30. August 2016

Blitz und Donner...

...gab es am Montag – und den
ersehnten Regen für den Garten 


Nachdem ich Montagvormittag meine Einkäufe erledigt hatte, setzte ich mich auf die Terrasse und beobachtete den Regen. Ich hatte Glück und war noch trockenen Fußes nach Hause gekommen. Das Wetter kündigte sich längst an, große dunkle Wolken am Himmel von Nordosten kommend, eilten sich die Regenlast herauszuschütteln. Während mein Mann in einer anderen Stadtgegend unterwegs war und von einem Hagelschauer erzählte, so dass er sich mit dem Motorrad an einer Tankstelle unterstellen musste.




 Einen blinden Passagier, entdeckte ich außerdem:
Auf der Windschutzscheibe des Fahrzeugs.



Zu Hause.

Unser geliebtes kleines Fannyliesl ängstigt sich bei Donner und lag unter der Couch im Wohnzimmer beim ersten Schlag. Wir suchen dann jeweils nach ihr  - und dieses neue Versteck wird nun gelistet - um sie zu beruhigen. Früher war es der Gewittertisch. Ein Überbleibsel aus dem Haus der Großeltern, an dem mein Herz hängt. Quadratisch mit einem Fach unter Tischplatte, stand dieses Möbelstück länger im Flur; praktisch um schnell die Tasche abzusetzen, die Post hinzulegen bis mein Mann ihn zu sich in seinen Raum holte. Und Fanny sich einen weiteren Unterschlupf suchen musste.

Währenddessen Luzilie oben auf der Couch thront, als ginge sie das
Ganze überhaupt nichts an.





Wo sind die Lerchen hin geflogen

Wo sind die Lerchen hin geflogen,
die sonst den jungen Tag begrüßt?
Hoch schweben sie am Himmelsbogen,
von Morgenlüftchen wach geküsst:
Es floss ein Regen süßer Lieder
herab auf die beglückte Welt,
und alle Herzen tönten wieder,
und jedes fühlte sich ein Held.

Jetzt schweigt die Flur! – Lautlose Schwüle
liegt ausgegossen weit und breit,
die Willkür ruht auf seidnem Pfühle
und freut sich ihrer Sicherheit:
Als hätte mit den freien Kehlen
sie auch die Herzen stumm gemacht!
Als schwiegen zitternd alle Seelen,
weil sie die Lippen überwacht!

Ich aber sah die Wolken steigen,
und Blitze zucken um den Turm –
Ja, es ist wahr! Die Lerchen schweigen,
allein sie schweigen  vor dem Sturm!
Ihr habt das Lied nicht hören wollen,
euch hat die Lerche nichts gelehrt:
Wohlan, so wird der Donner rollen,
und statt der Saite klirrt das Schwert!
(1816 - 1872), deutscher Publizist, Lyriker und Romancier
Quelle: Prutz, Gedichte. 1857







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Sue Roth und WEDNESDAY AROUND THE WORLD geteilt. 

Habt es alle fein, wünscht

Heidrun



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28. August 2016

Monatsrückblick August...

...ein turbulenter Monat!



Es wird wieder Zeit für den Monatsrückblick. Es gab sowohl glückliche als auch traurige Momente.

Einen besonderen Augenmerk möchte ich auf diesen Video-Clip lenken!

Mobbing unter Kindern, in der Schule




Das Video zeigt ein Mädchen, das von anderen Mitschülern gequält wird. Entdeckt habe ich es bei
Astrid vom Blog lemondedekitchi . Ich finde es wichtig, dem Beachtung zu schenken!

Mancher weiß wie schlimm Mobbing für Erwachsene tatsächlich ist. Wie viel härter
muss es jedoch für Kinder sein.





Was [emp]fand ich im August ?


Verschiedenes steht ohnehin in den Posts für den Monat August, was mir jedoch
keinen eigenen Post wert war, erzähle ich noch nebenbei hier zum Monatsrückblick.

Daneben verschwindet doch alles andere, was uns an nervigen Anlässen im Alltag eventuell plagt, finde ich. Nämlich: Die Nachricht aus dem Autoradio am Mittwoch dieser Woche, das schlimme Erdbeben in Mittelitalien.





Wer hat schon einmal an der Kasse gestanden und der Computer stürzt momentan ab, als man endlich an der Reihe war!? Wohlgemerkt, mit der Karte im Terminal, um gerade die Abbuchung zu veranlassen.

Mir passierte dies, wie gesagt als ich gerade mit der Karte zahlen wollte. Dann ging das Hickhack los: Die Kassiererin überfordert, ruft eine Kollegin. Die Kollegin bekommt ausführlich erklärt, derweil die Schlange der Wartenden immer länger und länger anwächst. Die zweite Kollegin rät den Rechner herunterzufahren. Für mich stellt sich die Frage, wurde die Summe verbucht oder nicht. Man versichert, die Summe ist auf gar keinen Fall abgezogen worden. Also versuche bar zu bezahlen, was natürlich nicht geht, da die Kasse gesperrt blieb, so lange der Rechner neu startet. Die Schlange der Wartenden wird umgeleitet auf eine andere Kasse. Die Kundin nach mir leistet treu Gesellschaft, tut Computer-Wissen kund. Ich stehe verloren da und überlege, ob ich noch rechtzeitig zum Pudding nach dem Mittagessen zu Hause aufschlage!? Ich bekomme Durst und Wut. Ich möchte jetzt BITTE bezahlen. Nein, der Rechner lässt noch auf sich warten: Es sind inzwischen gut 60% hochgefahren, die wartende Schlange, Menschen die bezahlen dürfen, wird weniger. Wie lange wird es dauern? Die Kassiererin hat keinen Humor, reagiert patzig. Ich bekomme Wut und Durst.

Die Kassiererin glaubt immer noch, dass die Summe nicht verrechnet worden sei mit meiner Karte. Die Kundin hinter mir, immer treu wartend macht Witze. Ich entgegne, dass ich unlängst selbst im BIOS zugange war, meinen Laptop selbst- ohne meinen Mann zum Laufen brachte, mich also auskenne. Endlich nach gefühlten Ewigkeiten gibt es Computergeräusche, die ahnen lassen, dass etwas voran geht. Ich komme um vor Durst. Die Kassiererin kassiert mich ab und kritzelt noch eine Botschaft auf den halben abgerissenen Bon: Der Rechner sei abgestürzt, die Kundin - ICH - hat bezahlt, wenn der Betrag trotzdem abgebucht sei, könne ich mit dem (halbe) Bon und dem Kontoauszug (wie kommt frau um Gotteswillen daran, überlege ich trotz Flüssigkeitsmangel) vorlegen und würde mein doppelt bezahlte Summe zurück erhalten. Ich taumele traumatisiert hinaus, zum Parkplatz zu meinem Fahrzeug und denke an Bill Murray und den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier- wobei ich (!) nicht geschlafen habe...


Am selben Tag fuhr ich noch zum Tanken, zahlte mit meiner Karte, ohne Probleme.


...übrigens, die Summe wurde doch (!) abgebucht. Mein Mann konnte zwei Tage später den Vorgang an unserem Apple Powermac einsehen, produzierte ein PDF, druckte den Kontoauszug aus. Und ich fuhr zu meinem Termin, um danach mein Geld abzuholen. Ging in den Laden an die Kasse, zeigte die Notiz der Kollegin, was unglaubliches Blicken erzeugte, die Kassiererin veranlasste die Oberste anzurufen, die nach fünf Minuten kam, den ganzen Vorgang erklärt bekam, sagte sie müsste das überprüfen, warum ich nur einen halben Bon hätte, wo der Rest sei!!!?? Ich bekomme Durst....

Übrigens, wer meint, dass ich eine Entschuldigung bekommen hätte, der glaubt auch noch an das Sandmännchen.



Weiterhin verlinkt mit Jaelle`s Aktion

Wer sich gerne am Projekt Alles für die Katz beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.

Sichtlich wohl fühlten sich unsere beiden kleinen Schätzchen: Wir saßen öfter auf der Terrasse und das gefiel den beiden gut. Sie zeigten abwechselnd wie sie auf den Lebkuchenbaum beziehungsweise den Erikastrauch klettern können. Wobei das hinauf kraxeln immer noch einfacher zu gehen scheint, im Gegensatz zum heilen Absteigen vom Geäst. Da wird mitunter die Hilfe vom Herrchen erwartet. Ich für meinen Teil lasse es, da ich schon einmal gestürzt und mir den Arm am Zaun aufgeschürft hatte.



Mein Part ist beide zu loben!


Habt es alle fein und einen hoffentlich guten Start in die neue Woche,
wünscht

Heidrun

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Ferien im Kopf...

...bei heißen Temperaturen!

Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
rund dem Sonntagsglück



Die Ferien dauern zumindest hier in Bayern noch an. Doch meine Arbeitswelt sieht anders aus: Die Kurse für das kommende Herbst-Winter-Programm harren nämlich der Ausarbeitung. Das bedeutet konzeptionelle Vorbereitung, die Inhalte zum Teil schon serienreif für den Auftritt im Kurs ausprobieren, verwerfen und weitere neue Ideen entwickeln - und nicht zuletzt den Text für den Kurs in den Medien (Print und Internet) schreiben.

In den letzten Tagen, wohl auch hitzebedingt, ging das alles ziemlich zäh. Und: Natürlich möchten wir ebenso den echten Sommer nicht vollkommen verpassen und uns das sonnige Leben ein Stückchen weit gönnen. Die Tage verkürzen sich ohnehin zusehends, der Herbst lässt sich bereits ahnen, wie wir in unserem Garten schon beobachten können.

Also sitzen wir unter der Markise auf unserer Terrasse und unterhalten uns zu zweit oder zu mehreren, mit Freunden, Arbeitskollegen. Jeder erzählt vom Urlaub mit oder ohne Enkel, mit oder ohne Partner. Wir, mein Mann und ich berichten von unseren Bikertouren... und dabei fiel mir wieder ein, dass wir früher ohne die beiden Lieblings-Katzen tatsächlich weiter weg verreist sind, mit Hotelbuchung, auch ins Ausland. Mit Hund!

Das war mitunter abenteuerlich, da der Schlingel uns beispielsweise am Bodensee kurzerhand davonlief  - während wir die Koffer auspackten - auf Entdeckungsreise ging. Wir hatten ihn auf der Terrasse hinter einer Barrikade kurz aus den Augen gelassen, vermeintlich sicher gewähnt und schon war er verschwunden.  Wir suchten ringsherum zwischen den angrenzenden Obstbäumen, im Ort - der Hund war weg. Resigniert wanderten wir zum Hotel zurück und sahen ihn auf der Sonnenterrasse  munter unter den Gästen, die ihn vermutlich noch mit Kuchen gefüttert hatten.




(m)ein Bild für den Sonntag



Lim-Biss

Eine alte Dame aus Hessen,
die liebte es, auswärts zu essen.
Doch einst im Lokal
gab’s für sie kein Mahl;
sie hatte die Zähne vergessen.

Ein Hundehalter aus Peine
vergaß für den Pit Bull die Leine.
Der rannte ihm fort
und biss dann vor Ort
im Metzgerladen die Schweine.

Ein Steuerfahnder aus Füssen
Betrüger suchte, verbissen.
Als er auch welche fand,
meinten die süffisant,
sie hätten reine Gewissen.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!


In manchen Bundesländern gehen die großen Sommerferien wieder zu Ende, die Schule beginnt.
Für alle anderen, die das schöne Wetter noch auskosten können: Wünsche ich einen angenehmen
Sonntag!

Heidrun

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