kleinste vorausbestimmt ist, aufbaut, kann derlei vorkommen und können solche Erklärungen klecken, aber bei uns, wo jeder selbständigen Willen und freie Bewegung hat, in unserer Spielzeugwelt nicht!« 

Das Märchen heißt übrigens:

Aus der Spielzeugwelt und ist von Ludwig Anzengruber

Es passt zum Kerzenlicht und Plätzchenduft ...

Habt alle eine schöne Zeit, wünscht 
Heidrun