23. Mai 2016

Der Wasserturm...

...sollte beachtet werden!

Neben dem Rundgang an der Kahnfahrt entlang, um den
Oblatterwall bleibt der Besuch im Turm selbst. Dort, wo
die Besuchergruppe abschließend den Video-Clip sehen
durfte, die Abschlußarbeit eines Studenten, wie erwähnt.


Danach konnte, wer mochte, den roten Turm noch besteigen.

Der St. Jakobs-Wasserturm an der Kahnfahrt wurde 1609

von Elias Holl erbaut und diente bis 1879 ausschließlich

der Augsburger Wasserversorgung.



Der idyllisch gelegene Flecken in der Großstadt zog in den 1910er
Jahren oft den nah im Elternhaus beim Stadtgraben wohnenden
Bertolt Brecht mit seinen Freunden an.

Die Kastanienallee entlang der Kahnfahrt erwähnte der spätere
Dichter in seinem Essay „Bei Durchsicht meiner frühen Stücke“.





Der Aufstieg: Mühsam, Treppenstufe für Stufe...

...mit kurzen Unterbrechungen, Fotoaufnahmen und
innehalten meinerseits.




Mittendrin ein Stübchen für Lyrikfreunde


Seitlich im Treppenhaus: Bücher und Bilder





Die Mühe des Treppenaufstiegs wurde weidlich
mit der herrlichen Aussicht belohnt.










Wasser

Die Erde ist uns Menschen nur geliehen,
zur Pflege anvertraut für kurze Zeit,
sie braucht das Wasser, um schön zu erblühen
und schwebt im All so zart im blauen Kleid.

Das Wasser, das hier unser aller Leben
erst möglich macht, frisch und gesund erhält,
ist kostbar‘ Gut, drum lasst uns danach streben,
es rein zu halten für all’ Volk der Welt!

Dies Paradies aus Seen, Tieren, Bäumen
soll aller Erdenkinder Hort doch sein,
wo Lachen, Spielen, Singen, zärtlich Träumen
sie laden in das Wunder Leben ein.

Dies alles wird nur möglich auf der Welt,
wenn nicht der Mensch das Wasser hier vergällt.

Ingrid Herta Drewing, 2010

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses feine Gedicht.

Der Titel ist auf die Webseite von Dichterei verlinkt.





Jutta möchte etwas Rotes sehen. Diesmal sind es etliche Elemente
im Post, die die Farbe Rot enthalten.

Ich sehe Rot  #7








Oben: Noch einmal der kleine Türdurchstieg, der zum Lesezimmer führt.


Unten: Nach der Führung hatten wir reichlich Durst bekommen und
beschlossen in der Kahnfahrt einzukehren.





Gestern, montags als dieser Post zustande kam, regnete es erneut.
Nach dem sonnig-schönen Wochenende bin ich darüber nicht böse,
der Garten braucht diesen Regen.




Habt es alle fein und eine schöne Woche,

wünscht  Euch, Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider so viele Spams
auf jeden Post in der Mailbox landen.

Der Augsburger Hafen... II.

...ein Schiff wird kommen.


Ein geschichtlicher Rückblick, eine Führung am imaginären
Augsburger Hafen entlang, Teil II.

Ich fahre fort...
...hier nochmals der erste Teil verlinkt, falls der Bezug fehlt.
Geteilt mit http://mondaymellowyellows.blogspot.com/

Unsere Aufmerksamkeit wurde erneut in die jüngere Vergangenheit
gelenkt, unser Kenner der geplanten Augsburger Hafenanlage
berichtete:
Nach der Niederlegung der Stadtbefestigung verlor auch die
Bastion ihre Bedeutung. Sie wurde jedoch nicht wie andere Tore und
Mauerabschnitte ab 1860 abgebrochen.

Dieses Schicksal blieb dem Oblatterwall erspart, da die Flächen zu
dieser Zeit weder für den Straßenbau noch für eine Stadterweiterung
benötigt wurden. Der Stadtgraben wurde ebenfalls erhalten und im
Jahre 1876 bezog die Augsburger Kahnfahrt dort Quartier,
die bis heute derart erhalten ist.





Um sich die Anlage, den Plan des Stadthafens vorstellen zu können,
bekamen wir eine Zeichnung gezeigt (die außerdem in der
Kahnfahrt am Eingang hängt als historisches Bild).

Und später, als wir zu dem Wasserturm zurückkamen,
der der Ausgangspunkt
der Stadtführung war, durften wir uns noch ein Video-Clip
(die Arbeit eines Studenten) ansehen.




Seitlich links ist der rote Wasserturm zu sehen in dieser Zeichnung,
der Ausgangspunkt unserer Führung.

Wir spazierten einen Bogen um die dargestellte Insel, die
die jetzige Kahnfahrt bedeutet. Als Insel wäre sie im Falle
des Hafenausbaus vom Wasser umgeben gewesen.


Unten im Bild ist die südliche Seite noch mit der
Bastionsmauer erhalten.




Um die Jahrhundertwende rückten Oblatterwall und Stadtgraben
noch einmal in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

Grund dafür war eine Vision des Augsburger Architekten
Karl Albert Gollwitzer. Seine Skizzen aus dem Jahre 1901 sahen
einen Ausbau des Stadtgrabens und den Bau eines Stadthafens mit
Gleisanschluss vor.

Auf diese Weise sollte es der Industriestadt ermöglicht werden, die
Waren und Erzeugnisse auch auf dem Wasserweg zu transportieren.




Das Hafen-Projekt scheiterte, sodass der Oblatterwall
(oder auch Blatterwall)
sein ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute behielt.





"Wisst ihr was, jetzt stehen wir so schön beianand!" sagte unser
Augsburg-Führer "jetzt können wir ein Lied singen..."

...es wurden die Texte verteilt und dann sang die Gruppe:

Ein Schiff wird kommen

Ich bin ein Mädchen aus Lechhausen
und liebe den Hafen, die Schiffe und das Meer.
Ich lieb`das Lachen der Matrosen, ich liebe jeden Kuss,
der nach Salz schmeckt und nach Teer.

Wie alle Mädchen aus Lechhausen
so stehe ich Abend für Abend hier am Wall.
Und warte auf die fremden Schiffe
aus Hongkong, aus Java, aus Chile und Nepal.

Ein Schiff wird kommen, und bringt mir den einen,
den ich so lieb wie keinen, und der mich glücklich macht.
Ein Schiff wird kommen und meinen Traum erfüllen
und meine Sehnsucht stillen, die Sehnsucht mancher Nacht.

________

Es war ein riesiger Spaß!


An dieser Stelle stehen wir in der Bertold-Brecht-Straße
gegenüber der Kahnfahrt.


Die Wallanlage nordöstlich des ehemaligen Blatterhauses.

Es ist nicht geklärt, ob der Name von dem 1452-1496 nachweisbaren
Pulvermacher Oblatter oder dem gegenüberliegenden Blatterhaus
herrührt. Aufgrund einer gutachterlichen Empfehlung von 1519 (Basteien)
wurde 1543 an der Nordostecke der Jakobervorstadt der Oblatterwall als
Rundbastei mit Turm errichtet, der 1625 durch Elias Holl umgebaut wurde.


Die an den Oblatterwall anschließende Stadtbefestigung ist noch
in Resten (wohl 15. Jshrhundert) erhalten. 1901 war die Oblatterwall-Anlage
Mittelpunkt des von Karl Albert Gollwitzer geplanten und mit viel
Spott bedachten Projekts Augsburger Kanalhafen (in Verbindung mit der
Donauschiffahrt), woran noch heute die Kahnfahrt, ein beliebtes
Ausflugsziel, erinnert.

Quelle: Wikipedia


Während wir mehr oder minder laut sangen, kam eine andere
Gruppe des Weges: Freunde des Zweirads, ein sogenanntes Segway
(wenn ich es richtig verstanden habe)



Christa`s Aktion



Dieser Post wird zusätzlich mit

Sue Roth und WEDNESDAY AROUND THE WORLD geteilt. 




Hier nochmals die Grafik des geplanten Stadthafens
im Überblick.



Nicht zu vergessen, die versprochene Erklärung, wieso diese
Hafenplanung regelrecht ins Wasser gefallen ist damals...

...nachdem die Pläne eingereicht worden waren, die
Finanzierung gesichert war, sollten bestimmte Grundstücke
für dieses Vorhaben abgetreten werden. Doch dazu kam es
nie. Ursache war, nicht wie man etwa meinen könnte, eine
fehlende Geldquelle, sondern die Langatmigkeit der
Augsburger Stadtverwaltung zu dieser Zeit.

Sie verschoben die Genehmigung von einem Jahr in das
nächste, so lange bis sich ein anderer Interessent für die
Grundstücke meldete, der dann den Zuschlag bekam!

Somit wurde der Hafen nie realisiert...


Das war jetzt der zweite Teil mit Erläuterung zum Hafen.
Es wird nach einen weiteren dritten Post geben, der
den Wasserturm von innen zeigen wird.



Habt es alle fein und ein erfolgreichen Start
in die neue Woche,

wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider so
viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

20. Mai 2016

Zitat im Bild...

...oder kurz gesagt: ZiB am Samstag,
eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von  Nova. 

...ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing 

Wenn ich in dieser Woche Zeitung gelesen habe,
oder Radio gehört habe, stieß ich immer wieder auf Glyphosat.

Die Ungereimtheiten, die Vertuschungen, die Lügen...
...stehen deutlich im Raum!

Es geht um unsere Gesundheit, und natürlich um die Folgen für unsere Kinder.

Pressemitteilung


Möglicher Interessenkonflikt bei Pflanzenschutzmittel-Bewertung




Aufnahmen in Augsburg-Hochzoll und
in Gersthofen.



Habt es alle fein und ein genussvolles Wochenende,

wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.